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nevermind
06.06.2011, 19:12
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51IvNBqJ5hL._SS500_.jpg
im Original: "Beat the Reaper"
Ein Debütroman - und was für einer :eek:
Dieses Buch dürfte den Geschmack von 80% der User hier treffen. Stellt ihn euch vor als eine Mischung aus Emergency Room, The Sopranos und Pulp Fiction. [...]
Verschlungen! Perfekter Stoff für eine Verfilmung. Würde gerne ihn hier als "Bärentatze" sehen:
http://image.ticcity.de/images/imagepool/i2.photobucket.comColin-Farrell-004.jpg
Die geniale Geschichte würde selbst ich als Regisseur zu einem Erfolg machen. :up:
Hier wurden ja mal Romane von Don Winslow empfohlen (Bouba und Lurchi waren's glaub ich).
Gibt's da einen Roman der sich gut für den Einstieg eignet? Die klingen eigentlich fast alle recht interessant.
Hab mir zunächst 'The Power of the Dog' und 'The Winter of Frankie Machine' rausgeguckt. Gut/Schlecht für den Einstieg? Mit was anderem anfangen und sich dann vorarbeiten?
Also ich habe angefangen mit 'Pacific Private' (Original: The Dawn Patrol), auf welches ich halt einfach durch Stöbern in der Krimiabteilung meiner Buchhandlung gestoßen bin. Dann schon wegen des Autors 'Frankie Machine' geholt und schließlich 'Pacific Paradise' (The Gentlemen's Hour) gelesen, weil es an 'Pacific Private' anschließt. Alles auf Deutsch. Weiter bin ich auch noch gar nicht gekommen, weil ich momentan noch einige andere Bücher auf der Halde habe.
Ich habe nur Tage der Toten gelesen. Das war sehr, sehr gut.
Mal wieder eine Empfehlung aus Japan:
Berserk
http://cdn3.iofferphoto.com/img/item/513/948/96/Berserk1.jpg (http://www.mangaupdates.com/series.html?id=88)
Worum geht's? Guts (auch Gats, Gattsu oder Gutts, je nach Übersetzung) ist auf Rache aus. Gegen so ziemlich Alles und Jeden, darunter ein riesiger Haufen Demonen, alte Freunde und irgendwie auch sich selbst. In den ersten paar Bänden wird man behutsam in die Welt von Berserk eingeführt, sieht wie Guts, größtenteils nur mit Kraft und Intuition, mehrere Hundert Demonen, Soldaten und ein paar andere Dinge die ihm im Weg stehen zu Tode hackt und fragt sich dabei: Was zur Hölle macht den Mann derartig wütend?
Die Antwort folgt in einem ausführlichen Flashback der an Intensität, Brutalität und Genialität kaum zu überbieten ist. Ich will nicht großartig spoilern, das muss man selbst gelesen haben, aber Guts hat wirklich mehr als nur ein paar Gründe der boshafte Antiheld zu sein, der er nunmal ist.
Ich persönlich bin auch erst bei Band 17 (von derzeit 34 veröffentlichten) und war anfangs etwas skeptisch, da die ganze Geschichte sehr viel von einem sinnlosen Blutbad hatte. Aber spätestens ab dem 3. Band erkennt man ziemlich schnell, dass die Geschichte größtenteils von den Emotionen des Hauptcharakters getragen wird und zweigeteilte Leichen im Überfluss wirklich nur Kleinigkeiten sind, wenn man sie mit den psychischen Wunden eines Guts vergleicht. Dieser bleibt trotz allem ein sympathischer Charakter, kein Held ohne Fehler, sondern ein Mensch der seit Geburt extreme Situation zum Alltag hat und alles tut um nur irgendwie zu überleben. Dass er dabei in politische Intrigen, dem Kampf mit Demonen und der Suche nach Gott verwickelt wird scheint bei all dem garnicht so weit hergeholt wie in anderen Geschichten.
Aber Vorsicht, hier gilt es weit mehr als nur Gewalt und Sex (oder auch beides gleichzeitig) in graphischer Form zu ertragen. Zerstückelte Soldatenleichen im Überfluss sind ja eine Sache, eine ganzer Haufen brennender Kinderleichen und aufgespießter Frauentorsi wohl nochmal eine Stufe drüber. Auch Vergewaltigungen wirken in einer Welt voller Demonen noch etwas brutaler und vorallem bizarrer. Und selbst wenn man die ersten 12 Bände ohne Zucken übersteht, Band 13 sollte jedem ein Gefühl von Übelkeit und Unwohlsein bescheren.
So mal eine kuriose Geschichte von meinem heutigen Tag.
Ich hab mir im Januar 2010 die Ärzte Biographie "Eine überdimensionales Meerschweinchen frisst die Erde auf" zugelegt für immerhin stolze 50 €.
Wollte das Buch damals aber einfach endlich mal haben da ich bisher nur gutes gehört hatte.
Als es dann geliefert wurde, wurde mal drin rum geblättert. Danach wanderte es aber erstmal in das Regal.
Dort musste es bis zum heutigen Tage ein wenig beachtetes Dasein fristen. Heute hab ich es mir endlich mal gegriffen und bisher noch keine Sekunde bereut. Man erfährt soviel über den Werdegang der besten Band der Welt und Ärzte typisch werden auch die Lachmuskeln ordentlich benutzt. Hab jetzt bisher 100 Seiten von circa 500 gelesen und will eigentlich gar nicht richtig aufhören.
Das Buch kommt übrigens nicht im normalen Buchformat sondern in einem großen DINA3 Format daher, Überdimensional eben.
Also jeder der irgendwas mit den Ärzten anfangen kann und das Buch noch nicht besitzt sollte es sich kaufen, auch wenn man es erst 1 1/2 Jahre nach dem eigentlichen Kauf anfängt zu lesen.
Ein Überdimesionales Meerschweinchen frisst die Erde auf
Wer noch etwas für Fantasy übrig hat(fällt bei dem ganzen Einheitsbrei mittlerweile ziemlich schwer), dem sei doch "The Name of the Wind(Kingkiller Chronicles Day 1)" ans Herz gelegt.
Högschd spannend und sprachlich das bisher Beste was ich im Fantasygenre gelesen habe.
Nachdem ich George RR Martins Saga gelesen habe, haben mich nur 2 Fantasyautoren überzeugt: Joe Abercrombie(allerdings nur die Triologie) und eben Patrick Rothfuss.
Kaufen, lesen, lieben.
Link
Achja, in 3 Wochen kommt A Dance with Dragons:wohooo:
Ich wollte ja eigentlich nicht außerhalb des Feeglecoaches-Threads posten, aber hier muss ich kurz nachlegen:
Wie Patrick Rothfuss schreibt, das ist der Traum schlechthin. Dieser Mann schreibt keine Fantasy. Er dichtet, und dabei kommt auch noch eine so tiefgehende und mitreißende Fantasygeschichte heraus, dass das Buch ein Meisterwerk ist.
Dieses Buch muss man auf Englisch lesen, daran gibt es kein Vorbei. Auch wer für Fantasy nichts übrig hat, aber die englische Sprache mag, sollte hier zugreifen.
Derartige klar strukturierte Sätze, ein derartiges Gefühl für Wörter, Sprache, für Metaphern, für den Rhytmus eines Textes habe ich bisher bei kaum einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin gesehen.
M.E. gehört dieses Buch in den Englischunterricht. Besseres, reineres, poetischeres Englisch findet man nicht. Wunderbar, brillant, ein Genuss in jedem Absatz.
Alleine dieser Text...:sabber: Ich werde nie so schreiben können :usad:
My name is Kvothe, pronounced nearly the same as "quothe." Names are important as they tell you a great deal about a person. I've had more names than anyone has a right to. The Adem call me Maedre. Which, depending on how it's spoken, can mean The Flame, The Thunder, or The Broken Tree.
"The Flame" is obvious if you've ever seen me. I have red hair, bright. If I had been born a couple of hundred years ago I would probably have been burned as a demon. I keep it short but it's unruly. When left to its own devices, it sticks up and makes me look as if I have been set afire.
"The Thunder" I attribute to a strong baritone and a great deal of stage training at an early age.
I've never thought of "The Broken Tree" as very significant. Although in retrospect, I suppose it could be considered at least partially prophetic.
My first mentor called me E'lir because I was clever and I knew it. My first real lover called me Dulator because she liked the sound of it. I have been called Shadicar, Lightfinger, and Six-String. I have been called Kvothe the Bloodless, Kvothe the Arcane, and Kvothe Kingkiller. I have earned those names. Bought and paid for them.
But I was brought up as Kvothe. My father once told me it meant "to know."
I have, of course, been called many other things. Most of them uncouth, although very few were unearned.
I have stolen princesses back from sleeping barrow kings. I burned down the town of Trebon. I have spent the night with Felurian and left with both my sanity and my life. I was expelled from the University at a younger age than most people are allowed in. I tread paths by moonlight that others fear to speak of during day. I have talked to Gods, loved women, and written songs that make the minstrels weep.
You may have heard of me.
Gänsehaut. Besser geht es nicht.
Und dazu kommt noch ein Kapitel, dessen Name alleine mich zum Schmunzeln brachte: "Jackass, Jackass" :lol:
http://www.weltderwoerter.de/media/verfilmungen/the_stand.jpg
Stephen King's The Stand
Das Review bezieht sich auf die englische Fassung.
Es gibt Dinge, da ist es mir egal, was andere über mich denken. Aber wenn es um Bücher geht, dann möchte ich gerne als besonders belesen wirken. Das ist sicherlich albern, aber manchmal ist Stolz eine besondere Schwäche.
Welche Namen werfe ich dann in die Runde? Terry Pratchett, natürlich. Mitch Albom, klar. George R. R. Martin, wenn Fantasy akzeptabel ist. Tolkien, Schlink, Junot Diaz (großer Schriftsteller!) - das sind Namen, mit denen man punkten kann.
Aber Stephen King?
Stephen King hat irgendwann seine Salonfähigkeit verloren. Obwohl er einer der größten Autoren aller Zeiten ist, gibt es nach meiner Erfahrung eine Reihe von Menschen, die nur noch zögerlich zugeben, Stephen King zu schätzen. Ich gehöre dazu?
Warum? Warum? Ich weiß es nicht. Es sind die Verfilmungen der Bücher, die so vieles, was er schrieb, so trivial erscheinen lassen. Und er hat auch so viel Triviales geschrieben, das ist gar keine Frage. Bücher wie Cujo, Der Werwolf von Taker Mills, Amok, Menschenjagd, selbst so etwas wie The Green Mile - das ist Trivialliteratur. Aber darin liegt nichts Schlimmes - es sind gute Geschichten. Gute, unterhaltsame Bücher, mehr nicht. Und er hat auch einiges geschrieben, was wirklich nicht gut ist. Sei es "Das Mädchen", sei es "Das Bild", sei es "Das Spiel" oder das wirklich todlangweilige "Schlaflos".
Aber man vergißt so schnell, was Stephen King auch geschrieben hat.
Ich vergesse es nie. Denn ich liebe "Die Dunkle Turm"-Reihe über alles. Roland the Gunslinger ist einfach der größte, komplexeste und beste Charakter, den je ein Schriftsteller erfunden hat.
Vor einigen Wochen habe ich im Hörbuchthread auch zu Stephen Kings "Es" geschrieben. Ein fantastisches Werk.
Wenn ich dann doch mal Stephen King "verteidigen" möchte, dann werfe ich ein, ob der Film "Die Verurteilten" mit Tim Robbins und Morgan Freeman bekannt ist. Jeder kennt diesen Film. Jeder sagt, dass es einer der besten Filme aller Zeiten ist (siehe auch Ranking bei imdb.com).
Dann frage ich, ob sie wissen, wer die Geschichte schrieb. Dies weiß fast keiner.
Es war Stepehn King. Diese grandiose Geschichte über tiefste Menschlichkeit, Freundschaft, Liebe und Hoffnung stammt von niemand anderen als dem Trivialautor Stephen King.
Aber nachdem ich "Es" beendete, habe ich das parallel angefangene weitere Meisterwerk von Stephen King mit verschärftem Tempo angegangen. Ich habe es schon einmal gelesen, als ich 13, 14 war. Schon damals liebte ich das Buch. Jetzt der Reread auf Englisch.
Stephen King's The Stand.
Über 2000 Seiten. Ein endlos langes Buch.
Und ein zeitloses Meisterwerk.
Es ist ein Buch über Menschen. Über das, was uns Menschen im tiefsten Inneren ausmacht.
Und es ist eine Geschichte über den Glauben. An Gott. An einen Gott. An die Frage, ob es einen Gott gibt. Oder nur das Gute und Böse im Menschen.
Das Buch kann man in drei Teile einteilen, die ich kurz beschreiben möchte:
- Captain Trips: Ein Army-Experiment geht schief. In letzter Sekunde, bevor die Basis für immer versiegelt wird, flieht ein Mann aus der Basis. Er nimmt seine Familie und fährt los.
Und damit läutet er das Ende der bekannten Welt ein.
Denn in ihm trägt er bereits die "Supergrippe", die bald unter dem Namen Captain Trips das ganze Land erfasst.
Er steckt seine Familie an. Sie sterben.
Er steckt die Männer an, die ihn finden. Sie stecken ihre Familie an. Diese stecken ihre Fruende an. Diese ihre Familien. Diese ihre Freunde.
Sie sterben.
Der erste Teil befasst sich damit, wie einige Menschen den Ausbruch der Supergrippe erleben - wir erfahren, was für Menschen sie vor dem Ausbruch sind und wie sie handeln während des Ausbruchs. Larry Underwood, ein Musiker, der gerade einen Hit schrieb. Stuart Redman, ein einfacher Arbeiter, der zu den Männern gehört, die den o.g. Mann finden. Nick Andros, ein Taubstummer. Frannie Goldsmith, eine junge Studentin, die schwanger wird als die Supergrippe ausbricht.
Langsam greift die Supergrippe um sich. Alles macht die Regierung, um ihr Bekanntwerden zu verhindern. Aber die Menschen sterben. Langsam, aber stetig. Überall.
Dieser Teil des Buches ist so dicht und spannend geschrieben, dass man nachts aufbleibt, um zu lesen, wie es passiert. Es ist so realistisch geschrieben, so ohne Pathos, so menschlich, dass es auch heute noch genauso, genauso passieren könnte. Erschreckend in Tagen von EHEC oder der Schweinegrippe.
Der Teil handelt davon, wie Menschen auch in dieser Krise durchdrehen. Wie sie kämpfen. Wie sie töten im Angesichts des Todes. Wie sie versagen.
Zweiter Teil: Die Träume
Fran, Stu, Larry, Nick - so viele sterben. Sie leben. Ein verschwindend kleiner Teil der Menschen ist immun gegen die Supergrippe. Während hunderte von Millionen sterben, können die anderen gar nicht verstehen, was um sie herum passiert. Denn sie leben einfach weiter.
Und sie beginnen zu träumen.
Von Mother Abigal. Mother Abigal ist 108 Jahre alt. Sie lebt irgendwo zwischen den Kornfeldern, und backt noch ihren Kuchen selbst. Mother Abigail lädt sie ein, zu ihnen zu kommen.
Und Randall Flag. Der dunkle Mann. The Walking Dude. Er lädt sie ein, nach Las Vegas zu kommen.
Und so beginnt die Reise quer durch die USA für alle. Die einen sammeln sich um Randall Flag, denn er verkörpert eine Hoffnung für sie, die sie vorher nicht kannt. Sie waren Verlierer am Rande der Gesellschaft, Kleinkriminelle, Menschen mit Hass und Wut. Randall Flagg verspricht, aus ihnen etwas zu machen. Sie kommen zu ihm. Nach Las Vegas. Dort, wo der Dunkle Mann auf ise wartet, immerzu lächelnd und siegessicher.
Frannie, Stu, Larry - sie dagegen brechen auf, um Mother Abigail zu suchen. Sie finden einander. Sie finden Freundschaft, Liebe, Hoffnung. Sie finden...nun, lest selbst.
Dieser Teil des Buches geht auch um einfache Fragen: Kämen wir ohne Strom zu Recht? Kämen wir zu Recht, wenn es niemanden gibt, der noch Brot backt? Kein Kühlschrank, kein elektrisches Licht - nichts von dem Leben, was wir vorher kannten...? Und wie verhalten wir uns danach? Sammeln wir uns? Was tun wir? Wer werden wir?
Teil 3: Das letzte Gefecht
Es ist allen klar - die Zukunft kann nur Randall Flagg oder den Menschen um Mother Abigail gehören. Beide Gruppen stehen für etwas. Für etwas, was sich nicht miteinander vereinbaren läßt.
Randall Flagg rüstet für den Krieg. Und es gibt eine Menge, Menge Waffen, die jetzt unbenutzt herumliegen...
Und Mother Abigail? Sie sagt, dass Gott mit ihr spricht. Gott ist egal, ob Menschen wie Larry, Stu oder Frannie an ihn glauben.
Denn er glaubt an sie.
Und Gott schickt vier Männer auf ihre letzte, die endgültige Reise gen Westen. Nach Las Vegas. Zu Randall Flagg.
Zum letzten Gefecht der Menschheit. Zu dem letzten Gefecht zwischen Gut und Böse.
The Stand.
Ein Meisterwerk.
ALTTTTTTTTEEEEEEEEEEERRRRRRRRRRRRR
Artikel von
Amazon.de (verkauft durch Amazon EU S.a.r.L.):
1 A Dance with Dragons (Song... EUR 14,95 1 EUR 14,95
Versendet mit DHL Paket (Lieferung voraussichtlich: Juni 29, 2011).
:eek:
Ich geh kaputt.
Ich bin kaputt.
Ich ziehe mich aus.
Wie geil.
Äh WHAT?:eek::eek::eek::eek:
Edit: EIEIEIE, bei mir auch:eek::eek::eek:
Alter geilomat :5:²²²²
Jon Snow :sabber: Tyrion :sabber:
Dany :sabber: :sabber: :sabber:
Back to Westeros :rocka:
Fuck, ich bin mit meinem re-read mit aSoS noch nicht fertig. Und Kvothe liegt auch noch neben dem Bett.
Ich brauch Urlaub:5:
Ab morgen ist Schlafen optional.
Kvothe bin ich auch noch bei. Egal. Jetzt erstmal Jon.
Ich halte A Dance with Dragons in meinen Händen. Ein unglaublich erhabenes Gefühl - ich würde es so gerne lesen, aber erst muss der Re-Read beendet werden.
Meins ist auch da. Über 1000 Seiten :sabber:
Trotzdem habe ich weiterhin Angst, dass uns George R. R. Martin wegstirbt, bevor er die Serie beendet.
Der ist doch noch gar nicht so alt. Warum sollte er sterben?
Frag mal die Fans von Wheel of Time :marty:
:marty:
:marty: :marty:
Robert Jordan geboren 1948, gestorben 2007. Serie unbeendet.
George R. R. Martin, geboren 1948...
A Dance with Dragons.Da. Hier.bei mir. Alle Amis stinksauer. Ich gluecklich.
Bin dann mal weg.
Achja, Stellungnahme von King George:
People are posting all sorts of off-topic comments on my Miss USA post, below, so I am going to close that one and address the news about Amazon.de here.
Yes, I know, Amazon Germany screwed up big time and started shipping A DANCE WITH DRAGONS before they were supposed to. I am told that about 180 copies got out before they were made aware of their mistake and shut down shipping.
I am not happy about this. My publishers are furious.
If we find out who is responsible, we will mount his head on a spike.
Some other retailers are making noises about releasing their own stocks early, using the Amazon error as a justification. They are not supposed to do this. If you hear of anyone actually selling or shipping copies in advance of the publication date, please inform me ASAP.
I know that the 180 readers who got advance copies are happy about this, but I assure you, my publishers are not. And thousands of other readers are now getting spoiled, most quite inadverently and unwillingly, as they stumble over the spoilers cropping up everywhere on the internet. (Some of the spoilers being posted are false, by the way). Most of those "lucky" 180 are keeping mum, to be sure, but there are always a few jerkwads in any group, and those are the ones who cannot keep their mouths shut.
Hihi, 180.:magath:
If we find out who is responsible, we will mount his head on a spike.
:ulaugh:
Da wäre ich ja mal ganz schön vorsichtig. Macht sich nicht sonderlich gut, wenn der Körper dem Kopf plötzlich fehlt.
Und Lars, hältst du es aus bis nächsten Frühling, oder sind die Bücher schon bestellt?
Hab noch hundert Seiten Abercrombie vor mir, dann noch mittelgroßes/-kleines Buch und dann werd ich wohl schwach werden.
Aber da im Moment auch erstmal Uni-Sachen anstehen, wird es sich wohl noch 1-2 Monate hinziehen.
Alter, ich glaube, ich lese jetzt erstmal das Ende.
Und _dann_ fange ich an in amerikanischen Fantasy-Foren zu posten.
Muahahahah
Aber wie geil, dass wir zu den 180 gehören! :jeffkoch:
Riesig!
Ich sehe grad bei Amazon (-> KLICK (http://www.amazon.de/gp/product/0345529057/ref=s9_simh_co_p14_d0_i2?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=left-1&pf_rd_r=0QP1HFGK9QCJ42PWJ7ZX&pf_rd_t=3201&pf_rd_p=218686047&pf_rd_i=typ01)) gibt es die ersten vier Bücher (englische Fassungen) für lausige 19,95€.
Ich glaub dat gönn ich mir.
Bei mir steht die naechsten Tage auch wieder ein massiver Nachschub an.
James Whitham - What a good do!
The Man in the white Suit
Inside the Mind of the Grand Prix Driver
Und noch eine Empfehlung hier aus dem Forum:
Schneller als der Tod
Das bedeutet: Wird einige entspannte Tage am Strand mit guten Buechern geben :)
Ein bisschen Buchkritik muss auch noch sein.
Ich quaele mich seit Wochen schon mit David Baldaccis "Die Wächter" und kann bislang absolut nichts tolles an dem Buch finden. Es hat 4 verschiedene Handlungsstraenge, die sehr schleppend zueinanderfinden. Die Handlung an sich ist hochkomplex und die Hausaufgaben in Sachen Recherche wirken schlecht gemacht. Viele Details sind nur halbherzig ausgearbeitet und einiges wirkt schlicht unglaubwuerdig. Es werden viel zu viele Klischees genutzt, um die Charaktere zu beschreiben und es gibt viel zu viele "Maschinen" mit uebertriebenen Faehigkeiten. Ausserdem kommt durch die Komplexitaet nicht wirklich Spannung auf. Ein grosser Teil des Buchs besteht nur aus alltaeglichen Geschehnissen und wirkt auf mich vollkommen langweilig.
tl;dr: Zu komplex, schwache Detailarbeit, wenig Spannung.
Zum Glueck wars ein Geschenk, sonst wuerd ich mich ueber das rausgeschmissene Geld tierisch aergern. Absolut keine Kaufempfehlung. :schlecht:
A Dance with Dragons beendet..
George RR. Martin ist ein kranker, grausamer Mistkerl.
"Pain washed over him.Stick them with the Pointy end. When the third dagger took him between the shoulders blades, he gave a grunt an fell face-first into the snow. He never fehlt the fourth knife. Only the cold..."
Alter. Schon wieder so ein "Red Wedding" Erlebnis. M.E. ist "er" hier gestorben.Aber wer aufmerksam gelesen hat, wird mit den Prophezeiungen von Melissandre etwas anfangen können.
Insgesamt zwar stärker als "A Feast for Crows", an die 1. 3 Bücher kommts allerdings nicht ran.
Bin trotzdem zufrieden.
Eigentlich kann ich das Buch gar nicht mehr weiterlesen, weil es mich endgültig für Frauen verdorben hat. Ich werde nur noch eine Frau lieben können, die wie Asha Greyjoy ist.
"I'll die like I lived. With an axe in my hand and a laughter on my lips."
:sabber:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51S4QWZ3W5L._SL500_AA300_.jpg
Drachenläufer von Khaled Hosseini
Das Vorgängerbuch von „Tausend strahlende Sonnen“, zu dem ich hier bereits ein Review schrieb, entführt uns durch mehre Zeitstränge in das Afghanistan der 70er/80er-Jahre, die USA und das Afghanistan der Taliban.
Es ist einfacher zugänglich als „Tausend strahlende Sonnen“; während im letzteren Buch das Leben der Frauen in Afghanistan im Vordergrund stand, geht es hier eher um eine Geschichte von Schuld und Vergebung vor dem Hintergrund der Kultur und Geschichte Afghanistans.
Das aus der „Ich“-Perspektive geschriebene Buch erzählt die Lebensgeschichte von Amir. Der erste Teil des Buches spielt in der Kindheit von Amir in Afghanistan. Er ist der Sohn eines wohlhabenden Paschtunen und lebt das Leben eines wohlhabenden Jungen. Glück findet er aber nur wenig in seinen Eltern: Seine Mutter ist verstorben, sein Vater zwar freigiebig, aber wenig liebevoll und oftmals durch Enttäuschung gegenüber dem Jungen geprägt, der sich für Sport nicht zu begeistern vermag, sondern sich lieber in Geschichten vertieft. Der beste Freund von Amir ist Hassen, der Sohn des Hausdieners, ein armer Junge, der ob seiner Herkunft oft gehänselt wird, aber Amirs bester und vor allem treuester Freund ist. Amir weiß, dass Hassan alles für Amir tun würde, und das nutzt er leidlich oft aus. Gleichwohl ist die Freundschaft der beiden Junge tiefgehend und von Liebe zueinander geprägt.
Bis zu dem Tag, an dem ein Drachenlauf stattfindet. Bei diesem Drachenkampf der Kinder eines Viertels untereinander zerschneiden die Drachen gegenseitig ihre Schnüre, bis nur noch ein Drachen übrig bleibt. Amir gewinnt; und die abgestürzten Drachen werden von den Drachenläufern erlaufen als Trophäen. Hassen rennt los, um Amir den letzten besiegten Drachen zu holen. Amir folgt bald, und findet Hassan in der Gewalt des Stadtschlägers, den Drachen in der Hand. Amir hilft Hassan nicht – und an Hassan wird ein furchtbares Verbrechen begangen.
Amir zerbricht ob seiner Schuld über die fehlende Hilfe ebenso wie seine Freundschaft an der Tat, und in seiner Verzweiflung begeht Amir eine noch furchtbarere Tat, die zu Hassans Weggang führt. Bald flüchten Amir und sein Vater wegen der Taliban in die USA – die Schuld trägt Amir mit sich.
Dieser Teil der Geschichte ist spannend, einfühlsam und in jeder Hinsicht unterhaltsam geschrieben. Es ist die Geschichte einer Kindheit ebenso wie die Geschichte eines Afghanistans, welches wir nicht kennen.
Hier beginnt der zweite, losgelöste Teil der Geschichte. Er behandelt das Leben der Exil-Afghanen in den USA. Wie sein Vater, einst wohlhabend, sich hochkämpft. Wie sie wieder mit anderen Afghanen in Kontakt kommen. Wie die Afghanen ihre Kultur in den USA krampfhaft weiter durchsetzen, in einer Art und Weise, die nicht bedrückt, sondern einen eher zum Schmunzeln bringt. Wie Amirs Vater die Liebe für seinen Sohn entdeckt und Amir versteht, was für ein großer Mann sein Vater ist. Und wie Amir sich verliebt, und sein Vater eine letzte große Tat für ihn verbringt...
Dieser Teil der Geschichte gefällt mir aus persönlichen Gründen am besten. Ich war lange Zeit mit einer Amerikanerin zusammen, deren Familie aus dem Libanon stammt. Die Art und Weise, wie die Kultur eines weit entfernten Landes aufrecht erhalten wird in einer amerikanischen Subkultur, und wie sich ein Vater aufopfert für seine Familie – all dies habe ich gesehen. Es ist für mich aus persönlichen Gründen ein ganz besonders berührender Teil der Geschichte.
Dann holt Amir die Vergangenheit ein. Ein alter Freund seines Vaters meldet sich aus Pakistan und bittet um Hilfe – für Hassan. Amir reist nach Pakistan, getrieben von der Schuld. Dort erfährt er eine grausame Wahrheit über Hassen und sich – und er erfährt von Hassans Sohn, den er, nur er, jetzt retten kann. Er reist nach Afghanistan, und sieht sich schon bald mit der Brutalität und Menschenverachtung der Taliban konfrontiert...
