Sofacoach.de proudly presents:
Flaschendrehen - die zweite Umdrehung - Die Entscheidung
Die Teams Tomatenrot, Kiwikrün und Blaubeerblau stellten sich folgenden Aufgaben:
1. Aufgabe „Deutsch LK“
Analysiere den Text des folgenden Liedes.
Tomatenrot: Die Toten Hosen – Eisgekühlter Bommerlunder
Blaubeerblau: Mickie Krause – Jan Pillemann Otze
Kiwigrün: Alex C. feat. Y-Ass – Du bist so Porno
Die Texte gibt es sowohl bei Google, als auch bei mir.
2. Aufgabe „Parteien zur Bundestagswahl“
Kreiere 3 Wahlplakate einer fiktiven Sofacoach Partei.
3. Aufgabe „Sportlich, sportlich“
Erfinde eine neue Sportart und erstelle das dazugehörige Regelwerk. Bilder, Zeichnungen, etc. sind zur Verdeutlichung erlaubt.
4. Aufgabe „Hans-Martin“
Lege dir einen Zweitaccount auf Sofacoach.de zu und bringe die anderen User gegen dich auf.
Erwähne in keinster Weise das Flaschendrehen.
5. Aufgabe „Picasso“
Male ein Bild (nicht am PC, sondern auf Papier/Leinwand) und biete dies rechtzeitig zum Beginn der Umfrage bei Ebay zum Verkauf an. Ansprechende Artikelbeschreibung inklusive.
6. Aufgabe „Dirty Dancing“
Schnappe dir eine Videokamera und begib dich an sehenswerte Orte in deiner Umgebung, dann tanze dort und nimm es auf.
Als Inspiration kann dir das hier dienen:
http://www.youtube.com/watch?v=bNF_P281Uu4
Optional: Binde Passanten mit ein.
7. Aufgabe „Web 3.0“ (Teamaufgabe)
Erstellt eine Webseite zu einem beliebigen Thema. Inhaltliche Kreativität geht vor Quantität und technischem Know-how. Bitte gebt aber weder für Webspace, noch für die Domain Geld aus. Es gibt kostenlose Alternativen.
die Ergebnisse:
1. Aufgabe „Deutsch LK“ (http://www.sofacoach.de/forum/showpost.php?p=104195&postcount=2)
2. Aufgabe „Parteien zur Bundestagswahl“ (http://www.sofacoach.de/forum/showpost.php?p=104196&postcount=3)
3. Aufgabe „Sportlich, sportlich“ (http://www.sofacoach.de/forum/showpost.php?p=104197&postcount=4)
4. Aufgabe „Hans-Martin“ (http://www.sofacoach.de/forum/showpost.php?p=104198&postcount=5)
5. Aufgabe „Picasso“ (http://www.sofacoach.de/forum/showpost.php?p=104199&postcount=6)
6. Aufgabe „Dirty Dancing“ (http://www.sofacoach.de/forum/showpost.php?p=104200&postcount=7)
7. Aufgabe „Web 3.0“ (Teamaufgabe) (http://www.sofacoach.de/forum/showpost.php?p=104201&postcount=8)
Die Umfrage geht etwa zwei Wochen. Ihr dürft für so viele/wenige Aufgaben abstimmen wie ihr wollt. Das Team mit den meisten Stimmen gewinnt am Ende den Sofacoachpokal in Form einer Flasche. Kann bei mir abgeholt werden (oder auch nicht).
Meinung und Analysen bitte in diesen Thread (http://www.sofacoach.de/forum/showthread.php?t=826)
Team Tomatenrot - Dollo/Grave Digger
Die toten Hosen – Eisgekühlter Bommerlunder (1983)
Eisgekühlter Bommerlunder -
Bommerlunder eisgekühlt.
Eisgekühlter Bommerlunder -
Bommerlunder eisgekühlt.
Und dazu:
Ein belegtes Brot mit Schinken - Schinken!
Ein belegtes Brot mit Ei - Ei!
Das sind zwei belegte Brote,
eins mit Schinken uns eins mit Ei.
Und dazu:
Eisgekühlter Bommerlunder -
Bommerlunder eisgekühlt.
Eisgekühlter Bommerlunder -
Bommerlunder eisgekühlt.
Und dazu:
Ein belegtes Brot mit Schinken - Schinken!
Ein belegtes Brot mit Ei - Ei!
Das sind zwei belegte Brote,
eins mit Schinken uns eins mit Ei.