Ein wunderbares Buch, zu Recht als Meisterwerk bezeichnet, wobei mir „Tausend strahlende Sonnen“ mindestens genauso gut gefällt. Ein Buch über Freundschaft und Liebe – keine Abrechnung mit Afghanistan und den Taliban, sondern auch und immer ein Plädoyer dafür, ein Land und ein Volk zu verstehen, welches so viel gutes in sich trägt und sich doch das Leben selbst schwer macht. Dieses Buch gehört m.E. zu den Büchern, welches man lesen sollte. Es ist nie pathetisch, nie anklagend, nie von einer filmischen Dramatik getragen. Es ist ein Buch über das Leben und die Freundschaft, über Liebe und den Appell, zu vergeben. Anderen, und sich selbst. Und am Ende läuft man um einen Drachen, nicht für sich selbst, sondern aus Liebe zu einem anderen Menschen.
Lesen!
http://transgalaxis.de/pics/artikel/car_58149_twilight_bu_01xl.jpg
Wer wie ich ein kleiner Möchtegern-Literaturkenner (zumindest zeitgenössischer Popular-Literatur) sein möchte, muss seinen Horizont auch erweitern und offen sein für neues.
So habe ich dieses Jahr tatsächlich die Harry Potter-Reihen angegangen, nachdem ich mich als bekennender Terry Pratchett-Fanatiker lange gegen sie gesperrt habe. Zu Unrecht: Harry Potter finde ich toll. Derzeit habe ich aber erst vier der sieben Bücher durch, eine Rezension zu derReihe möchte ich erst nach dem Abschluss des letzten Buches schreiben.
Aber, was gehört neben Harry Potter zu der Erweiterung des geistigen Horizonts?
Genau.
Twilight.
Bella und Edward.
Glaaaaaaaammmmoooooooouuuurrrrr.
Ich habe zwei der Filme sogar gesehen. Den zweiten eher im Glauben, dass das alles nicht mehr wahr sein kann, was dort passiert, bzw. nicht passiert. Aber mir wurde von kompetenter Seite (meiner 14jährigen Schwester) wurde mir nachhaltig und wiederholt versichert, dass die Bücher besser sind.
Also. Buch eins.
Ich möchte es sehr objektiv schreiben, und das Buch mit der gekühlten Distanz eines 32jährigen Juristen bewerten.
Positive Aspekte des Buches:
- keine Rechtschreibfehler
- relativ kurz
- ordentlicher Satzbau
- relativ kurz
- keine Sex- oder Drogenszenen, die die Jugend versauen könnten
- wirklich nicht besonders lang
Negative Aspekte des Buches:
1. Charaktere
Bella ist 17. Bella ist nicht besonders hübsch, denkt sie. Bella ist auch nicht besonders, denkt sie. Bella ist auch nicht besonders klug, denkt sie.
Aber als Bella in dieses neue kleine verregnete Städtchen Mecklenburg-Vorpommern oder doch irgendwo in den USA kommt, wollen alle Jungs mit ihr ausgehen und machen ihr den Hof. Alle. Warum? Man weiß es nicht. Man fragt sich ernsthaft, warum? Wenn Bella nicht besonders hübsch ist, und offensichtlich auch keine großen Hupen hat, wird sie doch andere Qualitäten haben, oder?
Schauen wir mal.
Hat Bella Hobbies? Nein. Wir wissen von keinem Hobby. Als Kind hat sie mal Ballett getanzt. Dafür war sie aber zu blöd. Ob sie Musik mag? Man weiß es nicht. Ob sie Filme mag? Keine Ahnung. Sport mag sie jedenfalls nicht. Serien guckt sie auch. Sie liest ganz gerne. Man weiß aber nicht was. Für Mode interessiert sie sich nicht. Für Prominente interessiert sie sich nicht. Fürs Tanzen interessiert sie sich nicht. Eigentlich sie sich auch nicht für Jungs (bis auf Edward natürlich). Sie interessiert sich auch nicht für die anderen Mädchen. Sie interessiert sich auch nicht besonders für die Schule. Sie interessiert sich auch nicht besonders für ihre Familie.
Bella ist auch nicht sportlich. In hanebüchenen Anflügen von Humor in der Geschichte passieren ihr immer Missgeschicke. Haha, süß.
Bella ist so liebenswert. Ich möchte ihren Kopf ständig gegen harte Dinge stoßen. Ich möchte ihr einen Pflock durch das Herz treiben.
Bella ist derart charakter- und gestaltlos, dass es fast schon genial ist. Sie ist ein 17jahre altes leeres Fass, in das jeder weibliche Leser seine Wünsche, Hoffnungen und Träume gießen und sich mit identifizieren kann. Diese unverhohlene Dreistigkeit einer Autorin, einen Charakter ohne auch nur den Anflug von Charakter zu schreiben, ist bewundernswert. Und genial. Es ist wie ein Computerspiel, in dem jedes Mädchen zwischne 12 und 49 sein Bild hochladen kann. Du bist Bella.
Edward ist dagegen ja fast schon eine in der Komplexität nicht zu überbietende Figur. Wobei Edward eigentlich so einfach gestrickt sein kann wie eine Figur nur geschrieben sein kann. Er ist einfach nur James Dean als immer 17jähriger Vampir. Denn jede Frau, egal welchen Alters, mag den draufgängerischen, hübschen, selbstbewußten Außenseiter. Und dann noch Vampir! Wie geil! Der glimmert auch noch immer und überall.
Da sich jede Frau natürlich auch eine Jungfrau wünscht, hat Edward natürlich noch nie in seinem Vampirleben eine Olle flachgelegt. Er hat sich für Sex nicht interessiert. Bella beschreibt ja nur Szenen, in denen praktisch eine Kellnerin für Edward sich auf den Boden legt und ihre Beine breit macht. Aber Edward interessiert das nicht. Er bleibt eine hundertjährige Jungfrau, bis er ENDLICH Bella findet. Die 17jährige ohne Charakter, die man ansonsten an jeder besseren Hamburger Gesamtschule findet.
Der Rest der Charaktere ist von derartiger Belanglosigkeit und Langweiligkeit, dass man sie genauso gut gleich wieder vergessen kann. Okay, da ist noch Alice, die irgendwie in die Zukunft sehen kann, was aber am Ende dann auch wieder nicht funktioniert und sowieso scheiß egal ist. Jeder Charaktere ist wie ein kommender Führungsspieler beim HSV - zu jeder Wechselperiode beliebig austauschbar.
2. Die Geschichte
Ja. Also Bella trifft Edward.
Ja.
Und das wars.
Sonst passiert nichts.
Also wirklich nicht.
Irgendwas noch so ganz kurz mit einem bösen Vampir, der aus irgendwelchen Gründen auch richtig geil darauf wird, Bella umzubringen. Warum, versteht man nicht. Ist auch egal, man hofft ja, dass er es schafft. Der Versager ist aber wie ein Engländer am Elfmeterpunkt, er scheitert kurz vor dem Triumph.
Ansonsten sind 80% der "Story" im Grunde Beschreibungen von Anschmachtungen Bellas gen Edward, von seinem golden Haar bis zum gottgleichen Lächeln. Stephanie Meyer schämt sich auch nicht, Adjektive einfach immer wieder zu verwenden. Engelsgleich ist eigentlich alles an Edward, mit Sicherheit auch sein Stuhlgang, falls Vampire den haben.
3. Die Liebesgeschichte
Man könnte es vielleicht alles noch verdauen, wenn es auch nur den Ansatz einer romantischen Liebesgeschichte geben würde.
Aber warum sollte es die geben? Es gibt nichts, absolut gar nichts, liebenswertes an Bella. Nichts. Nichts faszinierendes. Nicht hübsches. Sie ist, um es mal einfach auszudrücken, so attraktiv ein Duell zwischen dem KFC Uerdingen unter Leitung Friedhelm Funkels und TSG Hoffenheim, egal, von wem trainiert.
Warum Edward dieses Mädchen mögen sollte - man weiß es nicht.
Warum er es lieben sollte? Keinen Plan.
Warum Bella ihn lieben sollte? Okay, weil er hübsch ist. Außerdem kann er ganz toll ganz schnell Auto fahren und ganz schnell auch irgendwie Dinge festhalten, wie fahrende Autos, was aber nur Bella sieht und nicht die 8173 anderen Highschool-Schüler, die den Beinahe-Unfall (Bella wäre fast überfahren worden, aber leider hat auch das nicht funktioniert) gesehen haben.
Die Liebesgeschichte ist derart unrealistisch und fern jeglicher Nachvollziehbarkeit, dass die gegenseitigen Anschmachtungen wie eine Unterhaltung von Udo Lattek mit seinem 18. Hasseröder wirken. Man weiß nicht, was dort gesprochen wird. Aber irgendwie ist dort wohl was. warum, sei dahingestellt.
4. Vampire
Ich mag Vampire nicht besonders, aber ich habe auch nicht wirklich gegen was diese literarische Figur. Nur dass Vampire ständig bei Tagelsicht rumlaufen, absolut unauffällig trotz ihrer Leichenblässe und engelsgleichen (na? na?) Bewegungen. Das ist falsch. Außerdem dürfen sie nicht ewig 17 sein. Das ist auch falsch. Es ist so falsch, dass es schon fast wieder genial ist, wie völlig hanebüchen und entfernt von jeglichen literarischen Vorgaben sich der "Vampirismus" in dem Buch bewegt. Zur Ehrenrettung des Buches: Im Film ist es noch schlimmer.
5. Fazit
M.E. muss im Lexikon der Eintrag zu "Frau" durch ein Bild von "Twilight" ersetzt werden. Twilight ist, und das erklärt den Erfolg, einfach genial. Es ist wie eine Hülle, in die jede Frau ihre unerfüllten Hoffnungen und Träume ihrer Schulzeit (und wohl auch ihres Erwachsenenlebens) gießen kann. Das völlig uninteressante Mädchen geliebt, verehrt, von dem interessantesten und hübschesten Jungen, der dazu....ohhhhhhhh....auch noch ein dunkles Geheimnis hat.
In diesem Buch ist so jegliche Männlichkeit von jeder Seite, von jedem Gedanken, ja von jedem Charakter entfernt, dass es fast eines chirurgischen Eingriffes gleich kommt, als würde man akribisch das Testosteron aus Worten und Sätzen herausschneiden.
Ich muss den Hut ziehen vor Stephenie Meyer, wie man mit solcher literarischen Dreistigkeit so viel Erfolg haben kann. Das bewundere ich. Ehrlich. Wenn legale Dreistigkeit so viel Geld macht, dann erntet sie immer meine Bewunderung.
Dafür war es gut, Twilight zu lesen. Den größten Müll, den ich in den letzten Jahren gelesen habe. Und da waren auch Berichte der Sport-Bild bei, in diesen letzten Jahren.
Gerade geliefert worden. Wir sehen uns dann im Frühjahr :wink:
http://www.gameofthrones.tv/wp-content/uploads/2011/06/Game-of-Thrones-Book-Series.jpg
Hier wurden ja mal Romane von Don Winslow empfohlen (Bouba und Lurchi waren's glaub ich).
Gibt's da einen Roman der sich gut für den Einstieg eignet? Die klingen eigentlich fast alle recht interessant.
Hab mir zunächst 'The Power of the Dog' und 'The Winter of Frankie Machine' rausgeguckt. Gut/Schlecht für den Einstieg? Mit was anderem anfangen und sich dann vorarbeiten?
Hab mich zunächst mal für 'The Winter of Frankie Machine' entschieden, die Überschrift einer Amazon-Rezension ("Goodfellas als Buch") hat mich überzeugt :D
Bericht folgt.
Gerade gegooglet: De Niro soll wohl das Buch verfilmen wollen, unter der Regie von Michael Mann. Allerdings sind die Meldungen von 2007, seitdem irgendwie keinerlei Updates.
Gerade geliefert worden. Wir sehen uns dann im Frühjahr :wink:
http://www.gameofthrones.tv/wp-content/uploads/2011/06/Game-of-Thrones-Book-Series.jpg
Oh oh. In dieser Collection sollen unter anderem ganze Seiten fehlen. Schreib mal etwas dazu, wenn du durch bist.
Highsider9
05.08.2011, 23:03
127 Hours
http://3.bp.blogspot.com/_VFCRDw8tOl4/TMRpvC_wnnI/AAAAAAAABCo/OWOz110TfhQ/s1600/127+hours+book+cover.jpg
"Es sollte eine normale Bergtour werden, doch plötzlich fand sich Aron Ralston in der Falle: eingeklemmt zwischen einem 500 Kilo schweren Felsbrocken und einer Canyonwand. Ohne Hoffnung auf Rettung, weil niemand wusste, wo er war ... Nach fünf Tagen griff der 28-Jährige zu einer drastischen Maßnahme: Mit einem Taschenmesser amputierte er seinen Arm und rettete so sein Leben."
Spannend zu lesen wenn auch an einigen Stellen etwas langatmig. Die Schilderungen der Tage in Gefangenschaft sind sehr eindrücklich und die Ruhe und Unüberlegtheit die Aron im Angesichts seines sicheren Todes an den Tag legt sind beeindruckend. Leider schweift er im Buch dazwischen immer wieder in vergangene Abenteuer ab, was nicht nur die Spannung zerstört sondern auch zunehmend Ermüdend wird. Ich muss zugeben dass ich einige dieser Seiten überflogen habe.
Alles in allem aber ein unglaubliche und inspirierende Story über eine bewundernswerte Person. Trotz einiger Kritikpunkte bin ich froh das Buch gelesen zu haben.
Ich vergebe 7 von 10 Sternen.
Der Film ist übrigens grosser Mist. Wer sich für die Geschichte interessiert bitte das Buch lesen.
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The Tokio Diaries
https://www.morebooks.de/images/product_images/9783404600/big/1647417/the-tokyo-diaries.jpg
"David kann es selbst kaum glauben: Morgen geht sein Flug nach Tokio, wo er die nächsten Monate in einer Gastfamilie wohnen und an der Uni studieren wird. Was hat er sich bloß dabei gedacht? In Japan angekommen, ist er erst einmal überwältigt von der Schnelligkeit und Unübersichtlichkeit der Riesenstadt Tokio. Hier ist er jetzt einer unter Millionen, ohne Familie und Freunde, ganz allein auf sich gestellt. Höhen und Tiefen durchlebend, schafft David es, sich zu etablieren. Er findet Freunde, Jobs und spielt bald in zwei Bands. Nur mit den Frauen läuft es so gar nicht. Eines Tages wird David von einer Fotografin auf der Straße angeworben. Auch wenn er sich nicht vorstellen kann, was er als tätowierter Ex-Punker auf so einem Shooting soll, beschließt er hinzugehen. Drei Wochen später erscheint eine Fotostrecke von ihm in einem großen Modemagazin und er findet sich in der Kartei einer angesehenen Tokioter Modelagentur wieder"
Liest sich wie ein Sofacoach Forumstagebuch, keine literarische Meisterleistung aber witzig und ehrlich geschrieben. Hab das Buch in den Ferien innert weniger Tage durchgelesen und alle meiner 3 Mitreisenden waren davon ebenfalls sehr angetan.
81/2 von 10 Sternen.
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The Curious Incident of the Dog in the Night-Time (Englisch)
http://jessiemac.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/the-curious-incident-dog-in-night-time-Mark-Haddon.jpg
"Mark Haddon's bitterly funny debut novel, The Curious Incident of the Dog in the Night-Time, is a murder mystery of sorts--one told by an autistic version of Adrian Mole. Fifteen-year-old Christopher John Francis Boone is mathematically gifted and socially hopeless, raised in a working-class home by parents who can barely cope with their child's quirks. He takes everything that he sees (or is told) at face value, and is unable to sort out the strange behavior of his elders and peers.
" Late one night, Christopher comes across his neighbor's poodle, Wellington, impaled on a garden fork. Wellington's owner finds him cradling her dead dog in his arms, and has him arrested. After spending a night in jail, Christopher resolves--against the objection of his father and neighbors--to discover just who has murdered Wellington. He is encouraged by Siobhan, a social worker at his school, to write a book about his investigations, and the result--quirkily illustrated, with each chapter given its own prime number--is The Curious Incident of the Dog in the Night-Time."
Das Buch gibt vielleicht einen kleinen Einblick wie eine Autistische die Welt sieht. Total fesselnd zu lesen. Brilliant geschrieben.
9 von 10 Sternen
Bloodhound
06.08.2011, 02:00
127 Hours
http://3.bp.blogspot.com/_VFCRDw8tOl4/TMRpvC_wnnI/AAAAAAAABCo/OWOz110TfhQ/s1600/127+hours+book+cover.jpg
Der Film ist übrigens grosser Mist. Wer sich für die Geschichte interessiert bitte das Buch lesen.
Hab den Film vor nem Jahr oder so im Kino gesehen. Kannst du nochmal kurz darauf eingehen, warum der vergleichweise so schlecht ist bzw. warum es sich jetzt noch lohnen könnte, das Buch zu lesen?
Ich mein klar, meistens sind die Bücher ja besser als die Filme. Aber da es sich hier ja nicht um Epen (Plural von Epos?!) wie Herr der Ringe oder Harry Potter handelt, dachte ich der Film wäre schon okay um die Story halbwegs originalgetreu, natürlich erweitert um einige filmische Spannungselemente, kennenzulernen.
Highsider9
06.08.2011, 20:35
Der Film schafft es meiner Meinung nach überhaupt nicht das Gefühl der Gefangenschaft und totalen Hilflosigkeit wiederzugeben. Dazu ist er viel zu hektisch und wirr.
Zudem wird Aron im Film völlig anders dargestellt. Nämlich als absoluter Thrillseeker, der nach dem Unfall halb wahnsinnig alles unternimmt um sich zu befreien.
In seinem Buch beschreibt er seine Geschichte ganz anders. Bis auf kleine Ausnahmen war er stets bei Sinnen. Vor jeder seiner Handlungen hat er sine Möglichkeiten mit einer unvorstellbaren Nüchternheit ausgelotet. Die Gedankengänge die ihm da durch den Kopf geschossen sind kann der Film natürlich nicht ansatzweise so wiedergeben. Wie er den Tagesablauf aller seiner Freund und Mitarbeiter durchgeht, wie er Prognosen für seine Rettung erstellt oder wie der die sehr reelle Option seines Todes verarbeitet und sich sogar selbst ein Grabstein in den Felsen ritzt. Die Art wie er konstant ein Videotagebuch führt, wie er sich bei seiner Familie entschuldigt.
Alles das fehlt im Film fast völlig. Der Mann stand 127 Stunden an der selben Stelle, hat dabei teilweise innert weniger Stunden das komplette Spektrum an Emotionen durchlebt.
Da kann ich es dem Film nicht verzeihen das er gewisse Tage in einminütigen wirren Bildersammlungen abspeist.
Einige weiter Punkte noch. Obwohl Aron das Abtrennen seine Unterarms seit der erste Minute in Betracht zieht hat er verständlicherweise nie den Mut und den antrieb um die Idee wirklich umzusetzen. Doch es gibt ein ganz bestimmtes Ereignis nach welchem er, fast in einer Kurzschlusshandlung, anfängt es durchzuziehen. Dieser Auslöser fehlt im Film gänzlich.
Seine Geschichte zu lesen erzeugt natürlich ein ganz anders Gefühl als sie gemütlich zu Hause auf dem Sofa zu sehen. Man versetzt sich eher in seine Situation, malt vor dem geistigen Auge ein Bild des Canyons. Des Felsens. Seiner Ausrüstung. Man gewinnt unglaublichen Respekt vor Arons psychischen Leistung. Wie einfach wäre es für ihn gewesen sich mit seinm Kletterseil zu erhängen?
Wenn man dann noch die Original Bilder sieht die er gemacht hat läuft es einem unweigerlich kalt den Rücken herunter.
Umso Erschreckender ist es wie viel Mühe es Aron bereitete sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Einer der interessantesten Teile des Buches der im Film ebenfalls komplett fehlt.
Auf Empfehlung von Jackass(?) jetzt die Hörbuch-Variante von "Schneller als der Tod" von Josh Bazell durchgehört.
Gelesen von Christoph Maria Herbst, der wegen seine Stromberg und Tommy-Jaud Bücher beim mir ein bisschen schlecht als teilweise knallharter Kerl mit Mafiakontakten durchgeht. Die meiste Zeit passt er aber perfekt zu dem lakonischen Erzählstil und dem teilweise schwarzen Humor.
Zur Story darf man eigentlich gar nichts erzählen, da sind schon die Klappentexte Spoiler allererster Güte. Die Handlung macht einige Zeitsprünge und ich hab keine Ahnung, in welches Genre man das jetzt einordnen kann. Aber für Freunde von Pulp Fiction und Trainspotting sollte es was sein.
Nur das Ende war dann so ziemlich das Heftigste, was ich bisher gelesen/gehört habe. Wunderbar plastisch beschrieben und ziemlich krank. Da wurde mir dann wirklich ein bisschen schlecht. Dagegen ist ja 127 Hours ein Kindergeburtstag.
Jau, das war ich. Immer noch eines meiner Lieblingsbücher aus der letzten Zeit.
Zu "The curious incident of the dog in the night-time" kann ich ebenfalls nur eine bedenkenlose Empfehlung aussprechen. Kurzes und kurzweiliges, lustiges wie tieftrauriges Buch, hochintelligent und einfühlsam. Aber Vorsicht. Das Buch wird aus der Sicht eines autistischen Jungen erzählt. Der Schreibstil ist daher originalgetreue "I did this...I did...I did..." und daher auf manche anstrengend. Gewöhnt man sich daran, erkennt man aber leicht die dahinter stehende Genialität.
Jau, das war ich. Immer noch eines meiner Lieblingsbücher aus der letzten Zeit.
Zu "The curious incident of the dog in the night-time" kann ich ebenfalls nur eine bedenkenlose Empfehlung aussprechen. Kurzes und kurzweiliges, lustiges wie tieftrauriges Buch, hochintelligent und einfühlsam. Aber Vorsicht. Das Buch wird aus der Sicht eines autistischen Jungen erzählt. Der Schreibstil ist daher originalgetreue "I did this...I did...I did..." und daher auf manche anstrengend. Gewöhnt man sich daran, erkennt man aber leicht die dahinter stehende Genialität.
Das habe ich jetzt im Urlaub auch endlich mal gelesen. Ich fand's nicht absolut umwerfend, also 'ne 9/10 finde ich etwas zu hoch. Aber für'n Urlaub ideal. Die einfache Sprache ist in der Tat anstrengend und gibt dem Ganzen oftmals den Eindruck einer Schullektüre à la Adrian Mole. Auch das ganze Brimborium um die Mathe Fähigkeiten ist ein bisschen zu hollywoodisiert ("Rainman"). Ich fände es jedenfalls mal schön eine Geschichte über dumme Autisten zu lesen, die gibt es nämlich auch ;)
And now to something completely different:
Meine Freundin hat mir doch tatsächlich den neuen Houllebecq (Karte & Gebiet) geschenkt! Amazon (http://www.amazon.de/Karte-Gebiet-Michel-Houellebecq/dp/3832196390)
Das ist insofern erwähnenswert, da sie es von der deutschen Amazon Seite bestellen musste, was sie mangels Sprachkenntnissen 2 Stunden gekostet hat :S
Bin erst auf Seite 20 und will das auch langsam genießen, aber 'ne kleine Besprechung folgt dann, falls sich jemand für vergeistigten Franzosenkram interessiert ;)
Abel Xavier Unsinn
09.08.2011, 13:36
http://www.gameofthrones.tv/wp-content/uploads/2011/06/Game-of-Thrones-Book-Series.jpg
Hier! Ich auch! Wie soll ich mir auch sonst die Serie anschauen OHNE das voher gelesen zu haben. Mein erstes Fantasy-Buch seit vor über 20 Jahren HDR (wenn ich von Pratchett (zu lustig) oder Gaiman (zu realistisches Setting) absehe).
Bin mit dem ersten zur Hälfte durch und was soll ich sagen?
Naja, ich hätte mir schon was Originelleres erwartet als eine Schreibe, die doch sehr an einen in diesem Forum sehr aktiven Hamburger Anwalt und Freizeit-Literaten erinnert :ronaldo:
Nee, ist ganz prima. Wirklich gut. Spannend. Charaktere, von denen ich ausnahmslos wissen will, wie es weitergeht. Größtes Plus: Der Fantasy-Aspekt ist nicht offensichtilich, sondern lungert eher in Hintergrund herum. Da wird nicht die ganze Zeit rumgezaubert und Elfen machen sich über Zwerge lustig (und umgekehrt). Die politische Intrigen-Geschichte ist fein ausgedacht, überall lauern Bedrohungen, von denen ich mir noch einiges erwarte (The Wall, Drachen, fremde Völker außerhalb der Seven Kingdoms...).
Insgesamt nur kleine Mankos: Die Darstellung des Mittelalter-Settings ist etwas hölzern, entsprech3end auch der Schreibstil berechenbar. Und wie die meisten Mainstream-Schreiberlinge kann der Tüp auch nur schrecklich banal-doof Sex und Liebe darstellen ('No', she said. 'No', she said.....'Yes', she said. So ungefähr die Hochzeitsnacht von der Targaryen-Prinzessin mit diesem Dshinghis Khan-Tüpen) Auch sind mir die Völker etwas zu rassistisch geschmiedet. Soll heißen: Die orientieren sich nach meinem Geschmack zu sehr an den Standard-(Vor-)Urteilen über die historisch existenten Volksgruppen.
Aber das ist alles meckern auf hohem Niveau, denn die Geschichte selbst und das Universum ist wirklich famos geschneidert. Jeder, der eine fesselnde Story verfolgen will, sollte seine Freizeit hiermit versüßen.
Ich hoffe schwer, die übrigen 9/10 halten, was das erste Zehntel verspricht.
:top:
http://img64.imageshack.us/img64/5078/mistborn.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/64/mistborn.jpg/)
The Mistborn Trilogy by Brandon Sanderson
Der einzige Grund warum ich diese Trilogie gelesen oder besser gesagt begonnen habe, war der Name Brandon Sanderson. Der Mann, der nach dem Tod von Jordan, die Wheels of Time Serie weiterführen wird.
Ich bin persönlich kein Fan von TWoT, wollte aber natürlich wissen, warum die Familie von Jordan gerade ihn ausgewählt hat.
Meine Erwartungen waren nicht sonderlich hoch. Eine Trilogie die innerhalb von 2 Jahren komplett geschrieben und veröffentlicht wird, kann ja nun wirklich kein Meisterwerk sein.
Gott, hab ich mich getäuscht.
Sanderson schafft eine absolut bedrückend realistische, düstere Welt.
Sein "Magiesystem", wenn man es denn so nennen kann, ist das wohl bisher Beste was je in diesem Genre erfunden worden ist.
Zuletzt habe ich ja die Reihe von Rothfuss gelesen und war schwer begeistert. Nicht unbedingt wegen einer großartigen Geschichte, sondern vielmehr aufgrund des grandiosen Schreibstils.
Der Schreibstil von Sanderson ist akzeptabel, er hebt sich allerdings nicht sonderlich von anderen Autoren ab.
Die Geschichte allerdings, wow. Sanderson erzählt wirklich eine _Story_, die von vorne bis hinten Sinn ergibt.
George RR Martin beispielsweise hatte zwar, als er Game of Thrones schrieb, sicherlich das Grundgerüst der Geschichte im Kopf, wusste aber zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wann und wie er sein Epos beenden will.
Sanderson hingegen vermittelte das Gefühl, dass er genau wusste wie er die Geschichte erzählt und diese beendet. Dementsprechend habe ich auch keine Logiklöcher gefunden.
Das Tolle an dem 1. Buch ist auch, dass dieses auch als Einteiler funktioniert hätte und man mit gutem Gewissen danach aufhören könnte.
Das sollte man natürlich nicht, da wie so oft, die Geschichte(in absolut nicht absehbaren epischen Ausmaßen) erst richtig beginnt.
Mir ist klar, dass ich grundsätzlich mit so einer Rezession höchstens Jackass dazu bewegen könnte die Reihe zu lesen, aber vielleicht findet ja noch jmd Zeit für dieses Meisterwerk.
PS: Die komplette Reihe gibts bei Amazon für 13 Euro
Auch George R. R. Martin Collection über Kindle aufs iPad geladen und ich bin echt begeistert. Hab zwar erst einige Seiten gelesen aber es fesselt ungemein. :sabber:
T3AMGEIST
13.08.2011, 23:49
Der Film bzw die TV Serie zur Dark Tower Reihe wurde jetzt offiziell gecancelt, sehr schade (auch wenn ich momentan erst beim 2. Buch bin). :(
Wo steht das?! :eek:
Roland! ~seufz~
T3AMGEIST
14.08.2011, 13:40
L.A. Times (http://latimesblogs.latimes.com/jacketcopy/2011/07/stephen-kings-the-dark-tower-wont-be-a-movie-after-all.html) zum Beispiel.
Review zu der Verfilmung von One Day (http://www.rogerebert.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20110817/REVIEWS/110819983/-1/RSS)
Gänsehaut beim Lesen. Ich glaube, ich lese das Buch jetzt nochmal. Emma und Dexter fehlen mir sehr.
Lesen hier welche Krimis?
Hab mich schwer in die Brenner Reihe von Wolf Haas verliebt.
Österreichischer Autor der eine ganz tolle Sprache (Satzbau) verwendet. Sehr schöne und humorige Krimis mit einer unfassbar tollen Hauptfigur. Viel zu lang an mir vorbeigegangen. Das Szenario ist immer irgendwo in Austria angesiedelt. Alles toll!
Aus aktuellem Anlass mal wieder (lese gerade "Wie die Tiere"):
was für grandiose Bücher, was für ein unglaublich lustiger Schreibstil. Dazu so pointiert, feinsinnig, gesellschaftskritisch und einfallsreich, dass es einfach nur Spaß macht, die Bücher zu lesen. Oder um Frank Goosen von der Frankfurter Rundschau zu zitieren:
Wie konntest du durchs Leben gehen, ohne eine Zeile von Wolf Haas gelesen zu haben?
Daniel84
21.08.2011, 00:54
Zuletzt hatten wir ne firmeninterne Besprechung im Kloster Hornbach, da ich da kein Fernsehen im Zimmer hatte, hab ich mal in "Schotts Sammelsurium" geschmökert, ist echt sehr interessant zu lesen, es ist tatsächlich viel unnützes Wissen dabei, das machts aber nicht uninteressanter.
Will jetzt "Die Straße" lesen, weil mir der Film gefallen hat, ich mir aber vorstellen kann, dass das Buch viel mehr noch hat.
Empfehlungen?
T3AMGEIST
21.08.2011, 01:28
Auf jeden Fall lesen, tolles Buch. Aber viel mehr als im Film darfst du nicht erwarten, der Film ist schon sehr Buchgetreu.
A Dance with Dragons beendet..
George RR. Martin ist ein kranker, grausamer Mistkerl.
"Pain washed over him.Stick them with the Pointy end. When the third dagger took him between the shoulders blades, he gave a grunt an fell face-first into the snow. He never fehlt the fourth knife. Only the cold..."
Alter. Schon wieder so ein "Red Wedding" Erlebnis. M.E. ist "er" hier gestorben.Aber wer aufmerksam gelesen hat, wird mit den Prophezeiungen von Melissandre etwas anfangen können.
Insgesamt zwar stärker als "A Feast for Crows", an die 1. 3 Bücher kommts allerdings nicht ran.
Bin trotzdem zufrieden.
M.E. das mit Abstand beste Buch der Reihe. Alle Charaktere sind ausgereift, die Stimmung ist düster, der Gedankengang und die Handlungen jedes Charakters sind nachvollziehbar. Die Dany-Szenen waren leider durch etwas Langeweilige bis zum Ende hin geprägt, dann aber waren sie natürlich großartig. Daenerys Targaryen ist einfach ein wunderbarer, komplexer, durch und durch liebenswerter und doch menschlicher Charakter.
Ich werde indes nicht glauben wollen, dass Jon Snow tot ist. Melissandres Prophezeigungen hin oder her, Snow stirbt nicht. Dazu lasse ich keine Diskussionen aufkommen.
Überrascht hat es mich allerdings nicht, ganz und gar nicht. Jon hat mit allem gebrochen, wofür die Nachtwache je stand, und Dinge getan, die fernab jeglicher ihrer Regeln liegen. Es war nur eine Frage der Zeit. Dass er dann auch noch gegen den Bolton-Bastard als Mann der Nachtwache reiten wollte - dafür hatte er eigentlich den Tod verdient. Bowen Marsh konnte m.E. nicht anders handeln. Jon ließ ihm keine Wahl.
Mich wunderte eher, dass Cersei den Canossa-Gang durch Kings Landing überlebte. Hier wäre m.E. ein Ende für Cersei realistisch und angebracht gewesen. Die Problematik liegt wohl darin, dass Martin keinen starken Charakter mehr in Kings Landing hat. Tyrion ist nahe Mereen, Jaime verschollen, die anderen verbleibenden Charakte, inklusive Kevin Lannister, langweilig. M.e. hat sich Martin hier ein Problem geschaffen.
Die Geschichte mit dem neu auftauchenden Targaryen finde ich unnötig und ärgert mich etwas. Dany ist mein Targaryen durch und durch. Dieser neue Sohn von Rhaegar stört mich.
Toll aber fand ich die Szenen mit Theon. Der gebrochene Prinz, Reek, die Beschreibung von Bolton's Bastard. Gut gelungen.
Ich hoffe nur, Martin schreibt weiter. Ich möchte, das Dany auf ihren Drachen zurückkehrt nach Westeros und das ganze Ladn in Schutt und Asche legt, alle, wie sie da sind, und dass Jon...ja, Jon. Ich weiß nicht, was mit ihm wird. Noch glaube ich an ihn. Aber ich mochte ihn nicht mehr sehr in dem Buch, er war grimmig, zu nachdenklich, zu sehr auch von sich überzeugt. Ohne Sam hat auch Jon an Liebenswürdigkeit verloren.
Toll war jede einzelne Tyrion-Szene. Sein Humor, sein Verständnis für das Handeln der anderen, seine Verbitterung - Tyrion ist ein grandioser Charakter. Irgendwie hoffe ich, dass auch er am Ende etwas gewinnt.
Was ich schade fand: Nur eine Jaime-Szene. Er ist einfach einer meiner absoluten Lieblingscharaktere. Hier hätte ich mir mehr gewünscht.
Klasse im Übrigen Asha Greyjoy. Ich liebe Asha. Ich möchte eine Frau wie Asha haben ~seufz~
Das Beste? Wirklich? Nun, wenn dir AFFC gefallen hat, kann ich mir das gut vorstellen.
Buch 4 und 5 fallen aber m.E. stark von den 1. Dreien ab.
Die Story stagniert und wirkt zum Teil arg gekünstelt.
Der ganze Tyrionarc war ziemlich enttäuschend. Jeder erwartet, dass Tyrion Dany erreicht. _Natürlich_ kann George das nicht zulassen und muss seine mittlerweile, wie gesagt, künstlichen Gamechanger einbauen. _Jedes_ Mal.
In wie Weit haben die gefühlten 15 Tyrionchapter die Geschichte vorrangetrieben? Seine Geschichte hätte man in 4,5 Kapiteln erzählen können. Und Charakterentwicklung? Auf einmal ist er ein begnadeter Akrobat. Natürlich, er hat ja damals auf Casterly Rock ein Rad nach dem Anderen aufgeführt.
Theons Kapitel waren allerdings wirklich großartig, ein wirkliches Highlight im Buch. Die "Hochzeitsnachtszene" war allerdings überflüssig.
Melissandres Chapter war großartig, auch wenn sie, natürlich, ein wenig an Ihrem Mysteriösen aufgegeben hat.
Aegon? Wohl nicht mehr als "the Mummers Dragon"
Jon? Meiner Meinung definitiv tot. Wenn Melissandre ihn jetzt allerdings wiederbelebt, ist er dann von seinem Schwur befreit?
Es scheint zumindest so, dass der Tod von Jon essentiell wichtig für den Fortlauf der Geschichte ist.
Mittlerweile glaube ich nicht, dass George die Serie in 7 Büchern abschließen kann. Alleine die Tatsache, dass Dany jetzt wohl erst wieder eine Zeit lang im Khalasar verbringen wird bevor sie überhaupt die Chance hat Westeros zu erreichen.
Obwohl. Vielleicht erreicht Daenerys Westeros nie. Würde ja mal wieder passen. Dramatische, überraschende Wendung und so.
Der ganze Tyrionarc war ziemlich enttäuschend. Jeder erwartet, dass Tyrion Dany erreicht. _Natürlich_ kann George das nicht zulassen und muss seine mittlerweile, wie gesagt, künstlichen Gamechanger einbauen. _Jedes_ Mal.
Mir wäre es auch lieber gewesen, er hätte sie erreicht.
In wie Weit haben die gefühlten 15 Tyrionchapter die Geschichte vorrangetrieben? Seine Geschichte hätte man in 4,5 Kapiteln erzählen können. Und Charakterentwicklung? Auf einmal ist er ein begnadeter Akrobat. Natürlich, er hat ja damals auf Casterly Rock ein Rad nach dem Anderen aufgeführt.
Über Tyrion führt er einerseits wieder Mormont in die Story, andererseits auch Griff ein. Zudem muss er Tyrion in eine Situation bringen, in der er wieder losgelöst von Daenerys ein ernstzunehmender Player wird. Durchaus in Ordnung, m.E. Und über Tyrion lernen wir mehr über die Sellswords und das Leben der Sklaven. Aber ich mag den Charakter ohnehin sehr, daher könnte er auch ohnehin alles Mögliche andere machen.
Jon? Meiner Meinung definitiv tot. Wenn Melissandre ihn jetzt allerdings wiederbelebt, ist er dann von seinem Schwur befreit?
Es scheint zumindest so, dass der Tod von Jon essentiell wichtig für den Fortlauf der Geschichte ist.
Davon gehe ich aus, was dann natürlich auch die mögliche Targaryen-Verbindung wieder möglich macht. Er könnte sich dann auch zum Herrn von Winterfell aufschwingen, zumindest solange Sansa nicht irgendwo doch noch eine Bedeutung erhalten wird. Interessant ist dann wohl, dass Jon ja der "reborn prince" ist, den Melissandre immer benennt. Jon und Val, das wäre aber auch ein cooles Paar. Val zumindest war heiß.
die Tatsache, dass Dany jetzt wohl erst wieder eine Zeit lang im Khalasar verbringen wi
Mittlerweile glaube ich nicht, dass George die Serie in 7 Büchern abschließen kann. Alleine die Tatsache, dass Dany jetzt wohl erst wieder eine Zeit lang im Khalasar verbringen wird bevor sie überhaupt die Chance hat Westeros zu erreichen.
Doch, das glaube ich schon. Dany wird jetzt nach Westen ziehen, und der Krieg in den sieben Königreichen wird in den zwei Büchern entschieden werden. Die Lannisters sind ebenso zerschlagen wie die Starks.
Wer soll sich denn Dany widersetzen?
Wer soll sich denn Dany widersetzen?
Wer? Naja da gibt es natürlich nur 2 Möglichkeiten, die 2 möglichen Gewinner des Game of Thrones: Vayrs und vorallem Littlefinger.:richter:
Ich glaube und hoffe, dass die letzten 2 Bücher wieder die Klasse eines ASOS erreichen. Naja, wir müssen ja nur noch 10-15 Jahre warten:-)
scnorweger
21.08.2011, 21:05
Review zu der Verfilmung von One Day (http://www.rogerebert.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20110817/REVIEWS/110819983/-1/RSS)
Gänsehaut beim Lesen. Ich glaube, ich lese das Buch jetzt nochmal. Emma und Dexter fehlen mir sehr.
:love: Oh, das gibts jetzt ja als Film. Dank der Empfehlungen hier hab ich mir das Buch im Mai oder so gekauft und in einem durchgelesen. Es ist einfach nur unglaublich. Ich habe mich so komplett in die Charaktere verliebt, dass ich Dexter nächste Woche als Vorsprechrolle an der Schauspielschule verwenden werde. Dafür hab ich mir das Buch auch noch auf deutsch geholt. Auf den Film bin ich sehr gespannt, auch wenn ich befürchte dass er nicht an die Vorlage heranreichen kann.
Noch eine Anekdote zu George R.R. Martin: auch seine Bücher habe ich auf die Empfehlung aus dem Forum hin gekauft. Das erste habe ich heruntergeschlungen bevor ich mir die TV-Serie angeschaut habe (dann kam One Day dazwischen), für das zweite habe ich weil ich mit meiner Freundin zusammengekommen bin aber sehr viel länger gebraucht und bin erst gestern damit fertig geworden. Als ich den dritten Band anfangen wollte, habe ich festgestellt, dass ich mir für den Urlaub den vierten Band eingepackt habe. Ich komme die nächsten zwei Wochen nicht an das nächste Buch :zensiert:
Jemand schon mal "Start Where You Are: Life Lessons in Getting from Where You Are to Where You Want to Be" von Chris Gardner gelesen? Falls ja, ist das empfehlenswert?
Ich muss hier mal ein paar kurze Reviews nachholen, das bin ich den Leuten hier die diese Bücher empfohlen haben absolut schuldig. So viel Lesespaß wie in den letzten Monaten hatte ich schon seit Jahren nicht mehr. :) Finde es ohnehin schwierig sich im Bücherwald zurechtzufinden und die Perlen rauszupicken.
Also:
Shit My Dad Says by Justin Halpern
Ich bin absolut niemand, der bei noch so lustigen Büchern laut zu lachen beginnt wenn er sie liest, aber durch dieses Schmuckstück habe ich so einige schräge Blicke im Bus bekommen. Mittlerweile sind auch die meisten Freunde begeistert von dem Ding. Ich erkenne mich in sehr vielen Situationen die im Buch beschrieben werden wieder und nehme durchaus viele der Aussagen als Rat oder Tipp auf. Das tolle daran ist, dass es eben so realitätsnah ist und keine ausgedachte Geschichte. Einige der Zitate kann ich noch immer auswendig weil sie einfach hängen bleiben. :D
Einer meiner Favoriten: "We're having fish for dinner... Fine, let's take a vote. Who wants fish for dinner? ... Yeah, democracy ain't so fun when it fucks you?"
Die Serie hingegen gefällt mir nicht. Shatner in allen Ehren, aber das ereicht das Niveau des Buchs nicht annähernd.
Starter for Ten by David Nicholls
Um ganz ehrlich zu sein, fand ich das Buch auf den ersten 100 Seiten wenig berauschend, wollte es sogar schon weglegen, aber aus Mangel an Alternativen habe ich dann doch noch weitergelesen. Zum Glück! Die Beziehungen und Probleme von Brian entwickeln sich dann doch recht schnell und man fiebert richtiggehend mit dem Charakter mit. Das Ende empfand ich als etwas plötzlich und unbefriedigend, hat mich geärgert als ich mit dem Buch fertig war. Mit etwas Abstand allerdings eine schöne Geschichte mit einem sehr guten Hauptcharakter.
Der Agent von Andrew Britton
Ein Mann der das Genre der Politthriller neu erfinden wollte, aber leider nicht soweit kam. :( Britton starb im Alter von 27 an einem Herzleiden und hatte bis dahin nur 3 Bücher herausgebracht. Diese Serie allerdings ist wirklich gut geschrieben und dürfte vielen Leuten gefallen, die sonst wenig mit dem Genre zu tun haben. Besonders wenn man sieht, dass sonst nur Clancy einigermaßen gute Bücher in diesem Genre rausbringt wäre es schön gewesen wenn eine längere Serie daraus geworden wäre. Jeder der mal etwas Politthriller gepaart mit Spionage lesen will, dem sei die Serie empfohlen.
Dead or Alive by Tom Clancy
Wo wir schon vom Meister der Spionage und Kriege reden, müssen wir auch über DoA reden. Ich war skeptisch und hab mich lange darum gedrückt das Buch zu kaufen, da die letzten Clancy Bücher doch einen faden Beigeschmack hinterließen. Zu wenig Abwechslung und Spannung. Ein bisschen besser ist es dann schließlich doch geworden mit Dead or Alive, auch wenn er das Niveau von Ehrenschuld oder Roter Oktober nicht erreicht. Trotzdem bleibt es das Beste seiner letzten 5 Bücher und ist zu empfehlen wenn man auf das Genre steht. Die Story erscheint etwas abgedreht aber wenn man sie mit der Realität vergleicht passt es dann doch recht gut. :ugly:
D-Day und Band of Brothers by Stephen E. Ambrose
Zu zwei Sachbüchern die mich persönlich sehr bewegt haben. D-Day schildert wie der Name doch schon erahnen lässt die Landung in der Normandie, die Vorbereitung und die Tage danach aus der Sicht mehrer amerikanischer und britischer Soldaten. Dabei wird sehr viel Wert auf das Detail gelegt und die Gefühle der Soldaten die an diesem längsten Tag gekämpft haben werden sehr schön rübergebracht. Hier wird nicht auf die Nazis eingehauen und welch bösen Kreaturen der Hölle sie doch waren, sondern auch im Krieg sieht man, dass auf beiden Seiten doch nur Menschen kämpfen, die das müssen. Auch über Kriegsverbrechen auf amerikanischer Seite wird gesprochen und man erfährt wie grausam es wirklich war. Band of Brothers schlägt in die selbe Kerbe, schildert allerdings nur die Schlachten der Easy Company, eben gleich wie in der TV-Serie. Für jeden der die Serie gesehen hat ist es sowieso ein Muss. Lieutenant Winters beschreibt sehr detailliert, aber nie ohne Humor wie der Alltag des Krieges ausgesehen hat und wie dieser die Menschen um ihn verändert hat. Man möchte meinen die Charaktere wären frei erfunden, so spannend liest sich das.
Im Moment bin ich noch bei Game of Thrones (welches ich nicht mehr weglegen kann. :sabber: Die Charaktere sind so spannend geschrieben, bin aber auch erst bei Daenerys Heirat mit Khal Drogo Lieblingscharaktere bisher eindeutig Bran :( und Jon Snow.
Außerdem habe ich hier noch "Leopard" von Jo Nesbo und Catcher in the Rye. Letzteres liegt hier schon ewig, aber ich hatte noch keine Zeit und Lust. Leopard musste ich holen, irgendwas muss an dem ganzen Skandinavienkrimi Hype ja dran sein. :grummel:
One Day werde ich mir noch dieses Jahr bestellen, Drachenläufer habe ich schon auf dem Radar seit ich im Zuge von "Generation Kill" davon gehört habe und Dank Jackass wirds dann wohl recht bald bestellt. :)
Bossypants, das Buch über Enke und Tolstois Krieg und Frieden stehen auch auf dem Plan. Naja eigentlich noch viel mehr, aber hey... da fehlt Zeit und Geld. :usad:
Jedenfalls großer Dank an VfBFan und Jackass fürs abfeiern von A Song of Ice and Fire und generell Jackass für jede Rezension. Die machen verdammt Lust aufs Lesen. :)
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Brandon Sanderson "The Stormlight Archive Book I: The Way of Kings"
Das 2010 erschienene Buch "The Way of Kings" ist das Erste einer zehn Bücher umfassenden neuen Saga von "Autorenneuling" Sanderson.
Der Prolog des Buches erzählt die Geschichte der 10 Heralds, den Führern der Knights Radiants, einem Orden der tausende Jahre lang die Menschheit vor den dämonenartigen Voidbringers beschützt hat.
Als die Heralds sich der Menscheit abwandten und verschwanden, löste sich im Laufe der Zeit auch der Orden der Knights Radiants auf und liesen die Menschen im Stich.
Was hat sie zu dieser Maßnahme geführt?
Die Haupthandlung setzt tausende Jahre nach diesen Ereignissen an. Die Voidbringer sind verschwunden, die Heralds und Knight Radiants gelten in den Geschichtsbüchern als Verräter an der Menschheit. Ihre einzigen Hinterlassenschaften sind die mystischen Shardblades: Schwerter, die nicht durch lebendes Fleisch schneiden, sondern vielmehr einzig und allein die Seelen und damit die Opfer ohne Blutvergießen töten.
Der König der Alethis wird in Alekthar, der Hauptstadt des Reiches ermordet. Der Attentäter Szeth-son-son-Vallono(ein Shin, der dem jenigen, der seinen "Oathstone" hält bedingungslos gehorchen muss) wurde mit dem Mord von den Parshendis beauftragt. Die Parshendis, eine technologisch nicht weit, erst vor kurzem entdeckte Rasse, haben vor dem Anschlag noch gute Beziehungen nach Alekthar geplegt.
Warum lassen sie den König, anscheinend motivlos, ermorden? Und wer sind diese Parshendis überhaupt?
6 Jahre später tobt ein schier endloser, durch Rachegelüsten seitens der Alethi,getriebener Krieg. Der Konflikt findet hauptsächlich auf den Shattered Plains, einer steinartigen durch tausende von unterschiedlich hohen Plateaus gezeichnete Landschaft.
Die Geschichte fokusiert sich auf die 3 Hauptcharaktere Kaladin, Dalinar und Shallan.
Kaladin, der durch unglückliche Ereignisse Soldat und durch noch unglücklichere Begebenheiten schließlich zum Sklaven wird, findet sich schlussendlich auf den Shattered Plains wieder. Allerdings nicht um dort zu "kämpfen", sondern in einer "Bridgecrew" als Kanonenfutter zu landen.
Shallan, die Tochter des kürzlich verstorbenen Brightlords Davar, muss um den Wohlstand Ihrer Familie retten zu können, einen bestimmten Gegenstand von Jasnah, einer weltberühmten Gelehrten und Schwester des aktuellen Königs, stehlen. Um dies erreichen zu können, wird sie die Schülerin von Jasnah.
Dalinar, der Bruder des verstorbenen Königs, ist bzw. war vielmehr einer der besten Shardbearer (Träger der Shardblade) der Nation. Vor dem Versterben seines Bruders, hat dieser ihm um eine letzten Gefallen gebeten: Er soll das Buch"The Way of Kings" lesen und studieren. Er las das Buch und begann die Lebensweise der Alethi zu hinterfragen. Gleichzeitig wurde er seitdem von Visionen aus der Zeit der Knights Radiants heimgesucht.
Wer schickt ihm diese? Was haben sie zu bedeuten? Sind sie echt?
Die Handlung spielt, ähnlich wie in Mistborn, in einer durch Unwetter geplagten,trost- und farblosen Welt. Die sogenannten "Highstorms", tornadoähnliche Stürme fegen seit jeher durch das Land.
Das 1. Buch deutet zudem an, das die Saga wieder sehr durch Religion und Götter geprägt sein wird. "The Way of Kings" geht damit zwar nur spärlich um, trotzdem lässt sich dort wieder Einiges erahnen.
Das Buch wurde im Vorfeld von den Genrefans, auch aufgrund der hohen Erwartungen wegen Mistborn, ziemlich gehypt. Wird es dem Hype gerecht? Absolut. Mehr als das. Es ist besser als Mistborn.
Der Schreibstil von Sanderson war in seinen 3 (bzw. 4) Vorgängerwerken der größte Kritikpunkt(allerdings: Jammern auf hohem Niveau).
Er hat sich stark verbessert. Also wirklich. Es hat sich wie aus einem Guss gelesen. Es ist unglaublich wie dieser Mann sich stetig steigert.
Eine zehnteilige Serie mag vielleicht für viele abschreckend sein, aber bei dem schnellen Schreibrythmus(Sanderson schreibt laut seinen Angaben 6-8 Stunden täglich) darf man jährlich einen neuen Band erwarten. Band 2 wird allerdings, wegen seiner Arbeit am letzten Wheel of Time Roman, erst 2012 erscheinen.
Ein solch junges Talent.. Nein, Meister! hab ich selten erlebt. Ich freue mich noch Jahrzehnte seine Werke lesen zu dürfen.
Er hat sich mit seinen Büchern in meine Top 5 der besten Fantasyautoren allerzeiten eingeschlichen.
Noch ein Wort zum Potenzial von Stormlight Archive.
Kann es besser als George RR. Martins "a song of ice and fire" werden?
Ja, es kann.
Seine Charaktere sind zwar großartig ausgearbeitet, aber in Sachen Charaktertiefe wird er Martin wohl nicht das Wasser reichen können. Wenige können das.
Wenn Sanderson es allerdings schafft seine Welt noch lebendiger und glaubwürdiger zu gestalten, kann er es trotzdem schaffen.
MAX POWER
25.08.2011, 22:20
Ich habe in meinen Ferien den ersten Teil der Stieg Larsson Trilogie "Millenium" gelesen.
"Verblendung" fand ich wahnsinnig spannend und auch sehr interessant, was die gesellschaftskritischen Aspekte betrifft. Gewisse Szenen sind irgendwie recht heftig beschrieben, da nahm der Larsson kein Blatt vor den Mund.
Ich empfehle, ich empfehle.
Die komplette Reihe ist uneingeschränkt zu empfehlen. Liest sich gut in einem Rutsch durch.
Haha, geil. Mal Bücher, die mir gar nichts geben ausnahmsweise.
Stieg Larsson finde ich völlig überbewertet und nur durch einen merkwürdigen Hype in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Sie sind nicht schlecht, aber in meinen Augen nicht die Bestseller, für die sie gemacht worden sind. Ich fand sie langweilig.
Und "The Way of Kings" fing ich an, legte es aber dann weg. Zum einen lese ich gerade lieber nochmal "A song of ice and fire" von vorne durch, weil ich die Welt nach Abschluss des 5. Buches sehr vermisse. Zum anderen gefielen mir weder die Sprache besonders, noch die Charakterdarstellung. Ich fand es schon zu Anfang deutlich verwirrender als George R. R. Martin's Bücher, da gleich in den ersten Kapiteln viele "Fremdwörter" in das Buch geworfen werden, die auf der Welt beruhen. Ich weiß nicht, mit Sanderson werde ich überhaupt nicht warm.
Nä. Jetzt erstmal nochmal komplett Martin "A Song of ice and Fire" (mit Buch eins schon wieder fast zur Hälfte durch :D ), dann daneben Kingkiller Chronicles weiter und im Übrigen wartet Harry Potter auch noch auf seinen Abschluss bei mir. Und im Oktober kommt schon der neue Pratchett!
Richtig, ich hätte vielleicht noch schreiben sollen, dass der Anfang recht zäh ist.
Die Mitte des Buches ist dann wirklich stark und die letzten 300 Seiten sind phänomenal.
Machen verdammt, machen!
Jetzt kommt erstmal "the Long Price Quartet" dran. Hab ich viel zu lange aufgeschoben.
http://media.buch.de/img-adb/26019456-00-00/wasser_fuer_die_elefanten.jpg
Das Review bezieht sich auf die deutsche Fassung. Der englische Titel lautet "Water for elephants".
Ich empfehle das Buch vor dem Film zu lesen, da der Film mit dem Buch nicht mithalten kann.
Dieses Buch empfehle ich als Geschenk für die Frau/Freundin verbunden mit dem Angebot, es selbst auch zu lesen. So was kommt ja ggf. als Basis für "etwas gemeinsam machen" gut an.
Als man klein war, liebte man Geschichten, weil sie ein Happy End hatten. Eine einfache Geschichte, Junge trifft Mädchen, ein Bösewicht, und am Ende siegt das Gute.
Wenn man älter wird, muss sich in einer Welt, die medial nach Anspruch schreit aber nicht vorlebt, alles ändern. Bücher müssen einen Sinn haben, eine Tiefenanalyse menschlicher Verhaltensweisen geben, sollen uns bewegen, uns zu bessern.
Warum?
"Wasser für die Elefanten" ist ein Buch aus der Kindheit für Erwachsene. Ein junger Mann steht an einer Eliteuni Ende der 1920er in der tiefsten Wirtschaftskrise in den USA kurz vor seinem Abschluss als Tierarzt, als seine Eltern sterben. Nun ist er mittellos - die Praxis seines Vaters, die er übernehmen sollte, ist längst hochverschuldet, Haus uns Hof gehören der Bank.