Grundsätzlich sollte man diese Analyse latürnich mehr als ernst nehmen und die durchaus nachvollziehbaren Gedankensprünge der „Entwickler“ (vgl. Seabass) nicht zur Debatte stellen. Um beim „Entwickler“ dieses Werkes zu bleiben, also dem Verfasser muss man den Begriff der „toten Hosen“ zunächst genauer betrachten. Entgegen den Vermutungen, die ein laienhafter Betrachter, wohl anstreben würde, handelt es sich nicht um eine weggeworfene, vor sich hin schimmelnde alte Jeans („Scheiß Party, wenn ich meine Hose finde, geh' ich heim!“), sondern vielmehr um eine Düsseldorfer Punkrock-Band.
Das lyrische Werk umfasst 4 Strophen. Hierei umfasst die erste Strophe 4, die restichen Strophen 5 Verse.
Bevor wir uns nun dem – von vielen Leuten als „Partyhit“ degradierten Song - etwas genauer widmen sollten wir kurz für die ewige Diskussion inne halten und daran teilnehmen: Hosen vs Ärzte.Tote Hose(n) (vgl. der typische Sofacoch-User) vs. Ärzte (die) (Thrasher – ich berate, ich berate)!
Genug des fünften Weltkrieges. Wir wollten grundsätzlich doch einen Song hier näher betrachten. Was heißt betrachten? Analysieren!
Also, eisgekühlter Bommerlunder. So der Titel.
Die erste Frage folgt zugleich: Ab welcher Temperatur zählt ein Produkt eigentlich als eisgekühlt?
Das Internet liefert passende Antworten:
eis•ge•kühlt
Adj. eis•ge•kühlt
so, dass es (mit Eiswürfeln) stark gekühlt ist ;eisgekühlte Getränke
Klingt einleuchtend und hätte man auch als Zitat einer beliebigen Hupe des Forums durchgehen lassen können. Zudem lehrt uns die Werbung, dass Coke bei 3° am besten schmecken soll. Was für Cola gut ist, kann für Schnaps im Allgemeinen und Bommerlunder im Besonderen nicht schlechter sein. Die 3° stellen hierbei auch einen guten Näherungswert zu den 0° der Eiswürfel dar.
Der Feldversuch „Wann gefriert Bommerlunder?“ musste leider aufgrund der Erblindung beider Probanden abgebrochen werden.
Übrigens wurde das Adjektiv (Bemerkung: bereits etwas gelernt bei dieser Analyse! - Für die , die noch nicht das Niveau der 4. Klasse Grundschule erreicht haben: Adjektiv = Wie-Wort.) bisher noch nie in der neuen Heimat der Sofacoaches verwendet, archivierdas.net überliefert allerdings brauchbares:
Zitat von Dollo
Keine Lust auf Alltagsplörre? Mal was neues, exotisches probieren? Lust auf mexikanisches Reis/Mais-Bier?
:sabbber:
Kaufen. Trinken. Genießen.
Am besten eisgekühlt und mit Limette verfeinert.
Moment mal! Dollo selbst lieferte bereits die Antwort in der Vergangenheit? Auf eine Frage, die nie gestellt werden hätte sollen? Wo bleibt die Akte-X Background Musik, wenn man sie wirklich mal brauchen würde?
Damit zu Frage Nummer 2: Bommerlunder? Das muss doch irgendwas mit einem Luder zu tun haben? Oder der ISS-Version von Van Bommel!
Auch hier wird natürlich als erste Anspruchsinstanz Dr.Google gefragt und siehe da:
• Bommerlunder heißt ein alkoholisches Getränk
Danke für diese ausführliche Analyse.
Interessantere Begriffe übermittelt bommerlunder.de: Möwenschiss und Fiesematenten.
Besingen die Hosen (tot) also ursprünglich etwa einen Möwenschiss, der (mit Hilfe von Eiswürfeln) stark gekühlt ist?
Nun aber zur eigentlichen Interpretation des Textes:
"Eisgekühlter Bommerlunder," (Vers 1)
Die Eingangsellipse (Unvollständiger Halbsatz.)sollte mittlerweile eigentlich erklärt worden sein; Person A bestellt hierbei kühlen Möwenschiss – gekonnt von den Hosen verdeckt indem sie den Dialog nicht nach Dialog aussehen lassen!
"Bommerlunder eisgekühlt." (Vers 2)
Person B ist auf Grund der Bestellung etwas verwirrt, die Hosen verzichten allerdings auch hier wieder auf sämtliche Satzzeichen. Richtig wäre: Bommerlunder? Eisgekühlt? Uirre:
"Eisgekühlter Bommerlunder," (Vers 3)
Person A bestätigt seine getroffene Wahl und winkt den Kellner herbei.