Der Junge rennt in seiner Abschlussprüfung aus dem Hörsaal, und weil er nicht weiß, wo er hin soll, will er einfach nur auf einen Zug aufspringen nach nirgendwo. So landet er beim Zirkus der 20er Jahre - einem Wanderzirkus, der mit einem eigenen Zug durch das Land fährt. Und ein Fast-Tierarzt ist natürlich besser als keiner - unser junger Freund darf dort arbeiten und bleiben. Bis er sich unsterblich in eine Artistin verliebt, die jedoch bereits mit einem kaltschnäuzigen Tierdresseur verheiratet ist...
Ein einfacher Ausgangspunkt, eine Geschichte, die eigentlich nichts bietet. Aber doch alles hat: Sie ist derart liebenswert, charmant und unterhaltsam geschrieben, das man gerne weiter liest. Ich mag das Setting der Weltwirtschaftskrise an sich bereits gerne, aber die Beschreibung der eigenen Welt des Zirkus, der einen Mikrokosmus in sich bildet, gelingt der Autorin wunderbar. Daneben tritt noch die Arbeit mit den Tieren, die man einfach mögen muss - den Löwen ohne Zähne, die Pferde, und vor allem natürlich auch die Elefantendame Rosie, die man einfach lieb haben muss angesichts ihrer Cleverness und Herzensgüte.
Aber das Buch richtet sich auch an Erwachsene, ohne jedoch den Charme einer jugendlichen Magie zu verlieren. Wir haben einen wichsenden Zwerg darin ebenso wie Sex, Alkohol und Mord. Deswegen ist es eben ein "Märchen für Erwachsene", und eignet sich auch so wunderbar für ältere Leser.
Auch als Mann kann ich das Buch angesichts seines Charmes und seiner zwar nicht tiefgehenden, aber doch liebenswerten Charaktere und einiger witziger Szenen sehr empfehlen.
Ein schönes Buch, welches kein Meisterwerk ist und nie sein möchte. Man wird dadurch kein besserer Mensch. Aber man fühlt sich besser, weil es ein wenig die Magie der Kindheit zurück gibt.
Huh, gerade "Der Mandant" zu Ende gelesen. Und meine Fresse, selten war ich so fertig, wie jetzt. Was da gg. Ende für ein Tempo aufgenommen und gehalten wird habe ich so noch nie erlebt. Ausführliches Review folgt definitiv, hat das Buch einfach verdient. :sabber: Klare Kaufempfehlung!
http://img64.imageshack.us/img64/5078/mistborn.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/64/mistborn.jpg/)
The Mistborn Trilogy by Brandon Sanderson
Einen noch auf den Weg: Ich mochte ja den guten Brandon Sanderson bisher nicht, und diese Buchreihe habe ich jetzt nur angefangen auf Empfehlung von VfbFan. Wenn der das mag, muss ja zumindest irgendwas dran sein.
Ich bin schwer begeistert! Die Charaktere erreichen sicherlich nicht die Tiefe von George R. R. Martin, aber das müssen sie auch nicht. Die Geschichte hat einen äußerst interessanten Ansatz mit einer Welt, in der "das Böse" gesiegt hat und seit tausend Jahren die Bevölkerung unterdrückt. Eine Gruppe von besseren Dieben kommt zusammen, um den dunklen Lord Ruler den Staatsschatz zu klauen - und im Vorbeigehen sein Reich zu zerstören. Hört sich einfach an, hat aber was von "Ocean 11" verbunden mit einer großen Prise Fantasy. Die Hauptfigur dieses Buches könnte eigentlich famos von George Clooney gespielt werden, würde m.E. gut passen.
Das Magiesystem finde ich grandios! Hier wird Magie nicht einfach als gegeben dargestellt, sondern in einen Erklärungs- und Verstehenszusammenhang eingebettet, der den Magiern dieser Welt klare Grenzen von dem setzt, was für sie möglich ist. Dadurch gibt es nicht diesen typischen "Zauber-Effekt" (in die Enge getrieben aufeinmal ein brillanter Zauberspruch, den er sich auch vor 300 Seiten schon aus dem Ärmel hätte ziehen können). Stattdessen eine spannende, stringente, actionreiche und unterhaltsame Story. Ganz großes Kopf-Kino. Ich hoffe auf eine Verfilmung, und empfehle jedem der Fantasy-Zugeneigten diese Buchreihe ebenfalls.
So, Mit Clash of Kings gestern fertig geworden. Was soll ich sagen, bin immernoch fasziniert von dem Buch.
Tyrion entwickelt sich immer mehr zu meinem Lieblingscharakter. Konnte Anfangs nicht viel mit ihm anfangen und da er zu Beginn nur eine kleine (hihi) Rolle spielte, war er mir egal, aber mittlerweile sind seine Kapitel die spannendsten. Ich kann den Charakter selbst allerdings nicht einschätzen. Was will Tyrion erreichen? Sorgt er sich mehr um die Lannisters, sich selbst oder das Reich, das kann ich bisher wirklich nicht einschätzen.
Im Osten passiert ja relativ wenig bis garnix. Es ist zwar nicht uninteressant zu lesen, wie Daenerys denkt, aber irgendwie wiederholen sich da zu viele Storyteile indem alles was sie macht eine Falle ist und jeder sie umbringen will. Mag zwar irgendwie passend sein, aber dem Ganzen fehlt die Spannung.
Ich hab übrigens unglaublich lange gebraucht, bis ich realisiert habe, dass Gendry der junge Schmied aus Teil 1 war. Arya gefällt mir auch super, entwickelt sich zu einem vielseitigen Charakter. Zwischen Mitgefühl ob ihrer Situation und Erstaunen wie kaltblütig sie sein kann. Bin gespann ob man Jaqen noch wiedertrifft. :)
Die Beschreibung der Schlacht um Kings Landing war grandios. Hoffe die bekommen das in der Serie genauso gut hin.
EDIT: Achja, wo ist Ser Barristan abgeblieben? Fand den Charakter irrsinnig stark, der darf doch nicht einfach weg sein.
Im Ösilandurlaub Hummeldumm vom Jaud Tommy gelesen.
Sehr leichte Kost, für jemanden der selten liest.
Gut 300 Seiten, für zwischendurch oder 3-Seiten-Einschlafleser wärmsten zu empfehlen.
Kurze Story:
Mann, mittleres Alter fliegt mit Freundin in Urlaub.
Jobstressbedingt überlässt er ihr die komplette Wahl des Zielortes, kümmert sich dafür allerdings noch um die Reservierung der neuen Wohnung.
Nicht nur, daß als Urlaubsziel Namibia statt Strand und Sonne gewählt, und die Reisegruppe eine absolute Katastrophe zu sein scheint, wurde auch die Reservierungssumme von 5000 € nicht überwiesen.
Katastophenurlaub, Jagt nach Ladekabeln, Teilerfrierungen in nächtlichen Wüstencamps sowie jede Menge Treffen mit mehr oder weniger exotischen Tieren also vorprogrammiert.
Auch daß Ende wie ich finde sehr gelungen.
Das ist übrigens Carlos.
http://img1.classistatic.com/cps/bln/110728/618r5/607083a_23.jpeg
Black Stone Cherry
13.09.2011, 15:59
Möcht mich hier nur kurz für die häufige Empfehlung der George R.R. Martin Bücher bedanken. Hab mir die englische Sammelversion für den Sporttpreis bei amazon bestellt. Bin noch relativ am Anfang des ersten Buches (Seite 70 oder so). Liest sich wirklich toll.
In Sachen Vorahnungen, was passieren könnte, tappe ich eigentlich immer im Dunkeln. Jedoch finde ich, dass bei Game of Thrones oft ziemlich offensichtliche Anspielungen gemacht werden, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Das finde ich einw enig schade.
Wahrscheinlich liege ich aber total falsch und am Ende kommt es ganz anders. :)
scnorweger
13.09.2011, 16:09
Wahrscheinlich liege ich aber total falsch und am Ende kommt es ganz anders. :)
:top:
Möcht mich hier nur kurz für die häufige Empfehlung der George R.R. Martin Bücher bedanken. Hab mir die englische Sammelversion für den Sporttpreis bei amazon bestellt. Bin noch relativ am Anfang des ersten Buches (Seite 70 oder so). Liest sich wirklich toll.
In Sachen Vorahnungen, was passieren könnte, tappe ich eigentlich immer im Dunkeln. Jedoch finde ich, dass bei Game of Thrones oft ziemlich offensichtliche Anspielungen gemacht werden, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Das finde ich einw enig schade.
Wahrscheinlich liege ich aber total falsch und am Ende kommt es ganz anders. :)
Keine Sorge. Die Geschichte entwickelt sich in fast jedem Handlungsstrang anders als erwartet. George RR. Martin ist quasi ein Meister darin seine Leser zu verarschen(im positiven Sinne).
Black Stone Cherry
13.09.2011, 18:20
Ok, dann war zumindest diese Vermutung richtig. Wobei ich mir vorstellen kann, dass das auf Dauer auch ermüdend sein kann. Ich mein, in fast jedem Kapitel kommt mindestens ein vermeintlicher Hinweis auf den Fortgang der Story.
Bin mittlerweile ca. auf Seite 300 des ersten Buches (ich weiss ist langsam, aber allzu viel Zeit hab ich auch nicht). Sehr lobenswert ist, dass sich bisher die Serie sehr stark an die Bücher orientiert. Viele Szenen sind wirklich 1:1 umgesetzt. Daher weiß ich zwar was passiert, aber es liest sich trotzdem spannend.
Black Stone Cherry
13.09.2011, 19:08
Ist mir auch stark aufgefallen. Hab bisher nur die erste Folge gesehen. Kommt mir so vor, als hätte man das Buch 1:1 Schritt für Schritt abgearbeitet.
Ist mir besonders aufgefallen, da ich kurz zuvor die Herr der Ringe Trilogie gelesen hatte. Peter Jackson hat daraus ja eine relativ freie Interpretation gemacht.
http://livrosgratis.net/upload/capas/christine-stephen-king.jpg
Stephen King – Christine
Der Name „Stephen King“ ist und wird immer mit dem Gedanken an Trivialliteratur aus dem Genre „Horror“ verbunden sein. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes – immerhin hat der Mann Bücher geschrieben, die über 400 Millionen Mal weltweit verkauft worden sind. Ich persönlich weiß nicht, ob es einen Autor in der Weltgeschichte gibt, der noch mehr Bücher verkauft hat. Martin Luther? Tolkien? Hemingway?
Das einmal ausgeblendet, darf man aber auch etwas anderes nicht vergessen. Stephen King ist auch ein Chronist unserer Zeit. Seine Horrorgeschichten funktionieren aus einem nahezu perfide einfachen grund: Sie greifen das Alltägliche auf und verwandeln es in etwas Böses. War es der mordende Hund in Cujo, war es der bessene Fan in „Misery“ (auch bekannt als „Sie“), war es der Wunsch nach der einen Sache, die man unbedingt besitzen muss, in „Needfull Things“.
Hier setzt auch „Christine“ an, und es ist gleichzeitig die Chronik eines Amerikas Ende der 70er Jahre, welches dem heutigen Amerika noch in so vielen Dingen ähnelt. Es ist die Geschichte von Jugendlicheren, deren Leben eigentlich schon mit 16, 17 von Erwachsenen und der Gesellschaft vorgezeichnet ist, und deren Wünsche und Hoffnungen irgendwo darin zerrieben werden. Bis sie sich in etwas anderem entladen.
Arnie und Dennis sind die besten Freunde. Während Dennis als Footballer sich einiger Beliebtheut erfreut, ist Arnie der heute von uns schon als stereotypisch empfundene Highschool-Loser – verpickelt, ohne Freundin, klug und im Schachklub, aber eben der Junge, auf dem alle rumtrampeln. Ein vorgezeichnetes Leben – er wird studieren, wie seine Mutter es fest für ihn geplant hat, er wird vielleicht mal ein Mädchen finden, was über Pickel und Schüchternheit hinwegsieht, und ein Leben führen, was irgendwie nie seinem Wunsch entsprach, was aber für ihn vorgezeichnet war.
Bis er Christine trifft.
Christine ist ein Plymouth Fury, ein Auto, das Ende der 50er Jahre gebaut war. Als er es das erste Mal sieht, ist Christine ein Wrack. Aber Arnie verliebt sich in Christine – dass sie von einem alten, verstörten, hasserfüllten Mann verkauft wird, stört ihn nicht. Dass er tausende von Doller, die er sich für das College erspart hat, darin investieren wird, stört ihn auch nicht. Er liebt Christine, von dem ersten Moment an, in dem er sie sieht. Dennis kann ihn nicht davon abbringen, Christine zu kaufen. Er muss ihm sogar dabei helfen, denn Arnie...Arnie, der stille Arnie, wirkt plötzlich anders. Hart, entschlossen. Christine, oder nichts.
Er kauft Christine, und er beginnt sie zu restaurieren. Stephen Kings langsame, aber intelligente Erzählweise zeigt uns einen sich verändernden Arnie auf, dessen Pickel verschwinden, der erwachsener wirkt, alles gleichzeitig, während er Christine Stück für Stück zusammensetzt. Aber gleichzeitig entfremdet sich Arnie auch von Dennis, von seinen Eltern, denn für ihn gibt es nur noch Christine. Doch Arnie wird ein hübscher, starker Junge, und in Christine kann er alles erreiche. Als dann Dee auf der Bildfläche erscheint, scheint alles gut zu sein – Arnie hat eine Freundin, und auch seine Noten sind in Ordnung. Er macht sogar einen Deal mit seinen Eltern, dass er wunderbare Noten haben wird und auf das College gehen wird, wenn er nur weiter an Christine arbeiten darf.
Und dann zerstören Schul-Rowdies Christine. Zerschlagen sie. Machen alles kaputt, was Arnie an ihr wieder aufgebaut hat.
Aber sie haben nicht damit gerechnet, dass Christine und Arnie etwas anderes verbindet als nur die Zuneigung eines Mannes zu seinem Auto. Und dass Christine alles andere als ein Auto ist...
...und in einer sternenlosen Nacht wandert einer der Jungen über die Straße, und als er sich umdreht, sieht er hinter sich nur Scheinwerfer aufhellen, und für einen Moment kann er nichts erkennen, bis er sie sieht, sie, die Hure, die sie doch zerstört haben, sie, die eigentlich kaputt sein sollte, sie, diese Christine, und er fühlt es, er weiß es, jetzt wird er sterben...
Christine ist ein Horrorbuch. Aber Christine ist nicht nur ein Buch über ein „böses Auto“. Christine ist das Buch über eine Jugend Amerikas, eine Jugend vielleicht in vielen Staaten, die schon mit 16, 17, auf soziale Rollen, auf bestimmte Zukünfte vorgeprägt ist, und sich diesen Rollen nicht entziehen kann. Es sei denn, sie finden etwas, um ihre Wünsche zu kanalisieren. Um Freiheit zu leben. Um Hass zu leben.
Wie Christine.
John Carpenter hat das Buch gut verfilmt, aber nicht romangetreu. Einige wesentliche Elemente des Buches ließ er zur Verkürzung der Geschichte weg. Es ist eben nicht nur eine Geschichte über ein böses Auto. Es ist die Geschichte über zwei Jugendliche, deren Freundschaft zerbricht, über Eltern, die ihre Kinder mit Erwartungen überbordern und dann an deren Rebellion ebenso kaputt gehen, und es ist die Geschichte des Kleinstadt-Amerikas der 70er Jahre, seiner guten Seiten, seiner falschen Seiten. Es ist eben auch eine Chronik in einer Horrorgeschichte.
Wer Stephen King mag und wer ein Faible für Autos hat, sollte sich ranwagen.
Dieser wichtige Thread darf nicht abstürzen. Deshalb ein Review von mir zu einem zwar nicht gerade jetzt gelesenen Buch/Buchreihe, aber eine, die ich jetzt wieder angehe und mir gerade als Hörbuch auf das Iphone gezogen habe. Danke, audible.de.
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Timothy Zahns Thrawn Trilogy hat jetzt 20 Jahre auf dem Buckel und wird gerade in der 20th Anniversary Edition neu aufgelegt und vertrieben. Die Trilogie umfasst die Titel:
Buch 1: Heir to the Empire (dt. Titel: Erben des Imperiums)
Buch 2: Dark Force rising (dt. Titel: Die dunkle Seite der Macht)
Buch 3: The last command (dt. Titel: Das letzte Kommando)
Wer ein Star Wars Buch liest, gilt sicherlich gleich und gerne als Freak. Ich habe in der Jugend einiges an Star Wars und Star Trek Büchern gelesen, und rückblickend muss man sagen: Es gibt viel Schrott.
Aber diese Werke gehören nicht dazu. Diese Werke sind Star Wars, durch und durch, mit allem, was dazugehört. Mehr geht nicht - und zwar das "alte" Star Wars, nicht das neuverfilmte, das Star Wars der Episoden IV bis VI - das Star Wars, welches Leute meines Alters prägte und immer prägen wird.
5 Jahre nach der Zerstörung des 2. Todessterns ist das Imperium fast besiegt. 20% der Sternensysteme halten noch an der Ordnung des Imperators fest und unterwerfen sich weiter den Gouverneuren des Imperiums. Die "Neue Republik" hat sich wieder auf Coruscant niedergelassen, und beginnt den Neuaufbau.
In den Wirren der Nachkriegszeit kommt die Neue Republik jedoch nicht sofort zur Ruhe. Es beginnen die politschen Grabenkämpfe um die Macht, und in ihnen wird Leia Organa Solo, Ehefrau von General Han Solo, zerrieben. Sie ist amtsmüde und wünscht sich die alte Zeit zurück.
Han Solo selbst ist eine Art Botschafter der Neuen Republik geworden - ein Botschafter, der mit den Kriminellen des Universums verhandelt, damit sie der Neuen Republik gegen Bares helfen. Dass Han das ausgezeichnet kann, wissen wir ja aus Episode sechs ("Sag JAbba...").
Luke Skywalker ist desillusioniert und eher orientierungslos. Er ist einsam - viele glauben, er habe den Imperator getötet und werde sich bald zu einer Art neuem Darth Vader aufschwingen. Obwohl er ein Kriegsheld ist, findet er keinen Anschluss...
Doch die Dinge ändern sich. Das Imperium ist in der Hand von Großadmiral Thrawn. Thrawn ist kein Jedi. Aber ihn zeichnet ein taktisches Geschick aus, welches weder Vader noch der Imperator hatten. Während er anfangs noch Nadelstiche gegen die Neue Republik setzte, beginnt er bald mit Offensiven. Aber dies ist nur der Vorplan....denn Thrawn weiß vom Imperator selbst etwas, was niemand anderes mehr weiß...
..außer Mara Jade, einer Schmugglerin, die etwas verbirgt, eine Vergangenheit mit dem Imperator...
...und Thrawn findet es - "es", dass der Imperator verbarg - und noch wichtiger: Er findet "ihn".
Ihn, den letzten dunklen Jedi der Galaxie.
Was als Politik der kleinen Siege begann, entwickelt sich bald zu einer Offensive, in der große Teile der Republik wieder in die Hände des Imperiums fallen. Luke, Leia und Han, mit ihnen Chewie, Lando und alle anderen Lieblinge machen sich wieder auf, der Galaxie die Freiheit zurück zu geben - und Luke muss sich erneut der dunklen Seite der Macht stellen, und dieses Mal, dieses eine Mal, kann er nicht widerstehen - was hat ihm die Freiheit gebracht außer Einsamkeit, Isolation, Angst der Galaxie? Er begibt sich in die Ausbildung bei dem dunklen Jedi...
Die Story wirkt ggf. im ersten Blick aufgesetzt, aber wie George Lucas in den ursprünglichen Geschichten versteht sich Zahn auf zwei Dinge:
a) die Charakte sind perfekt getroffen. Han fühlt sich wie Han an, Leia wie Leia, Luke wie Luke. Das ist etwas, was ganz wichtig ist um eine Star Wars-Geschichte zu schaffen.
b) Die Dinge greifen "ineinander", ähnlich wie in der Originaltrilogie. Thrawns Taktik ist gut nachvollziehbar. Es gibt keine Siege, die nicht rational erklärt werden. Es gibt keine "unnatürliche", aufgesetzt wirkende Gefahr auf Seiten unserer Helden, die der Leser lediglich als Wiederaufwärmung der ursprünglichen Ideen empfindet. Ebenso wie Thrawns Plan wirken die drei Bücher "in sich durchdacht" - die Räder passen ineinander, und ähnlich wie bei den Filmen haben Ereignisse an einem Ende der Galaxie Auswirkungen auf das andere Ende der Galaxie.
Zudem verzichtet Zahn auf Übertreibungen, wie wir sie aus den neuen drei Episoden kennen. Seine Bücher bleiben ruhig, nicht überdreht. Seine Schlachtenschilderungen sind ausgezeichnet und erinnern an die Schlacht um Hoth oder den Kampf um den ersten Todesstern. Sie wirken durchdacht.
Gleichzeitig gibt es immer wieder kleine Anspielungen auf die Filme, die das Universum "rund" machen. Sei es, dass Jabba the Hut in einem Nebensatz in einer Unterhaltung erwähnt wird, dass über Boba Fett gesprochen wird oder schließlich Nebenfiguren der Filme stärker in den Vordergrund rücken (z.B. Captain Pallaeon von einem imperialien Sternenkreuzer).
Die Bücher sind zudem ausgezeichnet und kurzweilig geschrieben. Es ist einfach auch, unabhängig vom Star Wars Setting, gute, kurzweilige Literatur. Da es jedoch eben das Star Wars Setting ist, macht es deutlich mehr Spaß.
Und, last but not least: Admiral Thrawn ist ein brillanter Charakter. Man wünscht sich manchmal, er möge gewinnen, weil er einfach so fies genial plant.
Daher: Mut zur Star Wars Lektüre - ihr werdet es nicht bereuen.
Thrasher
05.10.2011, 19:45
Das ist echt ziemlich gut, und wohl auch "kanonisch" im Star Wars Universum, G. Lusac hat wohl seine Ideen an Zahn weitergegeben, und Zahn das vorbildlich abgeliefert.
Von dem habe ich damals auch einige "military Science Fiction verschlungen.
A Song of Ice and Fire - A Storm of Swords: Red Wedding :eek: Auch wenn ichs schon geahnt hatte, bin ich doch gerade ziemlich fertig mit den Nerven. Nicht dass Robb und Catelyn zu meinen Lieblingen zählten, aber fuck, war das grausamst eingefädelt und ausgeführt. Tat richtig weh zu lesen. The King In The Fucking North ist plötzlich nicht mehr. Haus Stark geht zu Grunde. Denke mal, dass Jon als gewählter Nachfolger von Robb fortan die Ehre des Hauses hoch halten muss - wenn er überhaupt noch so lange lebt bis er das überhaupt erfährt... Und was sollte die Lannisters jetzt noch aufhalten können? Eigentlich nur Melisandre. Ich geh mal davon aus, dass nun auch Joffrey auf irgendeine Weise noch in den letzten 400 Seiten des Buches sterben wird - one leech for every usurper. Greyjoy tot, Robb tot, fehlt noch Joffrey. Aber das allein kann die Lannisters wohl nicht stürzen...und so schnell wird Mance Rayder auch nicht vorbei an den Greyjoys nach King's Landing kommen. Bin jetzt aber mal gespannt, was sich so bei der Hochzeit in King's Landing ergibt bei all der tief aufgestauten Feindseligkeit zwischen den Tyrells und Dornishmen...und zwischen Tyrion und seinem Vater solls ja auch noch scheppern, wurde mir gezwitschert...
Auf jeden Fall und ganz sicher: Walder Frey, Roose Bolton, Jaime Lannister, King Joffrey, Queen Cersei, Tywin Lannister, Theon Greyjoy... valar morghulis, valar morghulis, ihr verdammten Arschlöcher.
Übrigens: Go Brienne, go! Finde die klasse und hoffe, sie schafft es noch weit in der Serie. Wobei ich mir etwas Sorgen darum mache, wie sie die Neuigkeiten von den Twins aufnehmen wird. Genau jetzt, wo Jaime anscheinend gewollt ist, ihr Schutz zu versprechen...
Hennywise
06.10.2011, 11:16
http://img443.imageshack.us/img443/609/41tcikkalclsl500aa300.jpg
Thorsten ist ein Aufsteiger. Als junger Marketing-Experte in einem großen Mineralölkonzern ist er u.a. für das Produktplacement regionaler Tankstellen zuständig. Er definiert, organisiert und kalkuliert welche Getränke in welcher Höhe & Menge in den Regalen zu stehen haben, welche Spirituosen direkt in der "Consumer-Straightzone" an der Kasse verkauft werden und welche subjektiven Kundenwünsche eine Neuausrichtung der angebotenen Artikel erfordern. Er ist ein gleisendes Licht, eine Rakete wie er selbst sagt, ständig up-to-date mit einem übersteigerten Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten.
Sein ehemaliger Schulfreund Magnus, den Thorsten eines Tages aus Zufall in seiner Firma antrifft ist da anders gestrickt. Magnus ist ein hochbegabter, junger Mann Anfang 30, schon früh während seiner Schulzeit als 'Genie' verschrien. Nach seinem Abitur und dem abgeschlossenen Studium macht er sich als freischaffender Journalist auf nach Berlin, will dort seinen Traum als Drehbuchautor verwirklichen. Doch nach 10 Jahren liegt sein Traum brach, das Geld ist knapp weshalb er sich (fernab seiner eigenen Ideale und Überzeugungen) gezwungen sieht als Wirtschaftsjournalist in Thorstens Unternehmen anzuheuern.
Während Thorsten dem stetig wachsenden Druck der "Ellenbogengesellschaft" durch Alkohol, schnellen Sex und all-abendlichen Abstürzen in das städtische Nachtleben beizukommen versucht, zieht sich Magnus als 'Schläfer' zurück, begegnet anderen und sich selbst als gesichtslose Person und flüchtet sich in die Welt der Internetanonymität. Auch Thorstens Freundin Laura, die im Laufe des Romans eine immer tragendere Rolle einnimmt, erzählt in 'Sickster' ihre ganz persönliche, tragische Geschichte. Drei unterschiedliche Charaktere gefangen im Sog der Leere u. Orientierungslosigkeit mit Anfang 30, stets gewillt sich schon an der Startlinie der Leistungs- und Konsumgesellschaft die imaginäre Waffe an den eigenen Kopf zu richten...
Der Autor Thomas Melle umschreibt einige Passagen mitunter so detailliert und mit einer vibrierenden Härte dass vereinzelte Textpassagen wie ein Sperrfeuer auf den Leser niederregnen. Mal sarkastisch, mal melancholisch gehemmt erzählt der Roman nicht unbedingt eine Geschichte des Anti-Heros (zumindest nicht am Anfang), 'Sickster' ist m.M.n mehr der Versuch eine krankende Gesellschaft ohne Kompromisse widerzuspiegeln. Das Buch skizziert für meine Begriffe ein äußerst düsteres & kaltes Bild unserer heutigen Zeit, es entstehen Bilder über ein System in dem es von allem zu viel zu geben scheint und welches dafür verantwortlich gemacht werden kann dass Menschen geistig und körperlich ausbluten. Wenn es ein Buch gibt das die oftmals zitierte Generation Lost auf den Punkt bringt, hier ist es.
"Ich habe keine Ahnung, wer er ist."
Ich im Übrigen auch nicht.
Ich auch nicht. Ob der Preis aber wirklich ein solcher Gradmesser ist für die Bedeutung von Literatur, wage ich nachhaltig zu beweifeln.
M.E. hätte zum Beispiel Jean K. Rowling den Preis verdient - weil sie Millionen von Menschen erst zum ständigen Lesen brachte. Die hat m.E. mehr für die Literatur getan als gefühlt 90% der Preisträger.
Potter? Habe keinen gelesen, muss beim Aussprechen immer an Payback mit Mel Gibson denken.
In dem Genre hatte ich im Urlaub einst mal angefangen, die Trilogie von Philip Pullmann zu lesen (bekannt als "der goldene Kompass", dazu gibt es ja auch einen vernachlässigbaren Film).
http://www.amazon.de/Northern-Lights-Adult-Dark-Materials/dp/0439994128/ref=sr_1_4?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1317907528&sr=1-4
Wirklich, ich war positiv überrascht und vor allem gut unterhalten.
Die Harry Potter Reihe habe ich dieses Jahr angegangen und stecke im 5. Buch. Ein Review folgt von mir erst, wenn ich alles durch habe.
Ich habe mich lange gesperrt gegen Harry Potter aufgrund der Treue zu Terry Pratchetts Discworld und Prachetts nicht ganz unbekannten Groll gegen Jean K. Rowling.
Die Bücher sind aber wirklich ganz wunderbar geschrieben und wie eine Reise in die Kindheit zurück. Die Bücher empfehle ich uneingeschränkt und vorbehaltlos Leser jeder Altersstufe. Die Frau kann einfach schreiben.
Thrasher
06.10.2011, 14:33
Das ist halt ein Preis für Hochkultur, von Snobs für Snobs, nicht für langatmige Jugend-Fantasy-Literatur.
Der Medizinnobelpreis wird ja auch nicht an Carmen Elektra für Ihre Poledance-Fitnessvideos verliehen.
Auch wenn Carmen Elektra den Preis sicherlich verdient hätte.
Nach langer Suche konnte ich gerade ein Werk von Tranströmer finden:
Heimwärts
Das neue Gedicht von Tomas Tranströmer
Ein Telephongespräch lief in die Nacht aus und glitzerte
im Land und in den Vorstädten.
Danach schlief ich unruhig im Hotelbett.
Ich ähnelte der Nadel eines Kompasses, den der
Orientierungsläufer mit pochendem Herzen durch den
Wald trägt.
(Aus dem Schwedischen von Hanns Grössel )
Sein gesamtes Werk gibt es hier: http://www.amazon.de/gp/product/3446189610/ref=s9_simh_gw_p14_d0_g14_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7X F&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=1RKHGVHHT2QER8VRV3AV&pf_rd_t=101&pf_rd_p=463375173&pf_rd_i=301128
Das ist schon klar. Der Vergleich mit Carmen Elektra hinkt.
Hat irgendein schwedischer Dichter mal einen 12jährigen in Zeiten von Gameboy, Nintendo, Wi, Playstation, Iphone und Ipad zum Lesen gebracht?
Das ist jetzt keine Glorifizierung von Rowling. Dafür gibt es auch viele andere sehr gute Jugendbuchautoren/Autoren.
Nur, wenn es darum geht, ob man Literatur als solche und das Medium Buch vorangebracht hat, dann kann man nicht leugnen, dass Rowling hier sehr viel getan hat. Natürlich hat sie damit auch schweine viel Geld verdient. Aber wie viele Kids hätten heutzutage außerhalb der Schule kaum Bücher gelesen, wenn es nicht Sachen wie Harry Potter oder Twilight gegeben hätte?
Das ist mir klar, dass da der Nobelpreis nie an Rowling vergeben wird. Es ist nur letztlich merkwürdig, dass dieser noch immer wichtigste Preis der Welt an Literaten vergeben wird, die kaum einer kennt und die an der Masse völlig vorbeigehen.
Thrasher
06.10.2011, 15:06
Natürlich hinkt der Vergleich nicht im geringsten, denn genau so wird Frau Rowling vom Nobelpreiskommittee wahrgenommen. Als strippende, äh, schreibende Hausfrau. Carmen Elektra vs. Irgendwas mit DNA.
Und das mit den unbekannten Literaten ist, und da habe ich mal die Liste überflogen, wohl Zyklisch: Pro Jahrzehnt 2-3 Literaten, die auch von der Masse gelesen werden, vs. 7-8 No-Names. Zieht sich durch alle Jahrzehnte:
1910er: Hauptmann und Hamsun, sonst unbekannte.
1920er: Yeats, Shaw, Th. Mann, der Rest liest sich wie "VfL-Legenden"
...
1990er: Dario Fo, Günter Grass, der Rest unbekannte Knubbelnasen
2000er, und da kommt glaube ich unsere aktuelle Wahrnehmung her, da kennst Du echt keine Sau. Ok, Harold Pinter, aber der ist eigentlich Theaterschreiber.
Ich gewinne eher den Eindruck, als ginge da eine Schere zwischen wahrgenommener U- und E- Literatur. Und dann kann man die Schuldfrage stellen: liegts an der Masse oder an den Literaten?
Armiin14
06.10.2011, 15:32
Der Nobelpreis für Literatur wird meines Wissens nach weder für ein einzelnes Werk, noch explizit für das Lebenswerk eines Autors verliehen. Das Hauptkriterium für den zu Ehrenden ist meistens die politische Botschaft, ob die nun realpolitisch oder gesellschaftspolitisch ist.
Der Nobelpreis für Literatur wird meines Wissens nach weder für ein einzelnes Werk, noch explizit für das Lebenswerk eines Autors verliehen. Das Hauptkriterium für den zu Ehrenden ist meistens die politische Botschaft, ob die nun realpolitisch oder gesellschaftspolitisch ist.
Nein, das ist zu 100% falsch. Politische oder gesellschaftliche Einflüsse sind allenfalls untergeordneter Natur, der diesjährige Preisträger hat seine Werke sogar bewusst frei davon gehalten.
Ob nun Lyrik oder Romane, Politik betreibt das Kommitee eher mit anderen Preisen - insbesondere dem Friedensnobelpreis.
Thrasher
06.10.2011, 17:01
Dummes Zeug, Remsen. Auch und gerade mit dem Literaturnobelpreis wird Politik gemacht. Guck Dir mal die Preisträger zu bestimmten Zeiten richtig an.
Thrasher
06.10.2011, 17:02
Den ersten Satz meines vorigen Posts kann man eigentlich auch direkt oben hin schreiben. Statt Sofacoach.
Dummes Zeug, Remsen. Auch und gerade mit dem Literaturnobelpreis wird Politik gemacht. Guck Dir mal die Preisträger zu bestimmten Zeiten richtig an.
Ich meinte damit vorrangig die diesjährige Vergabe. Klar mag man den Preis auch mal an einen Exil-Chinesen vergeben, eine bessere PR lässt sich aber mit dem Friedensnobelpreis veranstalten. Der Literaturpreis eignet sich eher für subtile Nadelstiche.
LFC_Sven
06.10.2011, 18:52
hab mir heute auf empfehlung eines Arbeitskollegens folgendes Buch zugelegt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41oEMlPdMjL._SL500_AA278_PIkin4,BottomRight,-45,22_AA300_SH20_OU03_.jpg
Beschrieben werden die verrücktesten (wahren) Unfälle mit Todesfolge. Quasi das final Destination der Bücher. Wer an schwazen Humor seine Freude hat, wird auch bestimmt mit diesem Buch sein Vergnügen haben. hier mal ein kleiner Auszug:
Nachdem ihre Familie seit einigen Tagen nichts von Marina Weber gehört hatte, meldeten sie die ziehrliche 38-jährige Frau als vermisst. Elf Tage nach der Vermisstenmeldung bemerkten Marinas Mutter und Schwester einen selstsamen Geruch im Haus. Sie gingen der Nase nach und fanden Marina festgeklemmt hinter einem 1,80 Meter hohen Bücherregal. Sie war kopfüber hinter das Regal gefallen und dort stecken geblieben, als sie ihren Fernseher auf dem obersten Regal einzustellen versuchte.
chinchin
07.10.2011, 07:38
Rudyard Kipling
Gerhart Hauptmann
Knut Hamsun
William Butler Yeats
George Bernard Shaw
Thomas Mann
Hermann Hesse
Thomas Stearns Eliot
William Faulkner
Bertrand Russell
Ernest Hemingway
Albert Camus
John Steinbeck
Jean-Paul Sartre
Samuel Beckett
Pablo Neruda
Heinrich Böll
Saul Bellow
Elias Canetti
Gabriel García Márquez
Joseph Brodsky
Toni Morrison
Seamus Heaney
José Saramago
Günter Grass
Imre Kertész
J. M. Coetzee
Elfriede Jelinek
Orhan Pamuk
Mario Vargas Llosa
:ka:
Nur um mal die bekanntesten zu nennen.
Potter? Habe keinen gelesen, muss beim Aussprechen immer an Payback mit Mel Gibson denken.
In dem Genre hatte ich im Urlaub einst mal angefangen, die Trilogie von Philip Pullmann zu lesen (bekannt als "der goldene Kompass", dazu gibt es ja auch einen vernachlässigbaren Film).
http://www.amazon.de/Northern-Lights-Adult-Dark-Materials/dp/0439994128/ref=sr_1_4?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1317907528&sr=1-4
Wirklich, ich war positiv überrascht und vor allem gut unterhalten.
Die Bücher sind in der Tat klasse. Vor allem der dritte Teil ist episch. Kann ich nur weiterempfehlen.
Thrasher
07.10.2011, 13:41
Nur um mal die bekanntesten zu nennen.
Wie ich sagte, 2-3 hochpolitische und/oder bekannte Preisträger, der Rest aus der Versenkung - in die Versenkung.
Thomas Mann, Herrmann Hesse, Guenter Grass, Pablo Neruda, Gabriel Garcia Márquez, Ernest Hemmingway, Jean Paul Sartre
=
Aus der Versenkung in die Versenkung :uhelp:
Ist doch egal, wir diskutieren hier doch Literatur, die _wirklich_ jemand liest.
scnorweger
07.10.2011, 14:00
Thomas Mann, Herrmann Hesse, Guenter Grass, Pablo Neruda, Gabriel Garcia Márquez, Ernest Hemmingway, Jean Paul Sartre
=
Aus der Versenkung in die Versenkung :uhelp:
Ist doch egal, wir diskutieren hier doch Literatur, die _wirklich_ jemand liest.
Hm, was willst du denn? Grass habe ich noch nicht gelesen und Neruda hat mich irgendwie nicht gepackt, von den anderen habe jeweils mindestens zwei Bücher gelesen...
Ändert natürlich nichts daran, dass das Nobelkommitte wohl niemals Preise für die "Tiefkultur" vergeben wird. Nichtmal die Schwedin Astrid Lindgren hat diesen Preis bekommen, die in meinen Augen nochmal weit über Rowling anzusiedeln ist.
Da bist Du halt kultivierter als ich. Pro Star Wars, contra Thomas Mann.
Thrasher
07.10.2011, 14:08
Aus der Versenkung in die Versenkung :uhelp:
Nee. Das war auf meinen Post bezogen, dass es pro Jahrzehnt eben auch 2-3 Literaten mit "Massenappeal", schaffen, man die anderen Knubbelnasen eben nicht kennt.
Und die oben genannten wurden und werden _wirklich_ gelesen. Und wenn jemand über Harry Potter ans Lesen kommt, dann ist das nur toll, wenn derjenige eben auch mal zu Grass, Böll, Sartre greift. Wenn die Leute danach Danielle Steele oder Paulo Coelho lesen, könnense's auch gleich sein lassen. So viel Snob muss sein.
Früher sind die Leute eben über so Massenerfolge wie die Mumins, Karl May, Astrid Lindgren zum Lesen gekommen. Da hebt sich Potter höchstens durch die weiterentwickelte Marketingmaschine ab.
chinchin
07.10.2011, 14:10
Wir sind uns also einig: dicke Bücher sind nicht gleich Literatur. Auch wenn lustige ausgedachte Geschichten drin stehen.
Thrasher
07.10.2011, 14:10
Da bist Du halt kultivierter als ich. Pro Star Wars, contra Thomas Mann.
Ich kann Zauberberg und "Blackcollar", Zahns Meisterwerk.
http://blog.zinnober.at/secure-content/uploads/blackcollar_elite.png
Thrasher
07.10.2011, 14:11
Wir sind uns also einig: dicke Bücher sind nicht gleich Literatur. Auch wenn lustige ausgedachte Geschichten drin stehen.
"Humorvolle Geschichten über Katzen"
Und die oben genannten wurden und werden _wirklich_ gelesen. Und wenn jemand über Harry Potter ans Lesen kommt, dann ist das nur toll, wenn derjenige eben auch mal zu Grass, Böll, Sartre greift. Wenn die Leute danach Danielle Steele oder Paulo Coelho lesen, könnense's auch gleich sein lassen. So viel Snob muss sein.
Das sehe ich völlig anders. Dieses Anspruchsdenken, man müsse bestimmte Werke lesen, um sich weiter zu entwickeln als Mensch, lehne ich ab.
Camus, Sartre, Böll, Mann, Grass, alles gelesen. Keines der Bücher solcher Autoren brachte mich zum Nachdenken oder löste in mir auch nur annäherend den Wunsch aus, selbst zu schreiben.
Karl Mays Winnetou? Karlsson vom Dach? Jean Dillards Star Trek Romane? Tolkiens Herr der Ringe? Zahns Thrawn Trilogy? Mitch Alboms Tuesdays with Morrie und The five people you meet in heaven? Jedes Buch von Terry Pratchett? Douglas Adams Hitchhikers Guide to the Galaxy Serie? Stephen Kings "The Stand", "Es" und "The Dark Tower Series?" Und natürlich George R. R. Martins "Das Lied von Eis und Feuer"?
Das sind Bücher, die mich bewegen. Die in mir den Wunsch auslösten, selbst zu schreiben und auch meinen Stil in jeglicher Korrespondenz prägten.
Camus Hauptfiguren in "Die Pest"? leck mich am Arsch, mir doch egal, ob die draufgehen. Winnetou stirbt? Ich sitze als Kind im Urlaub am Strand und bin tieftraurig.
Günter Grass Mahlke? Der Wichser soll mal schön in seinem U-Boot bleiben. Der Mann in schwarz in "The Dark Tower" - das ist eine Figur, die mir immer nahe bleibt, denn sie verkörperte das Böse und viel mehr die Faszination, dem Bösen zu folgen, als es ein Mahlke je könnte.
Hemingways Bücher? Nett, und durchaus auch spannend. Aber ich stehe lieber mit Jon Snow auf der Mauer und sehe, wie der König jenseits der Mauer mit tausenden von Gefolgsleuten heranrückt.
Ich verliebe mich hundertmal lieber in die Figuren in "One Day" von David Nicholls, als dass ich über die Werke eines Böll nachdenke.
Nein, man muss nicht tiefgehende Werke lesen, um sich ernsthaft mit Literatur auseinanderzusetzen oder sich als Mensch oder in seinem Stil weiter zu entwickeln. Ich bleibe bei meiner Trivialliteratur.
chinchin
07.10.2011, 14:21
"Humorvolle Geschichten über Katzen"
Zumal Katzen ja quasi für den Humor in der Literatur das sind, was die Pudel für das elisabethanische Theater waren.
Thrasher
07.10.2011, 14:28
Das sehe ich völlig anders. Dieses Anspruchsdenken, man müsse bestimmte Werke lesen, um sich weiter zu entwickeln als Mensch, lehne ich ab.
Das siehst Du gar nicht anders. Wieso hab ich Danielle Steele und Paulo Coelho und nicht Pratchett oder Zahn geschrieben? Weil das eine SCHEISSE ist, das andere nicht. Es gibt wundervolle, Nobelpreiswürdeige vermeintliche Trivialliteratur und dösige Hochkultur, aber da so plump eine Grenze ziehen und das Beharren auf dem Antiintellektuellen kommt ja auch nicht so ganz hin, oder? Du eignest Dir quasi die Trennung, die die Schnösel aufmachen an.
Harry Potters wohl und wehe hat mich angeödet, Faust dagegen atemlos mit Reclamheft zurückgelassen.
Bei Sartres Drehbuch zu "Das Spiel ist aus" hatte ich feuchte Augen, bei Bölls Scheiss-Clown bekomme ich höchstens nen Riesenhals.
Andererseits bei der Katharina Blum wollte ich sofort das Springerhochhaus niederbrennen....
Wiedemauch sei, nur weil der Pöbel das nicht gut findet, heißt es nicht, dass es gut ist, und umgekehrt.
raynewooney
07.10.2011, 14:52
Um mich mal in die Diskussion einzuklinken.
http://schauwerte.files.wordpress.com/2010/09/pitje-puck-1-vorderansicht.jpg
Kaestchen
07.10.2011, 15:08
Ist doch egal, wir diskutieren hier doch Literatur, die _wirklich_ jemand liest.
Gut. Es gibt ja auch noch Lesen und Menschen, die in der Lage sind 26 Buchstaben auseinander zu halten. :marty:
/drexxnichtaufderletztenseiteseinundantworten
mr_maniac
07.10.2011, 20:08
Camus, Sartre, Böll, Mann, Grass, alles gelesen. Keines der Bücher solcher Autoren brachte mich zum Nachdenken oder löste in mir auch nur annäherend den Wunsch aus, selbst zu schreiben.
Der Tod in Venedig.
Der unfassbar und mit Abstand größte Scheiß, den ich je gelesen habe!
Ein komplettes Buch über einen pädophilen Langeweiler der langsam vor sich hin stirbt. Das sind Bücher, da möchte man den Staat verklagen, daß man gezwungen wurde sowas zu lesen.
Shakespeare ist dagegen für mich riesig. MacBeth, Othello, Romeo und Julia, Hamlet....hab ich schon MacBeth erwähnt? :sabber:
Der Tod in Venedig.
Der unfassbar und mit Abstand größte Scheiß, den ich je gelesen habe!
Ein komplettes Buch über einen pädophilen Langeweiler der langsam vor sich hin stirbt. Das sind Bücher, da möchte man den Staat verklagen, daß man gezwungen wurde sowas zu lesen.
Shakespeare ist dagegen für mich riesig. MacBeth, Othello, Romeo und Julia, Hamlet....hab ich schon MacBeth erwähnt? :sabber:
Hm, dann hast du dich offensichtlich nicht darauf eingelassen. Denn der Tod in Venedig ist, wenn man sich auf die Mann'schen (sagt man das so?) Bandwurmsätze einlässt und einstellt, eines der atmosphärisch dichtesten Bücher, das ich je gelesen habe. Und Pädophilie ist da sowas von gar nicht im Spiel. In dem Buch wird extrem viel mit Symbolen und versteckten Codes gearbeitet, die einem beim flüchtigen Lesen gar nicht weiter auffallen. Mir fiel damals die von meiner Mutter (Deutschlehrerin) durchgearbeitete Fassung in die Hände, das hat wirklich einen riesigen Unterschied gemacht.
Außerdem ist die Sprache an sich schon toll, aber wie gesagt, das ist wohl Ansichtssache.
Shakespeare mit Thomas Mann vergleichen, nun ja. Viel unterschiedlicher können Stile kaum sein, oder? Grandios sind für mich beide.
mr_maniac
07.10.2011, 21:20
Keine Pädophilie? Haben wir dasselbe Buch gelesen? Der schwärmt das komplette Buch von diesem 12, 13 Jährigen, das es nicht mehr feierlich ist. Und wenn du erst eine Interpretation brauchst um das Buch zu verstehen, dann sagt das ja schon einiges.
Und es ging mir nicht um einen Vergleich Mann, Shakespeare. Ich wollte nur sagen, daß ich den einen (Mann) so Scheiße finde, wie den anderen geil (Shakespeare).
Keine Pädophilie? Haben wir dasselbe Buch gelesen? Der schwärmt das komplette Buch von diesem 12, 13 Jährigen, das es nicht mehr feierlich ist.
Es geht ihm nicht um irgendwelche sexuellen Erfahrungen, sondern darum, dass dieser Junge das Idealbild an Sinnlichkeit und Schönheit ist, natürlich schwärmt er für ihn, aber das macht ihn nicht zum Pädophilen.
Und wenn du erst eine Interpretation brauchst um das Buch zu verstehen, dann sagt das ja schon einiges.
Ich weiß ja nicht, was du mir damit sagen willst, ich habe keinerlei Probleme, das Buch zu verstehen, nur hast du offensichtlich keine Lust gehabt, dich mit dem Buch eingehend zu beschäftigen. Wenn man das so wie ich tut und sich mit Sekundärliteratur beschäftigt, erkennt man erst die wahre Tiefe und Symbolik des Werks, die einem beim ersten Lesen leicht entgeht, wenn man mit all dem nicht vertraut ist.
So, dabei sollten wir es belassen, auf einen gemeinsamen Nenner kommen wir hier ohnehin nicht.
Aber offensichtlich kommen wir hier nicht
Bloodhound
07.10.2011, 23:42
Trotzdem ist es doch völliger Mumpitz, wenn man erstmal "durchgearbeitete Fassungen" oder "Sekundärliteratur" braucht, um ein Buch oder dessen Qualität vollständig zu verstehen.
Da hat doch der "normale" Leser absolut gar nichts von, oder muss man sich jetzt bei allen (solchen) Nobelpreis-Büchern noch n Tutorial dazukaufen um es gut finden zu können? Da halte ich es auch mehr mit Jackass und supporte Autoren, die die Massen auf einem akzeptablen Niveau (nicht: Charlotte Roche & Co) begeistern können.
Und wer weiß außerdem, wieviel im Nachhinein von Literaturkritikern und im Deutschunterricht oft in manche Werke reininterpretiert wird, woran der Autor selber beim Schreiben nichtmal im Traum dran gedacht hätte...
Einen Thomas Mann nur auf "Der Tod in Venedig" und Pädophilie zu reduzieren, zeugt aber auch von einer großen Portion Ignoranz. Ich habe das Gefühl, dass Literaturwissenschaft als Disziplin hier eher belächelt als akzeptiert wird. Bei Thomas Mann davon auszugehen, dass viel zu viel in seine Werke hineininterpretiert wird, ist ebenso gewagt. Es handelt sich erstens um keine werkimmanenten Interpretationen, die fernab jeglicher sozialen, geschichtlichen, gesellschaftlichen Einflüsse stehen und zweitens handelt es sich nicht um irgendeinen Rotzlöffel der einfach in ein Tintenfass gefallen ist.
Es ist ja schön und gut seinen eigenen Geschmack zu haben, doch alles zu verteufeln was einen literarisch künstlerischen Anspruch mit Hang zur Philosophie hat, finde ich falsch und gleichzeitig ein gutes Stück beleidigend. Einem Camus bzw. Sartre vorzuwerfen nicht zum Denken anzuregen, kann ich auch nicht verstehen. Als ich "Der Fremde" bzw. "Der Ekel" gelesen hatte, war ich zwei Tage lang nicht ansprechbar. In mir rumorte es, ich fühlte mich aufgefangen in dem was ich las. Ein Harry Potter hat das bei mir nie geschafft, und ich würde den Vergleich niemals ziehen, wenn er umgekehrt nicht gezogen worden wäre. Ist die Funktion von Literatur wirklich derartig entstellt, dass es nur darum geht, Kinder weg von der Glotze, Facebook, etc. zu bewegen? Meine Überzeugung ist das nicht. Gleichzeitig fühle ich mich aber auch nicht besser als Andere, das Schicksal eines Raskolnikoff zu kennen, mich der Zeilen seines Leids und auch seines Mordens zu entsinnen. Problematisch wird es für mich nur wenn man große Kunst/Philosophie mit Trivialliteratur vergleicht. Einen Dan Brown auch nur im gleichen Satz zu erwähnen wie Dostojewski, Tolstoi, Kafka, Akutagawa, Kierkegaard, Andric, Selimovic und wie sie alle heißen, wäre einfach nicht gerecht. Ehre wem Ehre gebührt.
Bloodhound
08.10.2011, 00:55
Versteh mich nicht falsch, mit dem "zu viel hineininterpretieren" meinte ich sicherlich nicht jeden Autor. Dennoch wird das meiner Meinung nach häufig praktiziert und manche(!) Sätze oder Wörter bekommen eine tiefere Bedeutung, die so niemals gedacht war.
Und ich denke dein drittletzter Satz bringt es ganz gut auf den Punkt:
Problematisch wird es für mich nur wenn man große Kunst/Philosophie mit Trivialliteratur vergleicht.
Es sind einfach zwei verschiedene paar Schuhe. Umgekehrt dürftest du aber auch Leute wie Brown, Rowling & Co nicht diskretitieren ("auch nur im gleichen Satz zu erwähnen") da sie nunmal einfach auf etwas anderes abzielen als die künstlerisch-philosophischen Autoren. Aber das was sie machen, machen sie scheinbar (meiner Meinung und den Verkaufszahlen nach) ebenfalls ziemlich gut und deswegen gebührt auch diesen die Ehre.
Trotzdem ist es doch völliger Mumpitz, wenn man erstmal "durchgearbeitete Fassungen" oder "Sekundärliteratur" braucht, um ein Buch oder dessen Qualität vollständig zu verstehen.
Da hat doch der "normale" Leser absolut gar nichts von, oder muss man sich jetzt bei allen (solchen) Nobelpreis-Büchern noch n Tutorial dazukaufen um es gut finden zu können? Da halte ich es auch mehr mit Jackass und supporte Autoren, die die Massen auf einem akzeptablen Niveau (nicht: Charlotte Roche & Co) begeistern können.
Und wer weiß außerdem, wieviel im Nachhinein von Literaturkritikern und im Deutschunterricht oft in manche Werke reininterpretiert wird, woran der Autor selber beim Schreiben nichtmal im Traum dran gedacht hätte...
Nein, da hast du mich glaube ich falsch verstanden. Ich fand das Buch wirklich gut und wusste sofort, dass ich da was tolles vor meiner Nase habe. Man muss außerdem wissen, das Thomas Mann noch ein Spezialfall ist, da er selber sehr vieles symbolisch aufgeladen hat, teilweise sind diese Symbole aber nicht mehr gebräuchlich. Ich war komplett zufrieden mit meiner Lesart, aber dann zu erfahren, dass manche scheinbar nebensächliche Sätze noch einen tieferen Sinn hatten, fand ich faszinierend.
Man braucht keine Sekundärliteratur, um das Buch faszinierend und gut zu finden. Aber es ist großartig, wenn Bücher noch eine Metaebene haben, die sich nicht sofort erschließt, wo man sozusagen etwas arbeiten muss, um das Buch in Gänze zu verstehen. Und das nicht, weil die Geschichte so komplex ist.
Aber das was sie machen, machen sie scheinbar (meiner Meinung und den Verkaufszahlen nach) ebenfalls ziemlich gut und deswegen gebührt auch diesen die Ehre.
Da machst du in meinen Augen den Fehler, den wer sagt denn, dass sich aus Verkaufszahlen irgendein Rückschluß auf die Qualität ziehen lässt? Autoren wie K. Rowling sind keine schlechten Autoren und ich respektiere ihre Leistung wirklich, Harry Potter zm Beispiel habe ich verschlungen. Aber all das findet auf einem ganz anderen Niveau statt, Mann'sche Dimensionen erreicht das einfach nie, das sollte man auch akzeptieren und für so etwas nicht den Nobelpreis fordern.
Bloodhound
08.10.2011, 04:08
Genau das habe ich doch gesagt. Es sind zwei unterschiedliche paar Schuhe und du kannst die "Qualität" von (beispielsweise) Rowling und Mann nicht einfach so vergleichen, da es auf die Definition ankommt.
"Deine" Qualität ist vielleicht Symbolik, gewählte Ausdrucksweise und ähnliches. Für andere ist Qualität aber Spannung und eine packende, einnehmende Erzählweise. Das soll gar keine Forderung nach einem Nobelpreis (deren Definition von Qualität geht ja offensichtlich in Richtung des Ersteren) sein, ich finde es nur nicht gut wenn man (oft) schwer verständliche, philosophische Literatur immer über den grünen Klee lobt und alles andere als literarisch minderwertig abstempelt.
Thrasher
08.10.2011, 11:28
Ich war komplett zufrieden mit meiner Lesart, aber dann zu erfahren, dass manche scheinbar nebensächliche Sätze noch einen tieferen Sinn hatten, fand ich faszinierend.
Das erinnert mich an die Back to School-Szene mit...
aber seht selbst:
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Zurück zu den Büchern, und hier werfe ich einen „Klassiker“ der Science Fiction Literatur ein, auf den ich erst jetzt aufmerksam wurde.
http://www.google.de/url?source=imgres&ct=tbn&q=https://www.worldswithoutend.com/covers/lnjp_footfall.jpg&sa=X&ei=NaqRTp-bN47Hswbx5sUC&ved=0CAUQ8wc&usg=AFQjCNEe0XMoaOQRCc-T7YDFdZtRG26jMg
Footfall wurde geschrieben von Larry Niven und Jerry Pournelle. Larry Niven war als Science-Fiction Autor lange bekannt, bevor er in der Reagan-Regierungszeit auch als Berater von Ronald Reagan zu Fragen der Weltraumnutzung für militärische Zwecke für den Präsidenten arbeitete.