"Bommerlunder eisgekühlt." (Vers 4)
Nein, ungeahnterweise handelt es sich hierbei nicht um Person B, sondern vielmehr um den Kellner, der die Bestellung auf seiner unsichtbaren Schreibmaschine notiert.
Auffallend sind hierbei die Chiasmen. So heißt es in Vers 1 „Eisgekühlter Bommerlunder“ und in Vers 2 „Bommerlunder eisgekühlt“. Dieser Chiasmus findet sich ebenso in den Versen 3 und 4 wieder. Diese Überkreuzstellung der Aussagen, soll unterstreichen, dasses sich hierbei – obwohl es durch den Verfasser nicht klar gekennzeichnet wurde – um ein Gespräch zweier bzw. mehrerer Personen handelt.
Die zweite Strophe des zu analysierenden Textes stellt im übertragenden Sinne die zweite Bestellrunde der Personen A und B, die auch im weiteren Verlauf des Werks weder namentlich benannt, noch beschrieben werden, dar. Auf den Kellner wir ebenso wenig eingegangen wie auf die beiden Personen A und B. Dies läst darauf schließen, dass der Verfasser des Textes ein Szenario schaffen wollte, in das sich jeder leser hineinversetzen kann.
In Vers 5 wird direkt das Wort an den Kellner gerichtet („Und dazu...“), um die Bestellung zu komplettieren. Person A übernimmt die Oberhand und will Person B – der an einer bisher nicht deutlich erkennbaren Schinkenallergie leidet in die Petrouille zwingen.
„Ein belegtes Brot mit Schinken – Schinken!“ (Vers 6)
Auch hier lassen die Hosen uns gewollt einen Spielraum für unsere kranken Gehirngänge. Könnte es sich mit der doppelten Verwendung des Nomens „Schinken“ doch um eine Unsicherheit des Bestellenden handeln. Erinnert er sich gerade eben an die schönen Stunden mit Person B und wird nachdenklich auf Grund seiner Bestellung? Oder soll die doppelte Verwendung viel mehr den viel zu hohen Testosteronwert widerspiegeln? Die Wichtigkeit der Bestellung (Wer würde denn schon Möwenschiss ohne etwas Brot hinunterbekommen?) wird durch den Autor durch die Alliteration „belegtes Brot“ in den Versen 6 und 7 deutlich hervorgehoben.
„Ein belegtes Brot mit Ei – Ei!“ (Vers 7)
Person B nimmt diese überzogene Bestellung anscheinend etwas persönlich und bestellt daraufhin ein belegtes Brot mit
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KGYvsctQ2RA&hl=de&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/KGYvsctQ2RA&hl=de&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object> .
Der Testosteronwert scheint demzufolge anscheinend doch nicht so hoch zu sein.
„Das sind zwei belegte Brote,“ (Vers 8)
Der Kellner fasst die Bestellung nochmals kurz zusammen; immer in Verwendung seiner unsichtbaren Schreibmaschine.
„eins mit Schinken und eins mit Ei.“ (vers 9)
Nun sind wir am Ende unseres Textes angelangt und - wie es sich für eine anständige Analyse gehört -, sollte der Schlusssatz das oben-verzapfte sinnvoll und anständig zusammenfassen. Da es jedoch spätestens beim "sinnvollen" scheitert, erübrigt sich dies. Außerdem haben die Hosen selbst das Gedicht anscheinend nicht verstanden - kommt ihr Video doch voll und ganz ohne gekühlten Möwenschiss aus.
Team Kiwigrün - Nevermind
Gliederung
A) Die heutige Situation der Pop-Musik
B) Analyse des Liedtextes von „Du bist so Porno“
I) Inhalt
II) Form
III) Sprachliche Mittel
C) Die Zukunft der qualitativ hochwertigen Pop-Musik
Analyse des Songtextes "Du bist so Porno" von Alex Christensen
Pop-Musik heutzutage ist oberflächlich. Nur 08/15 Gesülze. Ist doch alles derselbe Mist. Dies und Ähnliches hört man, wenn man Menschen heutzutage nach ihrer Meinung zu Pop-Musik befragt. Lady Gaga, Britney Spears und viele Andere haben mit oberflächlichen Texten und den stets selben Rhytmen dafür gesorgt, dass unter gebildeteren Schichten Pop-Musik immer mehr außer Mode kommt, gar verpönt wir. Nur noch sehr wenige Vertreter der Zunft legen bei ihren Texten Wert auf auf Gefühl. Auf Sinn. Auf eine Botschaft hinter dem Text. Einer dieser Vorzeige-Musiker ist Alex Jörg Christensen, bekannt als „Alex C.“ Die Genialität dieses Interpreten wird im Folgenden beleuchtet, mit dem Beispiel „Du bist so Porno“, das zweifellos die Krone seiner Schöpfungen darstellt.