Das Buch behandelt ein einfaches, scheinbar „altbekanntes“ Thema – die Invasion von Außerirdischen.
Heute hat das Buch keine große Beachtung mehr, was auf einem einfachen Umstand beruht. Es wurde 1985 zu Zeiten des Kalten Krieges geschrieben. Die Geschichte spielt Mitte der 90er Jahre und geht weiter von dem Bestehen der Sowjetunion und der USA als treibende Kräfte der Welt aus. Durch die politische Entwicklung ab 1989 wurde das Buch überholt.
wer sich daran stört, verpasst jedoch ein Werk, das man als Genre-Fan kennen muss. Ich persönlich mag Geschichten über Alien Invasionen sehr gerne und schaue mir auch B-Movies dazu an und spiele natürlich allerlei Videospiele zu diesem Thema. Falling Skies habe ich ebenso durchgesehen wie Battle Los Angeles. Klassiker-Filme kenne ich natürlich auch.
Trotz allem halte ich bis heute noch immer den realistischsten Ansatz der Alien-Invasion in „War of the Worlds“ für verwirklicht. Indepence Day beispielsweise ist großes Popcorn-Kino, aber fernab jeglicher Logik für ein militärisches Handeln der Aliens. Darüber hinaus muss der Film zwangsläufig einzelne Menschen in den Vordergrund setzen, die faktisch im Vorbeigehen alleine die Aliens schlagen.
Footfall ist anders. Ich möchte von der Geschichte nicht viel spoilern, und fasse sie daher kurz zusammen bis zu den eigentlichen Handlungspunkten. Anfang der 90er Jahre stellen Astronomen fest, dass einer der Saturn-Monde „verschwunden“ ist. Er ist nicht mehr sichtbar. Während eine Involvierung Außerirdischer zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich erscheint, stellen Anfang 1995 Forscher durch Beobachtung des Weltalls fest, dass sich ein sehr großes Raumschiff auf die Erde zubewegt. Anders als bei Indepence Day oder War of the Worlds werden die Menschen in Footfall nicht durch die Aliens überrascht. Ihre Ankunft steht Monate vorher fest und wird von der Menschheit erwartet.
Nicht erwartet wird jedoch das Verhalten der Aliens. Kontaktaufnahmen finden nicht statt. Die Aliens greifen sofort die Menschheit an. Anders als in Indepence Day oder War of the Worlds passiert dies indes nicht mit Maschinen auf der Erde, sondern durch kleinere Asteroiden, die gezielt auf Objekte auf der Welt geworfen werden – vornehmlich Militärobjekte sowie Einrichtungen wie der Hoover-Damm.
An dieser Stelle sieht man bald den realistischen Ansatz der Autoren. Was sich bei Independence Day als Krieg weniger Tage abspielt wird hier zu einem relativ langsamen Vorgang mit gezielten Schlägen der Aliens. Auch schlägt die Erde sofort zurück (und nicht erst später in einem Masterplan), in dem sowohl die USA als auch die UdSSR Atomraketen gegen die Alien-Schiffe richten.
Die Aliens beginnen bald mit gezielten Land-Offensiven, die auf den ersten Blick nicht erklärbar sind. Auf den zweiten Blick wird jedoch eine Strategie zu Tage gefördert, die Sinn machen kann. Die Aliens sind nicht darauf ausgelegt, die Menschen zu zerstören. Ganz im Gegenteil: Mit gefangenengenommen Menschen lernt der Leser viel von der Alien-Kultur. Anders als in vielen Science-Fiction Geschichten entwickeln die Autoren eine sehr komplexe und in sich durchdachte Alien-Zivilisation, deren Ziel es ist, die Menschheit als Unterworfene in ihre eigenen kulturellen und gesellschaftlichen Vorstellungen zu integrieren. Die einfachen Vergleiche, die dabei gezogen werden, orientieren sich vor allem an der Unterwerfung der Ureinwohner Südamerikas und Nordamerikas. Die Aliens erkennen an, dass die Menschen intelligent, emotionsfähig und damit „wertvoll“ sind. Sie halten sie indes für derart rückständig, dass sie nicht ansatzweise deren kulturelle Vorstellungen und gesellschaften Zusammenhänge begreifen können oder begreifen wollen. Die menschliche Kultur soll der Alien-Kultur angepasst werden.
Doch die Menschen weigern sich – und entsprechend ihrer militärischen Präzision planen die Aliens „Footfall“, den aus ihrer Sicht letzten Schritt zur Unterwerfung der Menschheit...
Was die Story trägt sind folgende Komponenten:
1. Vielzahl von Charakteren
Es gibt keine Helden-Charaktere. Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel mehrerer Charaktere erzählt, die jeder für sich genommen nur ein Rädchen im Ganzen sind, keiner aber einen Helden-Status bekommt. Es sind einfache Menschen, die in diesem Krieg auch Fehler machen. Ungewöhnlich für amerikanische Autoren ist beispielsweise die Darstellung des amerikanischen Präsidenten, der fernab von einer Figur wie Bill Pullmann in Indepence Day ist. Der Präsident dieses Buches ist ein hilfloser, bald gebrochener Mann, der die Verantwortung nach und nach verliert – das Militär und intelligentere Menschen als er nehmen sie ihm Stück für Stück.
2. Die Alien-Kultur
Die Aliens sind zu vergleichen mit „kleinen Elefanten“, weisen also keine humanoide Form auf, was ebenfalls ungewöhnlich ist, jedoch in der Darstellung gut durchdacht ist. Die Alien-Kultur wird nach und nach aufgezeigt und erweist sich nicht nur als zivilisatorisch durchdacht, sondern auch als effizient.
3. Krieg
Die Story ist eine Kriegsstory, keine Gefühlsstory. Das Tempo ist sehr hoch. Gefühlsduseleien gibt es nicht. Menschen sterben, z.T. auf brutale Weise; genauso töten Menschen Aliens. Es ist eine Kriegsgeschichte.
Gleichwohl gibt es Untertöne, die moralische Fragen stellen. Sie rücken aber angenehm nicht in den Vordergrund.
Einige dieser Fragen drehen sich um die Menschen. Bleibt der Mensch ein Mensch, wenn er sich den Aliens unterwirft? Sind die Menschen „schlechter“, weil sie ein nationales Denken haben, während sich die Aliens als eine große Gemeinschaft verstehen? Letzterer Punkt spielt durchaus eine tragende Rolle. Die Aliens kennen keine Nationen. Sie verstehen nicht, dass Menschen auch untereinander Krieg führen. Mit großem Unverständnis nehmen sie beispielsweise zur Kenntnis, dass sich Staaten der Sowjetunion noch von den Sowjets während der laufenden Invasion lösen und die Menschen doch tatsächlich untereinander Krieg führen, während sie angegriffen werden.
Ein Musterbeispiel dafür ist Sexualität. Die Aliens sind strikt monogam und bleiben ihren Partnern ihr Leben lang in Liebe und Treue verbunden. Als sie menschliche Pornographie entdecken, sind sie völlig perplex. Die Stelle ist eine der wenigen humorvollen Stellen des Buches – die Aliens schauen sich „Deep Throat“ an und verstehen den Inhalt nicht. Dient es der Schulung in Sexualität? Machen alle Menschen das, was dort in dem Film gemacht wird? Gibt es keine monogamen Beziehungen? Die Absurdität, die hieraus folgt, ist klar: Eine der wesentlichen Bedingungen, die die Aliens für Frieden stellen, ist, dass Menschen zukünftig nur noch monogam leben. Keine Scheidungen mehr, kein Sex außerhalb der Ehe.
Andere Fragen betreffen das Verhältnis zu den Aliens. Durch die Kenntnis der Alien-Kultur entwickelt man Mitgefühl und Sympathie auch für sie. Genauso wie nicht alle Menschen schlecht sind, sind es die Aliens auch nicht alle. Sie handeln nur entsprechend ihren kulturellen und gesellschaftlichen Vorstellungen. Es ist in diesem Zusammenhang merkwürdig, wenn man als Leser Groll verspürt gegen einen Soldaten, der einen sich ergebenden Alien tötet – obwohl die Aliens Millionen von Menschen töten.
Wer das Genre mag, sollte Footfall trotz der politischen Überholung lesen. Aber Achtung: Eine klassische Heldengeschichte findet man hier nicht. Das Buch wechselt häufig Orte und Handlungsträger, um den globalen Charakter des Angriffs klarzustellen. Es gibt auch kein Mitleid in diesem Buch – es ist eben doch ein Kriegsbuch, bei dem viele, viele sterben.
clubberer1974
09.10.2011, 16:33
Danke, kannte ich gar nicht, obwohl ich ja von NIVEN den "Ringwelt-Zyklus" verschlungen habe......
Ein sehr empfehlenswertes Invasion-Buch ist von Silverberg: "Die Jahre der Aliens"
Leider bin ich nicht so begabt (und habe auch nicht die Zeit ;-)) so tolle Rezensionen (Danke dafür) wie du sie schreibst zu schreiben.
Vielleicht könntest du dir auch mal den "Armageddon-Zyklus" von Hamilton anschauen....könnte mir vorstellen, dass er dir gefällt.
Liebe Grüße
clubberer1974
Och, seh grad, dass es das Buch nicht auf deutsch gibt....schade, hat sich dann erledigt!
Nein, Silverbergs "Die Jahre der Aliens" kenne ich nicht. Werde ich mir merken, danke!
Hier, Dienstag ist es soweit:
http://captain-obvious.de/wp-content/uploads/2011/04/pratchett_snuff-341x500.jpg
Ick freu mir.
Hennywise
12.10.2011, 11:06
Soeben 2 Freikarten für die Frankfurter Buchmesse am kommenden Wochenende erhaschen können. Geilo! :huh:
Black Stone Cherry
12.10.2011, 16:05
Gerade "A Dance With Dragons" geliefert bekommen und bin total baff, was für ein Schinken das ist.
Ich hab die ersten drei Bücher in dieser Sammelbox bei Amazon bestellt. Wurde bei denen gekürzt? Ich mein, das vierte Buch ist viel größer als die drei in der Box und hat auch noch mehr Seiten.
Laut verschiedenen Rezensionen fehlen in der Box(mit Sean Bean auf dem Cover) einige Seiten, wenn nicht sogar ganze Kapitel.
Aber ja, die Erstausgabe von ADWD ist ziemlich unhandlich.
Laut verschiedenen Rezensionen fehlen in der Box(mit Sean Bean auf dem Cover) einige Seiten, wenn nicht sogar ganze Kapitel.
Das kann ich nicht bestätigen.
Die FAZ möchte mir ein Buch schenken. Welches nehmen?
• Umberto Eco: Die Geschichte der Hässlichkeit
• Ilija Trojanow: Der entfesselte Globus
• Rafik Schami: Das Geheimnis des Kalligraphen
https://www.ndrshop.de/assets/img/shop/l/3490_big.jpg
So, durchgehört. Ich setz es trotzdem mal hier rein.
Der einzige Roman von Edgar Allen Poe.
Ist gehalten wie ein Erlebnisbericht von Arthur Gordon Pym, der verschiedene Abenteuer auf hoher See erlebt. Mit dem teilweise umständlichen, gestelzt wirkenden Erzählstil muss man angesichts der Entstehungszeit (1838) leben. Gerade in der Hörbuchfassung macht das aber keine Probleme, die könnten eher bei den ganzen nautischen Fachbegriffen aufkommen.
Sehr zu empfehlen für Freunde von Robinson Crusoe oder Joseph Conrad Geschichten. Und noch dazu ein sehr interessantes Ende.
Einige werden sich sicher an One Day von David Nicholls erinnern.
Dazu erschien vor kurzem der Kinofilm. Ich hab ihn heute gesehen und wollte dazu mal kurz ein Feedback geben.
Vorweg muss ich sagen, dass es schon relativ lang her ist, dass ich das Buch gelesen habe, daher sind mir vermutlich nicht alle Details aufgefallen, die fehlen.
+ Die persoenliche Entwicklung von Em & Dex ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Nicht nur die aeusserlichen Veraenderungen, sondern auch die Art, wie es gespielt wurde. Ich muss auch sagen, dass mir Anne Hathaway in ihrer Rolle doch mehr zusagt als gedacht. Ich hielt sie zunaechst fuer viel zu schoen, um Em zu verkoerpern, doch das klappt super und die Veraenderung vom haesslichen Entlein zum schoenen Schwan funktioniert auch super.
+ Aehnlich wie im Buch sind die Emotionen, die man mit den Charakteren verbindet, sehr deutlich aufgekommen. Man hat so seine Hassmomente Dex gegenueber, fuehlt dann aber haeufig mit und der Hass legt sich wieder. Die besondere Beziehung zwischen den beiden ist auch wirklich gut gespielt und wirkt, wie auch im Buch, ein wenig grotesk aber nicht unglaubwuerdig.
- Die enge Bindung zwischen Dex und seiner Mum ist nicht gut ruebergekommen und wirkt irgendwie nur wie ein kleiner Schnipsel. Ich weiss noch, dass ich beim Lesen des Buchs sehr emotional war, als der "interessante" Besuch von Dex bei seinen Eltern anstand. Im Film kommt das halt echt viel zu kurz.
Ansonsten kommt noch ein Punkt zum Tragen, den man eigentlich nicht als ganz negativ auslegen kann. Und zwar ist die Buchvorlage in meinen Augen etwas zu komplex und zu lang, als dass man sie richtig verfilmen kann. Der Film ist schon schoen anzusehen und weiss zu gefallen, jedoch wirkt alles etwas zu hektisch und es fehlen halt einige atmosphaerische Details.
Auf ner Zehnpunkteskala wuerde ich vermutlich so 7,5/10 geben. Wer das Buch mochte, kann sich den Film aber in meinen Augen auf jeden Fall ansehen, weil doch einige Emotionen wieder hochkommen, die man so beim Lesen hatte. Das klingt jetzt vielleicht etwas komisch, doch ich fand es schoen, "mal wieder was von Em & Dex zu hoeren". Wird jetzt fuer einige wie vollkommener Schwachsinn klingen, doch diejenigen, die das Buch aehnlich verschlungen haben wie ich, werden das sicher nachvollziehen koennen.
Ich suche ein Fußballbuch für einen 12-Jährigen.
Er ist, da aus München stammend und familiär vorbelastet ein Bayernfan.
Nun suche ich vernünftige Lektüre für ihn.
Ich denke, dass Bücher die ich an einen vernünftigen Buben verschenken würde (Fever Pitch, der Biermann-Quatsch o.ä.) nichts für ihn sind, da er da nicht romantisch genug mit dem Thema verbandelt ist.
Ich möchte da aber natürlich "sinnvoll" wirken. Hat jemand eine Idee?
http://s351604712.online.de/fcbayern/
FC Bayern Chronik!
Kaestchen
14.11.2011, 21:46
Fussball, und sonst gar nichts!
Kann man Probe lesen. Ich kenne es jedoch nicht.
lese letzlich Thomas Mann
Was erwartet mich bei der Bücherreihe, auf die Game of Thrones basiert? Kann man das nicht mögen? Hab im Fantasy-Genre erst ein paar Scheibenwelt-Bücher gelesen, aber ich nehme an, das keine Comedy-Elemente vorkommen, sondern es eher in Richtung HdR geht, nur mit einem höheren Anteil an Menschen? Was ist denn überhaupt das Fantasy-Element?
Warum muss eigentlich jedes Fantasybuch mit HdR verglichen werden? Vorreiter für das Genre,ja, aber beileibe nicht der Kroesus.
Wirkliche Parallelen zu HdR sind nicht vorhanden. GoT ist komplexer, düsterer und m.E. Sprachlich überlegen. Eigentlich kann man es eher mit Mittelalterromanen als mit einschlägigen Fantasywerken vergleichen.
Fantasyelemente sind zwar vorhanden(Untote,Magie), aber sind eigentlich keine festen Bestandteile von Westeros.Dementsprechend spärlich geht Martin damit um.
Klar kann man das nicht mögen. Aber wenn du die Serie gesehen hast, dann findest du die Bücher super, da die erste Staffel das erste Buch im Prinzip 1:1 abbildet. Ist aber wirklich kaum Fantasy, sondern wirkt eher, wie auch VfBFan schrieb, wie ein Mittelalterroman.
Parallelen mit der Scheibenwelt: Beide Werke sgibt es auf Papier gedruckt.
Parallelen mit Mittelerde: In beiden Welten gibt es noch keine Ipods.
Danke für die humorvollen Kommentare ;) Ich hab die Serie nicht gesehen, dachte nur, ein Buch mit Serie dazu wäre interessant. Aber mit der Klassifizierung als Mittelalterroman kann ich schonmal deutlich mehr anfangen als mit Fantasyroman ohne Fantasy :)
Abel Xavier Unsinn
13.12.2011, 00:40
Ich habe es mir auf Jackass' Bejubelung hin und um die Serie hinterher sehen zu können (andersrum fände ich'S blöd) gekauft und bereue es nicht. Besonders gut finde ich, dass der Fantasyaspekt im Hintergrund lauert, aber nicht zu stark betont ist.
Die Schreibe finde ich maximal mittelmäßig. 'Handwerklich ordentlich' nennt man das wohl.
Die Architektur der Story ist hingegen absolute Weltklasse. Sehr spannend.
Wenn man sehr, sehr gute Unterhaltung sucht, uneingeschränkt empfehlenswert.
Waldschrat
13.12.2011, 07:14
Hat hier jemand die Klingenbücher von Joe Abercrombie gelesen? Ist für mich der beste Fantasystoff überhaupt. Auch dort spielt die "Fantasy" eher die zweite bzw. dritte Geige.
Tachunas
13.12.2011, 11:09
Hat hier jemand die Klingenbücher von Joe Abercrombie gelesen? Ist für mich der beste Fantasystoff überhaupt. Auch dort spielt die "Fantasy" eher die zweite bzw. dritte Geige.
Hab bisher jedes gelesen. Beinhaltet aber schon deutlich mehr Magie/Übernatürliches als Game of thrones :)
Bayaz der Magier, der seine Fähigkeiten auch oft nutzt. Logan kann mit den Geistern sprechen. Der Imperator mit diesen komischen Viechern die Menschen essen usw:)
Achja aber die nachfolgenden Bücher: Rache- und Heldenklingen sind fast ganz ohne Magie
Waldschrat
13.12.2011, 13:23
Von der Trilogie habe ich jetzt die ersten beiden Bücher durch, Heldenklingen, also das letzte Buch was für sich alleine steht habe ich als erstes gelesen und bin dadurch auf die Klingenbücher aufmerksam geworden. Hast recht, die Trilogie bietet schon Fantasy Kram, aber ohne Elfen, Zwerge usw. Mich hauen die Bücher nur um. Welches hat die am besten gefallen? Auf Racheklingen welches ja auch für sich alleine steht bin ich sau gespannt.
Ich habe die drei Bücher auch gelesen, ist allerdings schon sehr lange her. Dementsprechend erinnere ich mich kaum noch an etwas, fande die Bücher aber sehr gut. Den Inquisitor fand ich am coolsten, vor allem wie er mit dieser Belagerung (?) umging und wie er rausfand wer die Ratte im eigenen Kreis ist. "Like a Boss"-mäßig.
Um ehrlich zu sein bin ich immer davon ausgegangen, dass die Geschichte weitergeführt wird. Die Trilogie hieß ja auch "The First Law" im Original, wenn ich mich nicht irre. Dazu das offene Ende, und die Tatsache, dass das erste Kapitel im ersten Buch "The End" hieß und das letzte Kapitel im dritten Buch "The Beginning" (oder so ähnlich, habs nicht mehr genau im Kopf). Irgendwie kam mit der Zeit aber nichts, was ich recht schade fand, da die Reihe sehr spannend war.
Waldschrat
13.12.2011, 15:08
Wie es ausgeht weiss ich ja noch nicht ;)
Aber ja, die first law Trilogy wird nicht weitergeführt, nach der Trilogie kamen mit Racheklingen und dem überragenden Heldenklingen zwei unabhängige Bücher in dem selben Universum raus. Vier weitere Bücher sollen wohl folgen.
Mein erstes Buch war wie gesagt das zuletzt erschienene Heldenklingen mit Leuten wie dem Hundsmann, Espe, dem schwarzen Dow, Calder, Bremer dan Gorst, West usw. Also, alles Namen die in den vorhgerigen Büchern eine Rolle gespielt haben, daher ärgere ich mich ein wenig, dass ich dieses Buch zuerst gelesen habe, auch wenn man kein Vorwissen benötigt wird um Heldenklignen folgen zu können da es ja für sich steht. Aber in einer anderen Reihenfolge hätte es mir bestimmt noch mehr Spaß gemacht zu lesen.
Die Trilogie von Abercrombie ist gut, keine Frage.
Nur leider hab ich GoT vor so ziemlich jedem anderen Fantasybuch gelesen. Schwerer Fehler.
Waldschrat, versuchs mal mit "the Way of Kings", sollte dir auch gefallen. irgendwo hier ist noch ein Review von mir.
dem überragenden Heldenklingen
Muss ich mir auch noch geben, wenn ich GoT durch habe. Noch hundert Seiten im ersten Buch und dann die drauf folgenden, kann sich also nur noch um Jahre handelt :ulaugh:
Die vorherigen 4 Bücher von Abercrombie fand ich aber auch allesamt sehr sehr gut.
Warum werden Bücher eigentlich neu übersetzt?
Ich habe mich entschlossen mir Herr der Ringe zu kaufen. Da Game of Thrones in Englisch bestellt wurde, sollte es bei HdR die deutsche Version sein.
Nach kurzer Leseprobe musste ich aber feststellen, dass "Sie" an Stelle von "Ihr" benutzt wurde und das Buch nicht mittelalterlich klingt und eher ein wenig nach Jugendsprache. Durch Amazon Rezensionen hab ich nun noch viel mehr solcher Dinge gefunden - zum Glück aber auch, den Tipp, sich die Übersetzung von Carroux zu kaufen.
Und wie sollte es anders sein? Natürlich ist teurer und hat eine recht lange Lieferzeit.
Hass!
Hab mir jetzt "A Game of Thrones" auf englisch besorgt, ich hoffe, sprachlich überfordert es mich nicht. Wird dann nach dem Medicus (und evtl. der Päbstin) angegangen :)
Haha. Ich gestern auch. :D
clubberer1974
20.12.2011, 11:12
Kleiner Buchtipp meinerseits,
wer auf "Game of Thrones" steht und (so wie ich ebenfalls) den Dune-Zyklus liebt, dem empfehle ich den "Darkover"-Zyklus von Marion Zimmer Bradley.
Bradley hat zwar die Romane nicht chronologisch geschrieben, jedoch ist es sinnvoll sie so zu lesen.
Im ersten kurzen Roman geht es lediglich darum, dass ein Raumschiff auf einem fernen Planeten notlandet, und sie praktisch aus der Not herraus dort eine neue Gesellschaft aufbauen müssen.
Erst mit dem zweiten Roman beginnt eben diese Mischung aus Dune und GoT, weil mittlerweile hat sich nach knapp 1000 Jahren eine feudale, mittelalterliche Gesellschaft gebildet, mit zahlreichen Fürsten.
Und hier gibt es eben politische Ränkespiele, Intrigen, Kriege usw.
Wo kommt jetzt SF (also Dune) ins Spiel?
Auf diese Planeten herrschten von Anbeginn an besondere "Kräfte", die bei manchen Menschen "telephatische" oder andere besondere Fähigkeiten zum Vorschein brachten. Außerdem traten auch geheimnisvolle Planetenbewohner auf, die diese Kräfte hatten.
So, nach ca. 1000 Jahren hat sich so eine Art "Zuchtprogramm" entwickelt, um diese Kräfte ("Laran" genannt) weiter zu verbessern und zu modifizieren.
Dies ist natürlich auch Teil der Ränkespiele (wer soll mit wem verheiratet werden usw.)
Wie gesagt, diese Idee mit dem Zuchtprogramm erinnert mich stark an Dune, ebenso die Sprache Bradleys und das es sehr viele "eigene Worte" gibt, die eben nicht übersetzt werden, sondern sich aus dem Zusammenhang ergeben.
An GoT erinnert mich eben das ganze Setting, auch die Ränkespiele an den einzelnen Höfen, teilweise auch die Figuren und ihre Motive. Auch ist streitbar, ob die "außergewöhnlichen" Elemente eher SF oder Fantasy sind.
Ich muss dazu sagen, dass ich von den 23 (?) Romanen erst 3 gelesen habe, aber schon wahnsinnig begeistert bin.
Auch bauen die Romane nicht alle aufeinander auf, sondern behandeln immer wieder andere Zeitalter.
So, vielleicht habe ich den ein oder anderen neugierig gemacht....schaut einfach mal ein bisschen bei Wiki rein.
Liebe Grüße
clubberer1974
Warum muss eigentlich jedes Fantasybuch mit HdR verglichen werden? Vorreiter für das Genre,ja, aber beileibe nicht der Kroesus.
Wirkliche Parallelen zu HdR sind nicht vorhanden. GoT ist komplexer, düsterer und m.E. Sprachlich überlegen. Eigentlich kann man es eher mit Mittelalterromanen als mit einschlägigen Fantasywerken vergleichen.
Fantasyelemente sind zwar vorhanden(Untote,Magie), aber sind eigentlich keine festen Bestandteile von Westeros.Dementsprechend spärlich geht Martin damit um.
Ich persönliche finde nicht, dass HdR das Beste ist, was ich je gelesen habe.
Aber sry, ohne auch nur einen Buchstaben von GoT gelesen zu haben, behaupte ich, dass das sicherlich nicht zutrifft.
Komplexer: Dir ist schon klar, dass zu HDR auch das Silmarillion, der Hobbit plus ein ganzes Lebenswerk bestehend aus Briefen, Artikeln und zig Büchern gehört?
Sprachlich überlegen: Schon mal die Vita von Tolkien gelesen?
Dune
Heute angefangen, gefällt nach 60 Seiten sehr gut :top:
Ich persönliche finde nicht, dass HdR das Beste ist, was ich je gelesen habe.
Aber sry, ohne auch nur einen Buchstaben von GoT gelesen zu haben, behaupte ich, dass das sicherlich nicht zutrifft.
Komplexer: Dir ist schon klar, dass zu HDR auch das Silmarillion, der Hobbit plus ein ganzes Lebenswerk bestehend aus Briefen, Artikeln und zig Büchern gehört?
Sprachlich überlegen: Schon mal die Vita von Tolkien gelesen?
"Der Herr der Ringe" umfasst m.E. nur 3 Bücher, oder irre ich mich da?
Du willst meinen Beitrag, ohne auch nur ein Wort von GoT gelesen zu haben, auseinandernehmen? Muss ich nicht ernst nehmen.
Übrigens, wo habe ich eigentlich Tolkien mit Martin verglichen?
@Clubberer, danke. Werde demnächst einen Blick riskieren.
gestern den amazon kindle ausprobiert, liest sich echt gut. schöne optik, gute haptik und sehr fix mit amazon whispernet(gekaufte bücher sind in 60sek. auf dem kindle, wenn wlan-verbindung besteht).
noch zu früh um wirklich eine bewertung abgeben zu können, aber ersteindruck ist echt gut! :gut:
"Der Herr der Ringe" umfasst m.E. nur 3 Bücher, oder irre ich mich da?
Du willst meinen Beitrag, ohne auch nur ein Wort von GoT gelesen zu haben, auseinandernehmen? Muss ich nicht ernst nehmen.
komplex (http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Silmarillion): Das Silmarillion bildet die kosmogonische und mythologische Vorgeschichte zu Tolkiens großen Romanen Der kleine Hobbit und Der Herr der Ringe. Es enthält Geschichten von sehr unterschiedlicher Art, mythenähnliche Erzählungen über Entstehung und Geschichte der Welt, die hier Arda heißt, und das Eingreifen von Göttern, verknüpft mit philosophischen Aspekten, aber auch märchenähnliche Liebesgeschichten, Erzählungen über tragisches Heldentum bis hin zu den hochphilosophischen Teilen am Anbeginn der Zeit. Trotzdem ist das Werk ein Ganzes und von Tolkien in dieser Verschiedenartigkeit geplant gewesen.Wichtige Facetten dieser Welt wie einzelne Figuren, Gegenstände, Regionen und Orte sowie Sprachen und Schriften werden in eigenen Artikeln beschrieben
sprachliches niveau (http://de.wikipedia.org/wiki/Tolkiens_Welt): Von etwa 1916 bis zu seinem Tod entwickelte Tolkien seine Welt in Beschreibungen und Geschichten, deren wichtigstes Fundament von ihm selbst konstruierte Sprachen bildeten.
Tolkien, ein englischer Schriftsteller und Sprachwissenschaftler, schuf in seinen Werken diese umfassende Welt mit eigener Geschichte und aufeinander aufbauenden Sprachen
Ferner will ich hier gar nichts auseinander nehmen. Du stellst (vogelwilde?) Thesen auf und ich argumentiere dagegen, das ist alles.
Warum muss eigentlich jedes Fantasybuch mit HdR verglichen werden? Vorreiter für das Genre,ja, aber beileibe nicht der Kroesus.
Wirkliche Parallelen zu HdR sind nicht vorhanden. GoT ist komplexer, düsterer und m.E. Sprachlich überlegen.
Ich muss mich also nochmal wiederholen. Beim nächsten Mal liest du bitte aufmerksamer.
Der Herr der Ringe umfasst 3 Bücher, ich habe nirgends etwas vom Hobbit, Silmarillion oder sogar von Tolkiens Lebenswerk geschrieben.
Das GoT Universium umfasst im Übrigen auch mehr als nur die 6 Bücher, so what?
Wir brauchen das nicht weiter zu diskutieren, ich habe sowohl LotR als auch GoT mehrmals auf englisch gelesen, du hast GoT nichtmal angerührt. Deine ganze, ich nenns mal Argumentation, stützt sich auf den _Glauben_, dass HdR besser ist, nicht auf eigenen Erfahrungen.
Les es doch einfach mal und komm dann wieder zurück. Falls du dann immer noch deiner jetzigen Meinung treu bleibst, akzeptier ich das. Voll und ganz.
Smooking
21.12.2011, 16:58
Klarer Lesebefehl: Narren des Zufalls von Taleb. Kritische und geniale (wissenschaftliche) Untersuchung der Rolle des Glücks im Leben.
Abel Xavier Unsinn
21.12.2011, 18:26
Les es doch einfach mal und komm dann wieder zurück. Falls du dann immer noch deiner jetzigen Meinung treu bleibst, akzeptier ich das. Voll und ganz.
Hmm, ich habe ja nun beides gelesen (GoT zumindest angefangen) und mir ist schleierhaft, wo der Martin jetzt in irgendeiner Weise ein besonderer Schriftsteller sein soll. Die ganze Sprache ist absolut in Ordnung und für die GEschichte passend, aber ich wüsste nicht, wo der 'gut' sein soll. Bei ihm lebt alles von der grandiosen Storyline, der fein gesponnenen Intrigerei usw. Aber eben nicht von der Sprache. Tolkien erzeugt eine Märchen-Stimmung. Ich bin nicht Literaturanalyst genug, um da jetzt die gRünde für zu finden, aber Martin ist doch eher geschickter Handwerker. Hier tausend Beschreibungen von irgendwelchen Bannern und Schlossaustattungen, da vorhersehbare Charaktere, die alle schön in die Geschichte passen, aber eben für sich nie überraschend sind (damit ist nicht gemeint, wie sie sich zur Story verhalten, da will ich wie gesagt nur loben und nichts kritisieren). Martin bedient sehr viele Klischees: Die im Osten sind wilde Reiter, die eben auch ihre Feinde vergewaltigen und versklaven, die Bösen brandschatzen ohne Sinn und Verstand, nur bei 'den Guten' gibt es sowas wie moralische Skrupel.
Der 'bessere Schriftsteller' ist zweifelsfrei Tolkien, die coolere Geschichte hat sich definitv Martin ausgedacht.
clubberer1974
21.12.2011, 19:14
Der 'bessere Schriftsteller' ist zweifelsfrei Tolkien, die coolere Geschichte hat sich definitv Martin ausgedacht.
Und Frank Herbert steht über allen....:y360:
gestern den amazon kindle ausprobiert, liest sich echt gut. schöne optik, gute haptik und sehr fix mit amazon whispernet(gekaufte bücher sind in 60sek. auf dem kindle, wenn wlan-verbindung besteht).
noch zu früh um wirklich eine bewertung abgeben zu können, aber ersteindruck ist echt gut! :gut:
Da ich unbedingt mehr lesen will (habe jetzt sicherlich seit 2 Jahren kein Buch mehr gelesen), hab ich mir das Ding auf Weihnachten gewünscht. Ein Studi-Kolege hat das Teil, da konnt ich das ein wenig testen und war ziemlich begeistert. Hab mich in den bekannten Elektro-Fachmärkten auch ein wenig umgeschaut aber der Kindle ist da glaube ich gerade im Preis-Leistungs-Verhältnis das Top-Gerät.
Bin richtig gespannt und weiß gar nicht mit welchem Buch ich anfangen soll.
Vielleicht hat jmd ein par Tipps:
Gelesen habe ich bisher immer gerne in Richtung Fantasy, deswegen werde ich mich mal um GOT kümmern. Ich wollte auch schon immer HdR lesen. Gibts hier noch etwas was man unbedingt gelesen haben sollte?
Dazu kommen sicherlich unzählige spannende Romane (die Simon Becket Thriller fand ich cool).
Habe den Thread hier nie verfolgt, deswegen kein Plan ob hier irgendwann gute Tipps oder sowas gepostet wurden..
Gurkenmann
22.12.2011, 12:37
Die Saga vom dunklen Turm von Stephen King. Insgesamt 7 Bände. Da wird alles bedient, Fantasy, Science Fiction, Horror, wilder Westen. Absolute Empfehlung. Episch...
Ich würde meinem Vater mal ein Geschenk machen und ihm zwei bücher kaufen
und zwar sind es die Herr der Ringe Teile 2 und 3.
Er hat den ersten Teil mit der Übersetzung ins deutsche von Wolfgang Krege. Ich hab jetzt gesucht ob dieser auch den 2. und 3. Teil übersetzt hat, aber leider nichts gefunden.
Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen? Oder eine andere Übersetzung ins deutsche vorschlagen?
Vielen Dank :)
clubberer1974
23.12.2011, 15:35
Ich würde meinem Vater mal ein Geschenk machen und ihm zwei bücher kaufen
und zwar sind es die Herr der Ringe Teile 2 und 3.
Er hat den ersten Teil mit der Übersetzung ins deutsche von Wolfgang Krege. Ich hab jetzt gesucht ob dieser auch den 2. und 3. Teil übersetzt hat, aber leider nichts gefunden.
Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen? Oder eine andere Übersetzung ins deutsche vorschlagen?
Vielen Dank :)
Servus,
bin normalerweise ja gar nicht empfindlich, was Übersetzungen angeht, aber Krege geht meiner Meinung nach gar nicht. Die Sprache ist übertrieben und gewollt modern, das passt einfach nicht zu HdR.
Greif lieber zur alten Übersetzung von Carroux....und lies dazu auch mal die Rezies bei Amazon.
Ok, kann natürlich sein, dass wenn man die alte Übersetzung gar nicht kennt, durchaus Gefallen an Krege findet....aber probiers einfach mal aus!
Liebe Grüße
clubberer1974
Kreges Übersetzung ist köstlich. Ich habe Die Gefährten von ihm nicht gelesen, nur einzelne Passagen, aber das war schon sehr amüsant. Einfach mal Googeln, da gibts genug tolle Stellen. Mein Favorit:
Tolkien: "I hope Strider or someone will come and claim us."
Carroux: "Ich hoffe, Streicher oder sonst wer wird kommen und uns abholen."
Krege: "Hoffentlich kommt Streicher und holt mich im Fundbüro ab."
:hardlove:
Vielen Dank. Ich hab mich jetzt bisschen im internet umgeguckt, und viele sind deiner Meinung das die Carroux Übersetzung viel besser sei. :top:
Nun ist meine Frage: Es gibt so einige Versionen von diesen Büchern. Und ich hab mich mit Herr der Ringe noch nie befasst. Ich hab das hier (http://www.amazon.de/Herr-Ringe-Gef%C3%A4hrten-Zweiter-R%C3%BCckkehr/dp/3608938281) gefunden.
Da sind anscheinend in einem Buch alle drei teile vorhanden, aber das Buch kommt mir dafür ziemlich dünn vor. Ist das normal, oder ist das eine abgespeckte Übersetzung? :D
clubberer1974
23.12.2011, 16:55
Also, für mich persönlich gibts zu dieser Ausgabe kaum Alternative:
http://www.amazon.de/Herr-Ringe-J-R-Tolkien/dp/360895855X/ref=sr_1_25?s=books&ie=UTF8&qid=1324659027&sr=1-25
meine Alternative wäre diese:
http://www.amazon.de/Ringe-Gef%C3%A4hrten-T%C3%BCrme-R%C3%BCckkehr-K%C3%B6nigs/dp/360895211X/ref=sr_1_12?s=books&ie=UTF8&qid=1324659115&sr=1-12
Leider gibts beide nur gebraucht.
Andere Versionen kenne ich nicht, wobei die von dir gepostete hat 1290 Seiten, das stimmt schon....und so wie das ausschaut, ist es wohl die Neuauflage zu dem von mir oben genannten. Dann kannste gut zuschlagen, schön mit Karte usw.
Viel Spass damit!
Liebe Grüße
clubberer1974
T3AMGEIST
23.12.2011, 17:33
Herr der Ringe finde ich ehrlich gesagt total öde, also die Bücher jetzt. Den kleinen Hobbit kann hingegen kann ich nur empfehlen.
ich lese gerade homo faber von Max Frisch( den man in der Schulzeit lesen sollte ;-D)
Homo Faber ist und war eines meiner Lieblinsbücher von denen die ich in der Schule lesen musste. Ich glaub das sollte ich mal wieder rausholen.
Gurkenmann
29.12.2011, 14:56
So, Empfehlung meinerseits:
http://www.konsumgoettinnen.de/tl_files/images/content/Redaktion%202011/Oktober%202011/17102011/buchmesse/Teufelskoeche.jpg
Juan Moreno - Teufelsköche
Ein Kochbuch. Aber es geht ausnahmsweise nicht ums Essen, sondern um die Köche!
Juan Moreno hat mit einem Fotografen die Welt bereist und verschiedene, teilweise sehr skurrile, Köche kennengelernt. Skurriler als die Köche selber sind nur noch ihre Geschichten. Unter anderem erfährt man, was Erich Honecker am liebsten aß, oder wie es ist, in einem texanischen Gefängniss, die Henkersmahlzeiten zu kochen.
Der Leibkoch vom einstigen Ugandischen Diktator Idi Amin berichtet wie es war, für den Mann zu kochen und er klärt ein für alle mal ob Amin wirklich Menschenfleisch gegessen hat.
Es gibt Einblicke in die Seele einer chinesischen YouTube Köchin mit Riesen Brüsten, und man lernt die Frau kennen, die auf Kenias grösster Mülldeponie ein "Restaurant" eröffnet hat.
Insgesamt werden ich glaube 16 Köche und ihre Geschichte vorgestellt. Es ist schockierend, traurig, amüsant, aber vor allen Dingen ist es sehr unterhaltsam!
Absolute Empfehlung :gut:
Dune
Heute angefangen, gefällt nach 60 Seiten sehr gut :top:
Bin jetzt durch. Insgesamt ein unterhaltsames Teil, hab mich nie gelangweilt gefühlt. Allerdings hat mich die Welt nicht so dermaßen faszinieren können, sodass ich auf die nachfolgenden Bücher wohl verzichten werde.
Derweil heute eingetroffen und als nächstes auf dem Programm: David Simon - Homicide :top:
http://www.adlibris.com/fi/covers/M/1/84/1847673120.jpg
T3AMGEIST
10.01.2012, 20:50
Hab hier schon gesehen dass mehrere von euch ein Kindle Reader haben. Hätte da mal eine Frage zu und zwar hab ich für Android die Kindle App für mein Smartphone für unterwegs, hätte aber auch gerne einen richtigen Kindle für zu Hause. Funktioniert das, ist es möglich ein Ebook zu kaufen und dann auf beiden Plattformen zu lesen?
Kennt einer zu "A Game of Thrones" eine gute Seite bezüglich Hintergrundinformationen?
Zum Beispiel Personenübersichten in Stammbaumform (nicht wie im Buch einfach als Liste), eine Karte, auf der alles abgebildet ist (im Buch fehlt ja zum Beispiel der Kontinent östlich von den Westeros, wo Daenerys und Viserys sich zu Beginn aufhalten) oder auch Infos über die Größe des Kontinents?
http://towerofthehand.com/ fand ich damals recht nützlich als ich die Reihe gelesen habe. Rechts kann man Charaktere, Stammbäume, Karten und mehr auswählen. Außerdem fande ich die Potraits immer Todschick, so ähnlich habe ich mir die Figuren auch fast immer vorgestellt. Seit der Serie ist das aber natürlich jetzt auch ein bisschen irrelevant geworden. ;)
Ich gucke auf dieser nach wenn irgendwas unklar ist. Sowohl für Film, als auch Buch geeignet.
http://gameofthrones.wikia.com/wiki/Game_of_Thrones_Wiki
Thrasher
14.01.2012, 13:16
So, Empfehlung meinerseits:
Juan Moreno - Teufelsköche
Wenn Dir das gefällt, wirst Du "Kitchen Confidential" und "The Nasty Bits" von Anthony Bourdain bestimmt auch mögen.
Josh Bazell - Einmal durch die Hölle und zurück
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/9783867177955.jpg
Seit Weihnachten lag Josh Bazells "Einmal durch die Hölle und zurück", direkter Nachfolger des sehr guten "Schneller als der Tod", als Hörbuch - wieder gelesen von Christoph Maria Herbst - bei mir rum, gestern Abend habe ich es endlich zu Ende hören können. Meine Eindrücke:
Die Handlung setzt 10 Jahre nach dem Gesehen des Vorgängers ein, Pietro Brnwa ist mittlerweile unter dem Namen Dr. Lionel Azimuth Arzt auf einem Kreuzfahrtschiff. Durch einen alten Bekannten gerät er allerdings an einen Auftrag von Rec Bill: Er soll den Wahrheitsgehalt eines Videos überprüfen. Allerdings kein simpler "Galileo-Fake-Check", sondern eine Expedition zum White Lake mit der Paläontologin Violet ist von Nöten. Dass hier etliche Schwierigkeiten zu bewältigen sind, sollte klar sein.
So weit, so gut. Zu Anfang hat mich der Plot auch durchaus gefesselt, aber etwa nach der Hälfte verliert Bazell die Elemente, die ihn so stark machen, da er mehr wert auf politsche Botschaften und ganz abgedrehte Einfälle zu setzen scheint. Die Handlung wird im Verlauf des Buches einfach zu abstrus, es wirkt zu konstruiert. Während im Vorgänger geschickt mit zwei verschiedenen Zeitsträngen gearbeitet wurde, gibt es diesmal einige zeitliche Rückblenden aus der Sicht von anderen Charakteren, die allerdings kaum zur Handlung beitragen.
Zudem ist der Protagonist weitaus eindimensionaler dargestellt. Die traumatischen Erlebnisse aus der Vergangenheit scheinen keine großen Auswirkungen zu haben, auch die Genialität im Zusammenhang mit der Skrupellosigkeit wird nicht so beeindruckend in Szene gesetzt.
Am schwächsten umgesetzt finde ich allerdings die politische Botschaft. Klar, Klimaerwärmung ist ein ernstes Thema und Aufmerksamkeit darauf zu lenken schadet keinesfalls. Aber doch nicht so plump. Bazell lässt einen der Charaktere in völlig zusammenhangslosen Stellen des Buches Missstände in der Klimapolitik und deren drastischen Folgen aufzeigen - praktisch die Holzhammermethode, um als "politischer Autor" zu gelten.
An und für sich ist "Einmal durch die Hölle und zurück" sicherlich kein schlechtes Buch. Es muss sich aber nun mal an seinem grandiosen Vorgänger messen lassen, sodass ich im Nachhinein doch eher ernüchtert bin, hatte mir mehr erwartet.
Hat jemand Erfahrungen mit dem Verkauf von Fachbüchern?
Ich habe hier noch einige hochwertige Fachbücher aus meiner Ausbildung. Neupreise sind teilweise über 30€, auch heute noch.
Bei Amazon,rebuy usw werden nur Minimalbeträge gezahlt.
Schwarzes Brett in Unis, Fachhochschulen etc.? Von Ebay und co würde ich eher abraten.
Thrasher
09.02.2012, 11:51
Wenn es Lehrbücher für Massenstudiengänge sind, also "BWL 1 - Das Buch" oder sowas wirst Du auch nur noch wenig Geld dafür bekommen. Wenn es spezifische Literatur zu Spezialthemen ist, dann stehst Du besser da.
Ich würd's auch wie Cham machen und einen Zettel an der Unibib hinkleben.
Ich wollte es damals schon lesen, nun habe ich es mir Mal gekauft.
http://www.amazon.de/gp/product/3548372325
Hat es von Euch jemand gelesen?
Ich nicht, meine Freundin schon, Ihr Kommentar: "Er spricht jedem Atheisten aus der Seele".
Ach, ich suche eigentlich nicht nach der Bestätigung nach dem Glauben oder Nichtglauben. Ich habe grosse Probleme mit der Institution Kirche, weniger mit Gott, schließlich weiss ich nicht, ob es ihn gibt oder nicht.
Ich persönliche sehe es aber mit Sorge, dass sich die Vernunft offenbar ein wenig aus weiten Teilen der Gesellschaft verabschiedet. Kreationismus, Homöopathie, Esoterik und religiöse Verblendetheit lassen befürchten, dass die Ersten bald wieder von einer Schreibe reden werden.
Ich werde berichten.
Ich wollte es damals schon lesen, nun habe ich es mir Mal gekauft.
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Hat es von Euch jemand gelesen?
Ja, habe ich gelesen, und es ist gut geschrieben und durchaus spannend. Besonders überzeugt hat es mich trotzdem nicht, weil man ein wenig den Eindruck hat, dass sich Dawkins seine Argumentationsketten zurechtbiegt. Ich fürchte, das kommt von seiner starken Abneigung gegen die Institution Kirche, deren Vertretern (und dann eben schnell allen Gläubigen) gegenüber er schnell bösartig wird. Trotzdem: lesenswert, absolut.
Ich wollte es damals schon lesen, nun habe ich es mir Mal gekauft.
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Hat es von Euch jemand gelesen?
Hänge gerade noch bei Hitchens "Der Herr ist kein Hirte", Dawkins liegt aber schon lesebereit. Wäre nett, wenn du dich danach zu einer Kurzkritik hinreißen lassen könntest.
Nachdem rund um den 24. Januar herum ja wieder eine ganze Reihe von Büchern über Friedrich den Großen erschienen ist, an dieser Stelle mal ein absoluter Klassiker:
Joachim Fernau, Sprechen wir über Preußen. Die Geschichte der armen Leute (1981)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mvJ16pDzL._SL500_AA300_.jpg
Wie alle "Geschichtsbücher" von Joachim Fernau, so muss man auch "Sprechen wir über Preußen" mit Vorsicht genießen. Das Buch ist 30 Jahre alt, Fernau ist immer ein Rechter gewesen, und einen geschichtswissenschaftlichen Anspruch kann man dem Buch auch nicht zusprechen. Das sind die Nachteile.
Jetzt die Vorteile: Das Buch ist mitreißend geschrieben, unglaublich kurzweilig und voller Sprach- und sonstigem Witz. Wer sich für die preußische Geschichte interessiert (und auch, wer das nicht tut!) findet auf jeder Seite etwas zum Lachen, zum Weinen oder zum Nachdenken - zumindest aber etwas, um sich daran zu reiben. Die brandenburgischen Kurfürsten und preußischen Könige werden lebendig, und die Geschichte rauscht an einem vorbei. Bei mir bleibt bei dieser Art von Buch viel an Wissen hängen - und eine Meinung (nicht unbedingt die von Fernau) bildet man sich auch.
Absolute Leseempfehlung! - genauso übrigens für alle anderen Bücher in dieser Richtung von Fernau:
Deutschland, Deutschland über alles. Von Anfang bis Ende (1952)
Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen (1961)
Cäsar lässt grüßen. Die Geschichte der Römer (1971)
Halleluja. Die Geschichte der USA (1977)
...
mikelchuk
09.02.2012, 21:12
Ich wollte es damals schon lesen, nun habe ich es mir Mal gekauft.
http://www.amazon.de/gp/product/3548372325
Hat es von Euch jemand gelesen?
Ich hier auch, ist mit Sicherheit nett zu lesen, er macht auch einige nette slaps gegen die Kirche und andere religiöse Spinner. Allerdings muss er in seiner Argumentation natürlich irgendwie zusehen, dass er sie in mainstream Sprache formuliert und nicht zu viel in biologisches Gerede abdriftet. Was ein bisschen zu Gardiens Punkt mit dem zurechtbigen führt. Ansonsten ist es durchaus unterhaltsam und nett zu lesen, ob jetzt Atheist oder nicht, Weltanschauungen ändert es natürlich nicht.
Ich hier auch, ist mit Sicherheit nett zu lesen, er macht auch einige nette slaps gegen die Kirche und andere religiöse Spinner. Allerdings muss er in seiner Argumentation natürlich irgendwie zusehen, dass er sie in mainstream Sprache formuliert und nicht zu viel in biologisches Gerede abdriftet. Was ein bisschen zu Gardiens Punkt mit dem zurechtbigen führt. Ansonsten ist es durchaus unterhaltsam und nett zu lesen, ob jetzt Atheist oder nicht, Weltanschauungen ändert es natürlich nicht.
Das ist jetzt so in etwa das, was mich bei Dawkins stört ;). Leider werden solche Bücher gern benutzt, um die eigene Meinung zu bestätigen; darum kommt Dawkins mit seinen argumentatorischen Schwächen auch durch. Eigentlich sollte das Buch aber (auch) eine Lektüre für Glaubende sein, wie auch Kirchenkritiker mal den Katechismus angesehen haben sollten.
mikelchuk
10.02.2012, 08:00
Findest Du? Ich hatte dieses Buch eigentlich genau als für die Mensch geeignet, die bereits eine agnostische oder atheistische Anschauung haben und eine nette Lektüre haben wollen, die ihnen vielleicht zusätzlich ein paar Argumente sichert. Wenn einem dieses ewig Teekessel gerede mal auf den Sack geht. Gläubige würden dieses Buch doch großteils als Beleidigung ansehen und es ohne dies nicht lesen.
Es geht in Sachen Glauben wohl weniger um Argumente als um Erkenntnis.
Highsider9
19.02.2012, 21:23
http://newbiecritics.files.wordpress.com/2009/12/survivor1.jpg
Wurde gerade mit Survivor (oder Flug 2039 auf Deutsch) von Chuck Palahniuk fertig.
Momentan keine Muse für ein ausgedehntes Review, aber dieser Kommentar bringt es genau auf den Punkt.
"Is it similar to Fight Club in some respects? Yeah.
Is it a literary masterpiece, destined to become a classic? Probably not.
But is it an excellent book to spend a few light evenings with? You bet your life it is."
Durch den simplen und einfachen Schreibstil von Palahniuk kein Buch für jedermann, aber wer Fight Club mochte wird auch dieses Buch lieben.
Next Up: Choke, Kainsmal, Snuff und invisible Monsters des selben Autors.
Haha. Ich gestern auch. :D
So, A Game of Thrones gerade beendet. Reaktionen während dem Lesen: :eek: :) :D :) :sabber: :bigeek: :D :eek: :) :D :sabber: :sabber: :sabber:
Was für eine unglaubliche Story. So viele verschiedene Geschichten, Charaktere (danke für den Stammbaum hinten im Buch), großartig geschrieben, absolut süchtig machend. Die letzten drei Kapitelenden haben bei mir jeweils eine Gänsehaut verursacht, einfach großes Kino.
Die Serie ist vorbestellt (Ende März), das zweite Buch liegt bereit.
Eine Frage fällt mir grad ein, die mir nicht wirklich aus dem Kopf geht: Wenn die Nachtwache schon Nachwuchsschwierigkeiten hat, wieso dann diese ganze "Keine Frauen, keine Kinder"-Geschichte? Wenn es ein normaler Job wäre, wäre es doch deutlich attraktiver für die Leute.
Achja, und noch ein wenig "Statistik":
Lieblingshauptcharaktere: 1. Tyrion, 2. Arya, 3. Jon, 4. Daenerys
Hasscharaktere: 1. Lysa&Robert, 2. Joffrey, 3. Viserys, 4. Sansa
Abel Xavier Unsinn
23.02.2012, 12:45
Wenn die Nachtwache schon Nachwuchsschwierigkeiten hat, wieso dann diese ganze "Keine Frauen, keine Kinder"-Geschichte? Wenn es ein normaler Job wäre, wäre es doch deutlich attraktiver für die Leute.
Achja, und noch ein wenig "Statistik":
Lieblingshauptcharaktere: 1. Tyrion, 2. Arya, 3. Jon, 4. Daenerys
Hasscharaktere: 1. Lysa&Robert, 2. Joffrey, 3. Viserys, 4. Sansa
Nightwatch: Ehre! Disziplinierung des ganzen Abschaums etc...
Charaktere: Kann ich so unterschreiben, nur: Robert ist mal ein arschcooler König und Viserys in seiner Arroganz ganz hervorragend dämlich.
Ja, Ehre, schon klar. Aber die Nachtwache besteht doch auch nur aus dem Abschaum, weil die Konditionen so scheiße sind. Man könnte daraus doch einen anstrebbaren Beruf machen :ka:
Und mit Robert meinte ich natürlich Lysas Sohn, obwohl der nicht wirklich was dafür kann, dass er so erzogen wurde. Robert Baratheon war schon cool.
scnorweger
24.02.2012, 20:02
Ich brauche mal eure Hilfe. Für ein Rollenstudium bin ich gerade auf der Suche nach einem Buch über strenggläubige Mormonen (in den USA). Kennt da jemand was?
Ich bin nicht auf der Suche nach einem trockenen Sachbuch, sondern eher nach einem Roman, der irgendwie den Alltag dieser Gläubigen behandelt. Anyone?
Hier ich brauch auch Tipps:
schreibe derzeit eine Hausarbeit über Dune (Thema soll so in Richtung "Charakterkonstellation/Charaktere und ihre Funktion" gehen). Dabei will ich auch einbringen, mit welchen Werken/Genres/Geschichten man die einzelnen Charaktere bzw. die Konstellation vergleichen kann (Genre egal).
Fällt da jemandem was ein? Auf Anhieb fallen mir Märchen allgemein ein ("Prinz, Hexen etc." lassen sich bspw. auf Dune gut übertragen), weitere Vorschläge jeglicher Art wären sehr hilfreich.
clubberer1974
09.03.2012, 08:06
Hier ich brauch auch Tipps:
schreibe derzeit eine Hausarbeit über Dune #
Coole Sache, wenn auch wahnsinnig umfangreich....ja, gibt es nicht viele Parallelen zum Islam? (ohne das jetzt näher auszuführen)....
Weiterhelfen kann dir sicher auch das Forum www.wüstenplanet.de
oder z.B. fictionfantasy.de
Liebe Grüße
clubberer1974
Seit Weihnachten lag Josh Bazells "Einmal durch die Hölle und zurück", direkter Nachfolger des sehr guten "Schneller als der Tod", als Hörbuch - wieder gelesen von Christoph Maria Herbst - bei mir rum, gestern Abend habe ich es endlich zu Ende hören können. Meine Eindrücke:
Danke für den Tipp. Habe ich noch gar nicht mitbekommen, dass es einen Nachfolger gibt. Den werde ich dann mal verstärkt angehen.
So, hier mal etwas Trivialliteratur. Trivialer geht es kaum. Zwei Bücher mit dem Thema Zombies, da ich derzeit in absoluter Endzeitstimmung bin.