Oberflächlich und stark vereinfach könnte man „Du bist so Porno“ durchaus als Liebeslied voller Leidenschaft bezeichnen. Jedoch ohne die Banalität der Söhne Mannheims („Die Sehnsucht, Die Sehnsucht, wie ein Blinder der das Seh´n sucht“) und die Oberflächlichkeit von Britney Spears (F.U.C.K me).
Mit einem sehr direkten Einstieg beschreibt Alex C. am Anfang seine Gefühle. Er ist nicht „verliebt“ oder „hin und weg“ . Stattdessen schildert er seinen Zustand als „hypnotisiert“, und zwar von ihrem „hungrigen Körper“. Liebeshungrig? Hungrig nach körperlicher Liebe? Bewusst lässt der Autor den Leser mit dieser Frage allein, um nochmals seinen eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Es folgt der Refrain. Hier stellt Alex C. sehr exponiert und mit Nachdruck die Hauptnachricht seines Werkes dar –„oh, oh, oh, du bist so Porno!“
In der zweiten Strophe wird nochmals die ewige Liebe, um danach seinen ekstatischen Zustand mit einem Drogenrausch zu vergleichen. Dem sehr bodenständigen und an die Prinzipien der bürgerlichen Ehe erinnernden „Ich will in deinen Armen sterben“ folgt sofort „denn du machst mich so high.“ Auf einzigartige Weise schafft es Christensen so nicht nur, verschiedene Generationen anzusprechen und zu verbinden, sondern auch dem Umfang seiner Liebe Ausdruck zu verleihen, die in einerseits im Moment in einen Rauschzustand bringt aber eben auch langfristig begründet ist.
Es folgt erneut die Hookline. Ein Satz, der in seiner Einfachheit genial ist. Eingängig. Nachdenklich machend. Ein Satz, der wohl noch in dutzenden Jahren rezitiert wird und wohl schon in naher Zukunft einen Platz in der Reihe der ganz großen geflügelten Worte einnimmt:
„Sein oder nicht sein?“; „Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein“; „oh, oh, oh, du bist so Porno, oh, oh, oh.“
Das Lied in seiner Form ist zwar an pop-typische Standards gebunden, dennoch hebt sich Christensens Werk von der normalen Form ab. Somit schafft er es auch hier, seine einzigartige Individualität einzubringen. Der Beginn „oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh“ macht Spaß. Der Leser ist verwirrt und neugierig zugleich. Was folgt? „Ah ah ah“? Stattdessen wird der Hörer vom direkten Einstieg in die erste Strophe geradezu überfallen. Auf den obligatorischen Refrain, dessen Genialität bereits beleuchtet wurde, folgt die 2. Strophe, und erneut der Refrain. Jedoch variiert Alex C., nein, er spielt gar mit dem Text. Wird im ersten Refrain das Wort „Porno“ mehrfach am Stück wiederholt, steht im zweiten Refrain der Ausdruck „Du bist so“ im Vordergrund. Hier will der Interpret offenbar subtil darstellen, dass es ihm nicht primär um die eigenen Gefühle, sondern um die angebetete Dame geht.
Das Werk endet mit dem Ausdruck „lichterloh“, was den Leser mit gemischten Gefühlen hinterlässt. Der Ausdruck an sich bringt dem Hörer zwar ein behagliches Gefühl, die Frage ob der Ich-Erzähler jedoch mit der Dame eine glückliche, gemeinsame Zukunft verbringt, wird wohl erst in der Fortsetzung ersichtlich.
Alex C. spielt jedoch nicht nur mit der Form, auch einige stilistische Mittel tragen ihren Teil zum Gesamtbild bei. Schon zu Beginn wird das Wort „oh“ oft wiederholt. Mit dieser Lautmalerei schafft Christensen ein unglaublich intensives Hör-Klima. Sofort danach bringt er die Personifikation des hungrigen Körpers, was für absolute Leidenschaft und die Hitze des Geschehens symptomatisch ist.
Mit der Antithese „mir wird kalt und heiß“ schafft es der Autor mit sehr wenigen Worten und dennoch höchstintensiv seine gemischte Gefühlswelt darzustellen. Das lichterlohe Brennen, das mehrmals erwähnt wird, vollbringt denselben Zweck. „Du bist der geilste Scheiß“ rundet das Bild vom verwirrten, extrem verliebten aber kaum Worte findenden Ich-Erzähler ab.
Diese vulgäre Sprache hat jedoch auch noch einen zweiten Zweck. Christensen kann nicht davon ausgehen, dass Otto Normalhörer der Botschaft seines Textes folgen kann. So sorgt sie vor Allem dafür, dass auch weniger gebildete Menschen aus verarmten Gegenden wie Henningsdorf, Neu-Ulm, Willich und Medebach dem Gesagten folgen und sich damit identifizieren können.
Der Vergleich mit dem Drogenrausch, in dem Metaphern eingeschlossen sind, soll darstellen wie sehr Liebe auf positive Weise die Sinne vernebeln kann. „Trägst mich bis zu den Sternen“. Wer fühlt sich beim Hören dieser Worte nicht geborgen? „Küss mich KO“ wird daraufhin gefordert, Alex C. geht über vor Liebe, vor Wonne, vor Gefühlschaos, mit einem Kuss ausgeknockt zu werden verbindet das Gute mit dem Schlechten, zum wiederholten Male stellt Alex C. somit die Diversität der Liebe an sich dar.
Ähnliche Geniestreiche sind bei anderen Vertretern der heutigen Zeit Mangelware. Deswegen sollte man so brillante und tiefgründige Interpreten wie Alex C. unterstützen. Leider sind sie eine aussterbende Art. Jeder, der etwas für Musik übrig hat und nicht will, dass Pop-Musik weiter den Bach runter geht, sollte Künstler wie ihn unterstützen. Seine CDs kaufen, spenden, Werbung machen. Sonst bleiben „Du hast den geilsten Arsch der Welt“, „Liebe zu Dritt“ und „Du bist so Porno“ die letzten Werke eines der letzten Genies unserer Zeit. Deutschland gilt seit jeher als Land der Dichter und Denker. Alex C. ist einer der letzten, der die Fahne hochhält. Sie ist schwarz-rot-geil.
Team Blaubeerblau - Thrasher
Gegenstand dieser Untersuchung ist das Lied "Jan Pillemann Otze Arsch" von Mickie Krause. Ziel soll sein, zu erörtern in welchem Maße in der Populärkultur des Spätkapitalismus Möglichkeiten der Subversion, ja der Rebellion bestehen. Ausgegangen wird zunächst hier von der Prämisse Horkheimers und Adornos aus der "Dialektik der Aufklärung" dass „Kultur heute ... alles mit Ähnlichkeit“ schlage, dass jedwede Rebellion zur Pose verkommt. Und auch an dieser Stelle setzt Mickie Krause (pseud.) an. Dessen Lied Jan Pillemann Otze reflektiert gleichsam die These der Kritischen Theorie, um sie doch zu wiederlegen.
Musikalisch scheint das Lied genau das wiederzuspiegeln, was Horkheimer und Adorno unter „Amusement ist die Verlängerung der Arbeit unterm Spätkapitalismus" subsummieren. Lohnarbeit und Zerstreuung ähneln sich immer mehr, nähern sich einander an. Der treibende elektische 4/4-Schlag, die einfache Melodie, dass alles ist formal schon so sehr die Melodie der Industriearbeit, die der Arbeiter ohnehin während der Verausgabung seiner Arbeitskraft hört, dass hier die Freizeitgestaltung eine Fortsetzung eben dieser Lohnarbeit ist, und den Arbeiter fortwährend an seine Rolle gemahnt. Krause aber spitzt diese Ähnlichkeit derart zu, dass man sagen könnte, Krause schlägt die Ähnlichkeit mit der Ähnlichkeit. Im Beat, wie auch in der Melodie.
Diese ist entlehnt aus dem Trinklied "Was wollen wir trinken", der niederländischen Protestlied-Gruppe "Die Bots". Auch hier soll das altbekannte dem Hörer den Konsum scheinbar leicht machen. In Wirklichkeit gelingt es Krause hier durch die Verwendung einer der abgedroschendsten Melodien unserer Zeit ein verstörendes Element hereinzubringen. Das tausendmal gehörte wird plötzlich sperrig, gemahnt, innezuhalten und sich dem Inhalt zu widmen.
Text:
"Dieses Lied habe ich für einen Freund von mir entwickeln lassen, der einen sehr lustigen Namen hatte, aber darüber sehr traurig war und dieser Name lautetete..."
"Entwickeln lassen". Hier legt Krause schonungslos die Mechanismen des "Kultur"schaffens offen. Nicht mehr der Künstler als frei bestimmtes Individuum ist schöpferisch tätig, nein, anonyme Auftragsarbeit bestimmt die Musikindustrie.
(Refrain)
Jan Pillemann Otze, Pillemann Otze Arsch,
Jan Pillemann Otze, Otze Arsch.
Jan Pillemann Otze, Pillemann Otze Arsch,
Jan Pillemann Otze, Otze Arsch.
Er konnte feiern ohne Schlaf.
"Er konnte feiern ohne Schlaf."
Auch hier offenbart sich wieder die Nähe zwischen Adorno und Krause. Die Regeneration, die Muße, das Ausbrechen, das Schöpferische kommt unter die immer weiter rollenden Räder von Lohnarbeit und "feiern", jegliche Körperfunktion wird dem kapitalistischen Zwecke untergeordnet und der "Spass" dem unbedingten Leistungsprinzip untergeordnet.
Auch der Name des Protagonisten zeigt Krauses Bewusstsein um die Kritische Theorie. Jan Pillemann Otze Arsch - die Übersexualisierung des Individuums zeitigt das, was Horkheimer und Adorno wiefolgt charakterisieren: „Immerwährend betrügt die Kulturindustrie ihre Konsumenten um das, was sie immerwährend verspricht.“
Und auch "unser" Jan Pillemann Otze Arsch ist ein solcher Konsument. Das feiern ohne Schlaf, die Trinklied-Melodie, der treibende Schlag des Liedes. Das alles durchbricht die Kulturindustrielle Farce von Ballermann und Malle, von Flatratesuff und Oberbayern - Jan Pillemann Otze bricht da aus dem System aus, wo man es am wenigsten erwartet, in der höchsten Kathedrale der Affirmation des Bestehenden, der Dorfdisco.
Und bis nicht jedes Lied so nach Freiheit, nach Revolution und Subversion schreit, wie Jan Pillemann Otze Arsch gilt weiterhin Adornos Diktum aus der Dialektik der Aufklärung: "'Fun' ist ein Stahlbad".
Literatur:
Horkheimer, Max; Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Frankfurt a.M: Fischer Verlag 16. Auflage 2006.
www.mickie-krause.de
Team Tomatenrot - Team
Wurde von uns - unglaublich gewifften Kerlen - miteinander verbunden. Sämtliche Sporarten der Sofalympics werden auf der Homepage auch im einzelnen erklärt.
http://img525.imageshack.us/img525/4395/logoneumittel.png (http://www.sofalympics2010.de.vu)
(anklicken für die HP und so)
Team Kiwigrün - hybi
http://i22.photobucket.com/albums/b307/hybi1/da23.jpg
Die Statuten
1. Gewährleistet sein müssen: Konsole, Fernseher, Sportspiel, abgedunkeltes Zimmer.
2. Das Spielfeld muss der Form eines Sofas oder eines sofaähnlichen Gebildes entsprechen.
Unerlaubt ist das Extreme Sofacoaching auf Betten, im Stand oder auf dem Boden auszuüben,
da die Verletzungsgefahr nun mal extreme hoch ist!
Zur eigenen Sicherheit sollten die ESC-Schutzbrille und der ESC-Sicherheitshelm beim Betreiben des Extreme Sofacoaching getragen werden.
http://i22.photobucket.com/albums/b307/hybi1/rtrtnnt-1.jpg
3. Gespielt wird immer unendlichxunendlich.
4. Es darf entweder im Solomodus, aber auch im Rudelmodus gespielt werden. Wenn man im
keine-Freunde-Modus ist, ist das Klonen der eigenen Person ebenfalls zulässig.
http://i22.photobucket.com/albums/b307/hybi1/tfztz9i.jpg
5. Die Spielbekleidung muss aus Muskelshirt am Oberkörper, sowie aus Jogginghose am Unterleib
bestehen. Feinere Bekleidung ist irritierend und führt zur Disqualifikation.
http://i22.photobucket.com/albums/b307/hybi1/dfvf.jpg
http://i22.photobucket.com/albums/b307/hybi1/566nnt-1.jpg
6. Auf Körperpflege sollte verzichtet werden um dem Spiel durch den ranzigen Schweißgeruch die
nötige Authentizität zu verleihen.
7. Weibliche Personen werden auf dem Spielfeld nicht geduldet. Diese sind lediglich zu Massage-
und Regenerationsbehandlungen in den Pausen zugelassen.
8. Zur Erfrischung schreibt der ESCB die Einnahme von Bier vor, ganz viel davon. Verboten ist es
sich vom Spielfeld zu entfernen, daher muss die Erfrischung von weiblichen Personen zum Spielfeld
befördert werden.
9. Zwischenzeitliches Bepöbeln des Fernsehgerätes ist von Vorteil, auch wenn dich niemand hört
und man gerade dabei ist einen leblosen Gegenstand anzuschreien.
http://i22.photobucket.com/albums/b307/hybi1/da4341.jpg
10. Schlaf ist überbewertet.
Team Blaubeerblau - bob
DER neue Trendsport aus den USA!
http://www.strikers.de/wwy/img/wwy.gif
http://www.hjo3.net/orly/gal2/orly_luigi.jpg
Wolltet ihr schon immer potenzielle Kindergartenattentäter, Hochschulselbstmordmolotovcocktailer oder radikale Islamisten mit zu viel im Tank an ihren Untaten hindern? Ein Held der Gerechtigkeit in engen Unterhosen sein? Die heiße Sekretärin in eurer Tarnfirma flachlegen? Fox beim Ausziehen helfen? Aliens eine Analsonde verpassen? Angela Merkel...All das und viel mehr ist beim Paintcoursdeathmatch (kurz PCDM) zwar nicht möglich, mit viel Fantasie allerdings gut vorstellbar. Diese hippe und hochmoderne Sportart kommt frisch aus den Staaten, über Umwege durch China, die Mongolei und dem allseits verhassten Frankreich, und bietet jedem Fan von Gewalt, unnützer Akrobatik und sozialer Inkontinenz genau das, was er sich erhofft: Saltos, Farben und HASS!
Entwickelt vom Militär um die nächste Generation grenzdebiler Supersoldaten auszubilden gelang das Grundkonzept über ein Sicherheitsleck im Internetz in die Hände kiffender Surfjunkies und wurde zu dem gemacht, was es heute ist: Ein aufkommendes Massenphänomen mit einem großen, potenziellen Ausrüstermarkt und zukünftigen Olympiaaussichten.
Aber genug Pillawa, worum geht es bei dieser Sportart nun?
Einfache Grundprinzipien verbunden mit komplexen Möglichkeiten in der vertiefenden Theorie, nach dem Motto “einfach zu lernen, schwer zu meistern“. Grundsätzlich gibt es zwei Spielarten: Die Mission mit angegebenen Ziel, die auch rollenspielähnliche Elemente beinhaltet und das Deathmatch, welches ursprünglich eher als Trainingseinheit gedacht, sich mittlerweile aber großer Beliebtheit erfreut.
Bei der Mission werden mehrere Teams mit dem Auftrag eine Zielperson zu erledigen auf den Weg geschickt. Ziel ist es dabei möglichst direkt und schnell zu agieren. Wer also bei einem Lauf quer durch die Stadt den kürzesten Weg in der schnellstmöglichen Zeit zurücklegt bekommt auch als erster die Möglichkeit, sein Ziel auszuschalten. Ob nun Saltos von Dach zu Dach, kopfvorraus durch Zaunlöcher oder auf Baustellen von Stahlträger zu Stahlträger, alles ist erlaubt. Punkte für Kreativität und Schönheit gibt es dabei nicht, das ist kein Ballett sondern knallharter Männersport ihr Mädchen! Seine gegnerischen Mitspieler zu eliminieren ist erlaubt, wenn auch erst 5 Minuten nach Beginn, damit sich nicht alle am Startpunkt bereits vernichten. Geschossen wird mit Paintballpistolen und knalligen Neonfarben. Die Standardkleidung ist weiß und bedeckt den gesamten Körper, um Einschüsse leichter feststellen zu können.
http://bossip.files.wordpress.com/2009/07/kkk-robe-l.jpg
Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichtern. Einer pro Team, dazu einer in einem Hubschrauber und 2 in der Nähe der Zielperson, sogenannte Scharfrichter.
Im klassischen Deathmatch geht es da schon härter zur Sache. Zuerst einigen sich die rivalisierenden Teams auf eine Lokalität, bevorzugt Schulen, Banken und Bordelle, legen Teamstützpunkte fest und die Anzahl an Leben, die jeder Teilnehmer besitzt. Danach geht es auch schon ohne große Überlegungen los. Jeder gegen Jeden, oder Team gegen Team, ein knallerhater Kampf ums Überleben quer durch belebte Örtlichkeiten. Zivilisten zu erschießen bringt diverse Strafen mit sich. Von Munitionskürzungen, über Augenbinden bis hin zum Kriegstribunal in dem dicke Bürokaufmänner in schwarzen Latex auf einen warten. Zivile Personen als Geiseln zu nehmen ist hingegen erlaubt und auch in vielen Taktikratgebern großer PCDM-Feldherren zu finden. Sieger ist logischerweise der letzte Überlebende bzw. dessen Team.
Da es eine relativ neue Sportart ist stehen natürlich noch große Entwicklungen bevor. Ein großer Trend im Missionsbereich ist es, sich drehbuchartige Szenarien auszudenken in denen sich das Ganze abspielt. Terrorbekämpfung, Revolution und Co. halten dann auch mit großen Bannern und Schlachtenrufern Einzug. Leider nehmen das viele Zivilisten noch zu Ernst und es brechen Massenpaniken, verzweifelte Gruppensexorgien und Ladenplünderungen aus.
Auch im Ausrüstungsbereich tut sich einiges. Paintballmaschinengewehre, Bazookas und Granaten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Für den besonderen Kick werden auch schon gelbe und grüne Kapseln mit Gift, braune mit Dünger und rote mit dem Blut der letzten SPD-Politiker versetzt.
Die Möglichkeiten sind unbegrenzt und bieten für alle Alters- und Sozialschichten etwas, weswegen sich PCDM schnell zu einer Sportart des Volkes entwickeln könnte.
Fakten:
Psychologen vermuten eine positive Auswirkung PCDMs auf Jugendliche. Es “animiere die Kinder einzugreifen und mögliche Selbstmordattentäter noch vor ihrem eigenständigen Ableben zu töten“
Sogenanntes Campen ist in der Szene äußerst ungern gesehen. Durch Dosen und Essensverpackungen würde die Umwelt, bzw. das Spielfeld, zu stark verschmutzt. PCDMDeutschlandsprecher Maik Franz dazu: Wir sind sehr umweltfreundlich.
Counterstrikespieler sind durchgehend unerwünscht.
Der Ursprung dieser Trendsportart geht weit in die Geschichte zurück. Die ersten Menschen sollen sich schon mit neonfarbenen Früchten beworfen haben während sie Frau und Kind als Schild benützten.
Bodenturner werden oft zur Ablenkung der gegnerischen Teams eingesetzt.
Historiker behaupten der Vietnamkrieg wäre nur eine missverstandene Asienwerbekampagne der FrühPCDMler gewesen.
Team Tomatenrot - Bloodhound/Derv/Grave Digger/kilu
<object style='width:470px;height:406px;' width='470' height='406'><param name='movie' value='http://www.myvideo.at/movie/6981310'></param><param name='AllowFullscreen' value='true'></param><param name='AllowScriptAccess' value='always'></param><embed src='http://www.myvideo.at/movie/6981310' width='470' height='406' type='application/x-shockwave-flash' allowscriptaccess='always' allowfullscreen='true'></embed></object><br/><a href='http://www.myvideo.at/watch/6981310' title='Tomatenrot - Sofacoaches - MyVideo Österreich'>Tomatenrot - Sofacoaches - MyVideo Österreich</a>
Bzw.: http://www.myvideo.at/watch/6981310
Team Kiwigrün - Buchstabenklauer
Nicht gelöst wegen Krankheit.
Sorry, Jungs, aber ich muss leider passen. Mir gehts immer noch nicht wirklich besser, dabei wollte ich die Woche schon die Hälfte erledigt haben. Außerdem ist mir eingefallen, dass ich nächste Woche neben dem Schreiben der Hausarbeit noch ein Seminar aufarbeiten muss, weil ich dor Anfang Oktober ein Kolloquium darüber halten soll. Tut mir echt Leid, aber seit Sonntag gehts mir mies. Ohne die Erkältung hätte ich alles locker gepackt. :-(
Team Blaubeerblau - Terrier
<object width="853" height="505"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/SiANxzHd-fk&hl=de&fs=1&hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/SiANxzHd-fk&hl=de&fs=1&hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="853" height="505"></embed></object>
Alternativen (falls die Musik bei YT entfernt wird)
Rapidshare-Download (http://rapidshare.com/files/288765015/Where_the_hell_s_my_sofa__coach.rar)
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