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/9783453526655.jpg
Sehr ordentliches Buch zum Thema. "Eden" erzählt überwiegend die Geschichte von Harris, einem Anfang-40er, der in einem Vorort von New York lebt. Verheiratet, aber ohne Kinder, Lehrer ohne große Illusionen vom Leben, erlebt er den klassischen Zombie-Ausbruch mit.
Aber da fängt "Eden" nicht an, nein - und das ist der Reiz des Buches. Vielmehr beginnt "Eden" eben in "Eden" - einer Art bewaffneten Festung in einem Vorort New Yorks, in der sich die Überlebenden zurückgezogen haben. Harris wacht an einem Morgen auf - als er von einem Zombie gebissen wird. Ein Verräter hat Zombies in "Eden" hineingelassen, und Harris hat es erwischt. Er und seine Freundin töten die angreifenden Zombies aber Harris Schicksal, unbemerkt von den anderen, ist besiegelt. In weniger als 24h wird er zum Zombie - und in dieser Zeit will er den Verräter finden...
Was folgt, ist eine unterhaltsame Story, die ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit springt, und dabei in der Vergangenheit auch nicht linear bleibt. So wird der Ausbruch der Krankheit ebenso beschrieben wie die Überlebenskämpfe der wenigen, die sich in Eden treffen. Klassisches "Walking Dead"-Flair ohne großes Wenn und Aber, brutal und düster. Eine Romantisierung findet ähnlich wie bei Walking Dead oder George A. Romeros "Dawn of the Dead" nie statt - es ist eben das Ende der Menschheit. Auch rhetorisch kein Meisterwerk - nur: Wer wie ich Zombie-Geschichten zu schätzen weiß, wird angenehm unterhalten. Für Zombie-Fans eine klare Kaufempfehlung.
http://www.sf-magazin.de/image/300erCover/2359.jpg
Das "Tagebuch der Apokalypse" kann ich dagegen nicht empfehlen. Schon die Ausgangsidee ist verstörend: Wir erfahren die Apokalypse von den Tagebucheinträgen eines Überlebenden. Was ja schon mal die Frage aufwirft, welcher Idiot noch Tagebuch schreibt wenn die Welt den Bach runtergeht? Was gleichsam die Spannung ja ins Unermeßliche treibt - wird unser Held überleben? Aber klar, er ist doch das lyrische Ich.
Aber zum Glück ist unser Held ja
- Soldat
- ganz ein cleveres Kerlchen: als die ersten Zombie-Meldungen kommt, beginnt er Wasser zu horten und sein Haus mit Stacheldraht zu versehen,
- auch ein ganz cleverer Mieter an der Westküste - er hat natürlich ein Haus (kann man sich ja leisten als einfacher Soldat) mit einer Riesenmauer drumherum,
- ein Waffennarr und hortet zehntausende Schuss Munition.
Harris in "Eden" ist ein normaler Mensch. der Protagonist dieses Buches ist dagegen ein furchtbarer Besserwisser und Supertyp. Leck mich doch. Fresst ihn endlich.
Ansonsten: 08/15 Geschichte weit von dem Niveau von Walking Dead, Dawn of the Dead oder eben "Eden" entfernt. Lassen.
"Beckenbauer taucht nicht auf"
"KLAPPENTEXT
Ein Außerirdischer, gerade gelandet auf dem Planeten Erde, in der Stadt München, hat einen geheimen Auftrag zu erfüllen, der möglicherweise einen berühmten Fußballer namens Franz Beckenbauer betrifft. Dazu sind einige Recherchen, die Besorgung gewisser Materialien und die Kenntnis der Lebens- und Bewegungsformen auf der Erde notwendig."
http://www.perlentaucher.de/buch/38079.html
Ich habe dazu eine nette Rezension in der SZ gelesen, die das Buch auch und gerade in Anbetracht der grotesken Handlung sehr wohlwollend besprochen hat. Ich werde berichten, gelesen habe ich es noch nicht.
T3AMGEIST
26.03.2012, 20:12
Jemand Die Tributen von Panem gelesen? Guter Fantasyroman oder eher Teenie Mädchen Buch ala Twilight?
elavsoccer
27.03.2012, 00:46
Danke für den Tipp. Habe ich noch gar nicht mitbekommen, dass es einen Nachfolger gibt. Den werde ich dann mal verstärkt angehen.
Danke übrigens für deinen damaligen Buchtipp zu "Schneller als der Tod". Das Teil fesselt mich total, ich finde den Charakter genauso grandios vielseitig und frei von allen potentiell anwendbaren Klischees, wie die Geschichte spannend und interessant.
Wenn ich nicht auf solche Empfehlungen wie diese hier zurückgreifen könnte, wären die Bücher bei mir wohl wieder (zu) lang auf der Strecke geblieben... .
raynewooney
27.03.2012, 14:27
Keine hochtragende Lyrik, aber wer ein bißchen einfache Lektüre mag dem sei "Unser Mann in London" vom Paulianer Moritz Volz nahegelegt.
Daniel84
27.03.2012, 14:44
Suche noch gute Thriller und Krimis für den Urlaub, 5-6 krieg ich da schon gelesen, bis jetzt hab ich nur einen Cody McFadyen, Adler Olsen, Tess Gerritsen und John Hart. Fitzek habe ich schon alle gelesen. Jemand noch eine Idee?
raynewooney
27.03.2012, 14:50
Suche noch gute Thriller und Krimis für den Urlaub, 5-6 krieg ich da schon gelesen, bis jetzt hab ich nur einen Cody McFadyen, Adler Olsen, Tess Gerritsen und John Hart. Fitzek habe ich schon alle gelesen. Jemand noch eine Idee?
Weiss nicht ob das was für dich ist, aber ich hab mir den Urlaub mit Jack Reacher (http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_i_0_7?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=jack+reacher&x=0&y=0&sprefix=jack+re%2Caps%2C278) Romanen spannend gemacht.
Baut ein wenig aufeinander auf, hin und wieder muss mal einer der ihm nicht in den Kram passt über die Klinge springen... Sehr nette Unterhaltung, und auch auf englisch recht easy.
Bastinho
27.03.2012, 14:50
Was hast du denn von McFadyen und Adler Olsen gelesen, jeweils ein Buch aus der Barrett/Morck-Reihe? Wenn ja: alle anderen Bücher aus den beiden Reihen, machste nichts falsch.
Ansonsten kann ich noch Simon Beckett empfehlen, liegt bei mir schon etwas länger zurück dass die Reihe über David Hunter gelesen habe, fand ich aber sehr gut. Oder Tom Rob Smith, Thema meiner Meinung nach etwas schwieriger zu packen, aber auch empfehlenswert.
Wie schon gesagt, Simon Beckett hab ich die ersten beiden gelesen (Chemistry of Death und Written in Bones), beide zu empfehlen. Genauso natürlich die Milleniumtrilogie, wobei Du die wahrscheinlich schon gelesen hast :ka:
Daniel84
27.03.2012, 16:11
Also von McFadyen und Beckett habe ich eigentlich alles gelesen, zumindest die Taschenbücher. Adler Olsen fang ich jetzt erst an, Tom Rob Smith und Jack Reacher schau ich mir mal an.
T3AMGEIST
27.03.2012, 17:46
Jemand Die Tributen von Panem gelesen? Guter Fantasyroman oder eher Teenie Mädchen Buch ala Twilight?
Keiner? :(
Tachunas
27.03.2012, 18:45
Keiner? :(
nen Kumpel sagt es sollen keine mädchen Bücher sein, eher blutig etc.
Er hats aber auch nur gehört, riskier es einfach ;)
Daniel84: Operation Schneewolf von Glenn Meade kann ich dir da sehr ans Herz legen. (wobei du den bestimmt schon gelesen hast...)
Wenn nicht: nachholen! Sehr guter Thriller, Themengebiet kalter Krieg, viel KGB und CIA, gut geschrieben, sehr fesselnd, sehr brutal.
Daniel84
27.03.2012, 22:31
Von dem hab ich nur Projekt Wintermond gelesen, schaus mir mal an.
Wintermond ist zwar nicht schlecht, aber kein Vergleich zum Schneewolf.
justin bailey
28.03.2012, 18:00
mcfadyen: Ausgelöscht oder der Menschenmacher als nächstes? Ich fand den Todeskünstler bis jetzt mit Abstand am Besten.
Keiner? :(
Selbst nicht, aber ein Freund ist schwer begeistert davon.
(mc)alex
28.03.2012, 18:21
mcfadyen: Ausgelöscht oder der Menschenmacher als nächstes? Ich fand den Todeskünstler bis jetzt mit Abstand am Besten.
Erst die Smokey Reihe zu Ende bringen, danach den Menschenmacher, der auch nicht so stark sein soll...
Erwarte ja sehnlichst einen neuen Teil und sehe gerade, dass er im Juli endlich erscheint. :)
Daniel84
28.03.2012, 19:57
mcfadyen: Ausgelöscht oder der Menschenmacher als nächstes? Ich fand den Todeskünstler bis jetzt mit Abstand am Besten.
Ausgelöscht. Jo, der Todeskünstler war gut, knapp vor Blutlinie.
Waldschrat
03.04.2012, 12:35
Für mich sind die Klingenbücher vom Abercrombie das Maß aller Dinge, nur habe ich alle Teile durch und suche etwas was in die ähnliche Richtung geht. Kann mir da jemand was mepfehlen?
mr_buendchen
03.04.2012, 16:29
nen Kumpel sagt es sollen keine mädchen Bücher sein, eher blutig etc.
Er hats aber auch nur gehört, riskier es einfach ;)
Hat mich ganz ehrlich nicht so gepackt, was aber hauptsächlich daran liegt das ich das Buch für ein komplettes Plagiat des Filmes "Battle Royal" halte, inklusive einiger Elemente aus früheren Stephen King-Werken.
Gut geschrieben ist es trotzdem, das kann man dem Wekr nicht vorwerfen, sollte halt jeder für sich entsheiden ;)
Immernoch "Way of Kings"(Weg der Könige, deutsche Version), Brandon Sanderson.
Achja und "Riyria revelations", Michael Sullivan. Einfach nur großartig, mit o.G. die besten Fantasybücher, die ich den letzten 5,6 Jahren gelesen habe. Review mach ich die Tage auch noch :5:
http://i.imgur.com/G2gro.jpg
Sehr geil gemacht, stelle ich mir super gemütlich und perfekt zum lesen vor.
Dann noch einen Kamin im Raum und draußen Regen = :love:
sieht mir zu schlecht beleuchtet aus.
Tachunas
03.04.2012, 17:43
Für mich sind die Klingenbücher vom Abercrombie das Maß aller Dinge, nur habe ich alle Teile durch und suche etwas was in die ähnliche Richtung geht. Kann mir da jemand was mepfehlen?
probier doch mal "Der letzte Wunsch" von Andrzej Sapkowski.
Ist das erste Buch der Geralt von Rivia Saga. Es ist schön düster, manchmal ziemlich witzig und super spannend. Der Schreibstil gefiel mir auch sehr.
Ira Levin - Rosemaries Baby * * * ½
Riyria Revelations by Michael J. Sullivan
http://www10.pic-upload.de/05.04.12/lersn6o3tlej.jpg (http://www.pic-upload.de/view-13640223/11100431.jpg.html)
Bei Riyria Revelations handelt sich um eine zwischen 2009 und 2012 veröffentlichte Fantasyserie, die insgesamt 6 Bücher umfasst:
The Crown Conspiracy[/AMAZON-UK]
[AMAZON-UK="0979621119"]Avempartha [/AMAZON-UK]
[AMAZON-UK="0979621143"]Nyphron Rising[/AMAZON-UK]
[AMAZON-UK="0982514530"]The Emerald Storm [/AMAZON-UK]
[AMAZON-UK="0982514581"]Wintertide[/AMAZON-UK]
[AMAZON-UK="1937475018"]Percepliquis[/AMAZON-UK]
Die wiederrum sind mittlerweile in einer 3 Bücher umfassenden Collection veröffentlicht worden, sprich 2 Bücher pro Volume:
[AMAZON="0316187747"]Theft of Swords
Rise of Empire
Heir of Novron
Mit traditionell meine ich vor allem die Tatsache, dass es sich erfrischend vom neuen Trend des Fantasygenres, sprich dark and gritty, abhebt und sich wieder mehr zu seinen Genrewurzeln orientiert.
Eine Zusammenfassung der kompletten Serie scheint indes schwierig aufzuschreiben, da vor allem die 1. beiden Bücher ein wenig episodenhaft geschrieben sind, mit nur kleinen Andeutungen auf die übergreifende, epische Hauptstory.
Auch möchte ich nichts spoilern.
Klapptext von Buch 1:
THEY KILLED THE KING. THEY PINNED IT ON TWO MEN. THEY CHOSE POORLY
There is no ancient evil to defeat, no orphan destined for greatness, just two guys in the wrong place at the wrong time. Royce Melborn, a skilled thief, and his mercenary partner, Hadrian Blackwater make a profitable living carrying out dangerous assignments for conspiring nobles until they become the unwitting scapegoats in a plot to murder the king. Sentenced to death, they have only one way out...and so begins this tale of treachery and adventure, sword fighting and magic, myth and legend.
Die 1. Beiden Bücher dienen vor allem dazu die Charaktere und die Welt kennenzulernen, nichtsdestotrotz ist jedes Buch für sich eine tolle Leseerfahrung.
Die Anspielungen auf Lord of the Rings sind teilweise sehr offensichtlich, das Buch verkommt aber zu keinem Zeitpunkt zu einer Kopie von Tolkiens Werk.
Die Fertigstellung der Geschichte hat Sullivan insgesamt 21 Jahre gekostet. Diese 21(!) Jahre merkt man der Geschichte deutlich an. Von Seite 1 bis zum Ende scheint alles genaustens geplant, jedes vielleicht noch so unwichtig erscheinende Detail erfüllt seinen Zweck.
Der Schreibstil ist absolut solide, erreicht aber natürlich zu keinem Zeitpunkt z.B. die Genialität eines Patrik Rothfuß. Das muss er aber auch gar nicht, da vor allem die Geschichte als Ganzes im Mittelpunkt steht
Eine Geschichte, die so fesselnd ist, das es jedes Mal wahre Überwindung gekostet hat, das Buch(bzw. den Kindle) bei Seite zu legen.
Die beiden Hauptcharaktere Hadrien und Royce, die zumindest zu Beginn sehr eindimensional und klischeebehaftet erscheinen, entwickeln sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu komplexen Individuen.
Generell kann man sagen, dass alle Charaktere glaubhaft geschrieben worden sind.
Auch kann sich Sullivan in seiner Darstellung der machtbessesenen “ Nyphron Church“ den ein oder anderen Seitenhieb auf die katholische Kirche nicht verkneifen.
Jeder der aktuell auf der Suche nach neuem Lesestoff ist, sollte zumindest dem 1. Buch eine faire Chance geben. Ich verspreche, ihr werdet nicht enttäuscht werden.
Ich für meinen Teil vermisse die Bücher jetzt schon...
Bin nun mit A Dance with Dragons fertig geworden... Puuhhhh. Bin schon gespannt was ich jetzt machen werde, irgendwie hat A Song of Ice and Fire bis hierhin sehr viel Zeit in anspruch genommen, aber jede einzelne Minute war es wert.
Ein paar Anmerkungen und Ideen:
So sehr ich Daenerys mochte in den ersten 3 Büchern, aber mittlerweile finde ich ihre Point of View Kapitel nurnoch langweilig. Immer die selben Gedankengänge des jungen verliebten Mädchens, welches sich zwischen Heimat und Meereen entscheiden muss.
Besser gefällt mir da schon Ser Barristans neue Rolle und seine Aufgaben. Ein guter Charakter der noch sehr wichtig werden kann in den nächsten Büchern. Wenn ihn natürlich nicht ein typischer Martinscher-Lieblingscharaktertod umbringt.
Tyrion und Arya müssen unbedingt wieder nach Westeros zurückkehren, besonders auf Tyrions Zukunft freue ich mich mit den Wendungen schon. Ich frage mich noch ob Mormont noch eine große Rolle spielen wird, ich denke mal er wird früher oder später den Heldentod für seine Königin sterben. Aryas Kapitel als Auszubildende sind zwar interessant zu lesen, aber sie gehört einfach wieder zurück so bald wie möglich.
Hier meine Frage an die die schon so weit sind: Könnte ihr Ausbildner, der gute Mann Jaqen H'ghar sein? Für mich auch fraglich ob Syrio Forel noch einmal auftaucht. Zwar scheint es so als wäre er gestorben, doch einen Beweis gab es bisher nicht. Trotzdem gehe ich davon aus, dass er gestorben ist. Irgendjemand muss doch mal tod bleiben.
Wo wir auch schon bei Ser Robert Strong sind. Mir gefällt dieser Teil der Geschichte überhaupt nicht. Zwar war es abzusehen, dass mit Qyburn so eine Storyline kommt aber muss das wirklich sein? Der tote Schlächter der dann zum untoten Schlächter wird. Hoffentlich tötet ihn Sandor Clegane... wie auch immer es dazu kommen mag.
Jaime ist noch immer einer meiner Lieblingscharaktere, scheint sich auch so zu entwickeln, dass er eine wichtigere Rolle einnehmen kann in den nächsten Büchern anstatt "nur" der Krieger zu sein. Auf das mögliche zusammentreffen von Brienne, Jaime, Sansa und Baelish bin ich auch gespannt. Für mich nicht absehbar wo die Reise hier hingeht.
Theon Greyjoys Kapitel waren in diesem Buch die stärksten. Ich befürchte zwar, dass er nicht mehr lange Leben wird, gejagt von den Boltons (falls es stimmt, dass Stannis tot ist... Das erscheint mir nicht sonderlich schlüssig, der Brief von Ramsay kann auch eine Lüge sein, Stannis gesamte Armee plötzlich ausgelöscht? Klar der Plot der Karstarks schwebt hier darüber, doch trotzdem will ich nicht daran glauben.)
Hat noch jemand eine üble Vermutung betreffend von Lord Manderlys Kuchen? Drei Kuchen für die Freys... persönlich dafür gesorgt, dass sie davon essen. Davor 3 verschwundene Freys. :D
Das Ende fand ich gut, auch wenn ich nicht schon wieder ewig lesen will wie Daenerys mit einem Khalasar durch die unendlichen Weiten zieht. Das hatten wir schon. Kevans Teil ist interessant, wenn auch traurig. Schade, mir gefiel der Charakter eigentlich gut. Dass Varys endlich seinen Teil spielt war an der Zeit.
Meine letzte Vermutung bzw. Theorie betrifft Jon Stark und seine Herkunft. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass Eddard nicht sein Vater ist und er noch eine größere Rolle spielen wird als er es sowieso schon tut. The Dragon with Three Heads.
Zum Abschluss mal die Top und Flop Liste an Charakteren meiner Meinung nach... rein nach Sympathie:
Top: Arya, Lord Baelish, Varys, Barristan, Tormund, Stannis, Jaime, Davos, Kevan (zu spät allerdings. :ulaugh: ), Areo Hotah, Blackfish
Flop: Daenerys, Daario, Doran Martell, Quentyn Martell, Lord Manderly, Catelyn Tully
Jagen hat wohl aller Wahrscheinlichkeit die Identität von Pate angenommen und befindet sich derzeit in Oldtown(vgl. Epilog AFFC).
Was Jons Eltern betrifft: Les in GoT einfach nochmal das Tower of Joy Kapitel(in der Taschenbuchausgabe Seite 424).
fangsanalsatan
06.04.2012, 17:34
Top: Victarion Greyjoy
clubberer1974
08.04.2012, 15:34
Soddalla,
gestern endlich "Der dunkle Turm" bei mir angekommen...werde heute beginnen und erwarte nach all`den Lobhudeleien nichts anderes als ein Meisterwerk...bin gespannt.
Eins finde ich jedenfalls schon jetzt, King schreibt immer mit Abstand die besten Vorworte:-)!
Liebe Grüße
clubberer1974
Jagen hat wohl aller Wahrscheinlichkeit die Identität von Pate angenommen und befindet sich derzeit in Oldtown(vgl. Epilog AFFC).
Was Jons Eltern betrifft: Les in GoT einfach nochmal das Tower of Joy Kapitel(in der Taschenbuchausgabe Seite 424).
Das Kapitel hab ich nun nochmal gelesen, allerdings erschließt sich draus für mich nicht mehr/weniger. Oder übersehe ich etwas?
Für den Anfang : Klick (http://www.westeros.org/Citadel/FAQ/Entry/2291/)
Diskussionen über das Thema(R+L=J) findest du auch zu genüge im Westeros-Forum.
http://2.bp.blogspot.com/-c5-LnvZqOK4/T4IJ9jbzG3I/AAAAAAAAA5s/gDmzXbZfroI/s1600/Ready_Player_One.jpg
Ready Player one von Ernest Cline
Ich habe kein besonders einfaches Leben derzeit. Mein Rückzug aus dem Forum beruht im wesentlichen auf Zeitmangel. Wie nie zuvor nimmt meine Arbeit mich ein. Ein Privatleben gibt es faktisch nicht mehr. Ich arbeite sieben Tage die Woche., habe kaum Freunde, keine Freundin. Es ist so. Darüber geht dieser Beitrag nicht.
Es geht darum, was mich „am Leben hält“. Antrieb, doch weiter zu machen, mich nicht hoffnungslos gehen zu lassen.
Es sind Bücher wie „One Day“ von David Nicholls.
Es sind Bücher wie „Ready Player One“ von Ernest Cline. Vielleicht mein neues Lieblingsbuch? Ich weiß es nicht. Aber sicherlich ein Buch, dass ich, solange ich lebe, immer und immer und immer wieder lebe.
Weil es das Buch meiner Generation ist. Weil es das Buch ist, das alles beinhaltet, was ich liebe, was mich am Leben erhält, wovon ich als Kind, als Jugendlicher und auch als Erwachsener geträumt habe.
Aber worum geht es? Wo fängt man an?
Stellt euch eine Welt vor, in der kaum noch Menschen ihr Leben in der realen Welt wahrnehmen. Stattdessen gibt es die Oasis. Die Oasis ist ein 3d-Universum, ähnlich wie World of Warcraft, oder mehr wie Second Life oder IMVU. Ihr lebt, ihr liebt, ihr macht alles in diesem 3d-Universum. Arbeiten, aufwachsen, zur Schule gehen. Nach dem Aufwachen morgen loggt ihr euch ein, lebt dann 3d darin. Abends loggt ihr euch aus, und schlaft im „Realen Leben“. Aber das Leben, das ist die Oasis.
Soweit nichts Neues. Kein neues Konzept. Kennt man.
Und dann beginnt „Ready Player One“. Der Schöpfer der Oasis stirbt. Und noch in seinem Tod erweist er sich als das, was er Zeit seines Lebens wahr – ein Obernerd. Keine Familie. Keine Kinder. Keine Erben. Halliday, der Schöpfer, stirbt als einsamer Mann, obwohl er die Welt verändert hatte.
Und was er jetzt macht als Videospielfan? Nun, irgendwo in der Oasis, in tausenden von Welten, in einem Riesenuniversum, versteckt er ein „Easter Egg“. Und wer dieses Easter Egg findet, der bekommt sein ganzes Vermögen – und die Kontrolle über die Oasiss.
Erwartet ihr jetzt ein Standardabenteur? Ihr bekommt es.
Erwartet ihr eine Geschichte über Freundschaft? Ihr bekommt es.
Über Liebe? Ja.
Über Fragen über der Philosophie? Aber hallo.
Und eine extrem spannende, dichte, wunderbar geschriebene, mit liebenswerten Charakteren, bösen Bösewichtern? Ja, ihr bekommt es. Schon dafür wäre „Ready Player One“ ein wunderbares Buch.
Aber es ist viel, viel mehr. Denn Halliday’s Easter Egg findet der, der Rätsel löst. Und diese Rätsel, diese Rätsel beziehen sich auf das, was Halliday war: Ein Nerd.
Und ein Kind der 80er-Jahre.
Was ihr hier bekommt, ist eure Kindheit, wenn ihr vielleicht wie ich Ende der 70er Jahre geboren seid, oder in den 80ern. Alles, was ihr geliebt habt, was ihr gewesen ward, was ihr geträumt habt. Kommt wieder. Mit den Helden müsst ihr Rätsel lösen, gejagt von bösen Killern, die sich um das Nerdtum drehen.
Nerdtum? Was meine ich? Nun - die Rätsel drehen sich um Dinge, die ihr vielleicht kennt; Dinge, von denen ihr als Kinder geträumt habt...
Nun – kennt ihr Masters of the Universe?
Die Transformers?
Oh, Sabre Rider habt ihr auch gesehen?
Sagt euch John Hughes etwa?
Könnt ihr „Breakfast Club“ mitsprechen?
Haltet ihr auch „Indiana Jones“ für die wahre Triologie?
Könnt ihr euch in der Welt von „Blade Runnter“ zu Recht finden?
Lacht ihr über Monty Pythin?
Wisst ihr, wie man Godzilla in den japanischen Filmen der 70er besiegt?
Schon mal mit dem Delorian gefahren?
Habt ihr mit den Goonies gezittert?
Seid ihr mit den „Explorers“ ins All vorgedrungen?
Habt ihr mit Winony Ryder getanzt?
Habt ihr Rush gehört?
Könnt ihr Bonny Tyler mitsingen?
Kennt ihr die Familienbande?
Seitd ihr mit Monty Pythons Artus auf der Suche nach dem Gral gewesen?
Wollt ihr „Wargames“ spielen?
Habt ihr einen Atari 2600 besessen, ihn geliebt, Pitfall gespielt, Legend?
Glaubt ihr, dass jeder Mensch ein Lichtschwert haben sollte?
Seht ihr zu den Sternen hoch und fragt euch, wann die Zylonen angreifen?
Glaubt ihr, nur der Robocop könnte für Frieden sorgen?
Rennt ihr mit Michael J. Fox an der Familienbande vorbei?
Die Pop-Kultur der 70er, 80er, 90er – Jahre – das ist dieses Buch. Wenn ihr manche Fragen davon beantworten könnt, weil ihr davon als Kinder oder Jugendliche geträumt habt, weil ihr die Filme gesehen und geliebt habt, weil ihr euch in Videospielen dieser Zeit, Musik, Serien, Filmen verloren habt – dann sucht nach dem Easter Egg von Halliday. In der Oasis. Und ihr werdet eurer Kindheit, eurer Jugend begegnen – in der Oasis. Und ihr werdet eurer Wissen brauchen. Denn um die Rätsel zu lösen, werdet ihr zu den Goonies. Werdet ihr zu Matthew Brotherick in Wargames. Spielt ihr Videospiele, an die ihr jahrezehntelang nicht gedacht habt. Tanzt ihr mit Winona Ryder. Hört ihr Musik an, über die ihr heute nicht mehr reden würdet.
Und das ganze wird in einer wunderbaren klassischen, doch immer frischen, ungemein spannenden, auch z.T. harten und stet sogar angenehm philosophisch angehauchten Geschichte erzählt. Seit „one Day“ hat mich kein Buch mehr so gefesselt. Nein, das ist falsch – wenn ich an das Ende denke, das so unfassbar spannend war, hat mich noch nie ein Buch so dermaßen gefesselt – zumindest nicht, seitdem ich als Kind „The Stand“ von Stephen King las.
„Ready Player One" ist Nerdtum. Nerdgasm. Oberflächlich.
Aber darunter ist es meine Kindheit. Meine Jugend. Mein Leben. All das, was ich sehe, wenn ich meine Augen schließe und mich in eine unbeschwertere Zeit zurückversetze.
Ein Buch, das mich sehr, sehr traurig zurück läßt.
Weil es zu Ende ist.
Ein Buch, das mich sehr, sehr fröhlich zurückläßt.
Weil es so wunderbar ist. Weil ich es bald wieder lesen werde. Und wieder. Und wieder.
Ein Buch, das mich zurückläßt.
Als das, was ich mal war. Ein Kind, welches den Delorian fahren wollte, mit seinem Atari 2600 spielte, irre 80erJahre Musik hörte, Sabre Rider schaute, von Star Wars träumte und immer mit Starbuck und Apollo rumhängen wollte.
Ich bin ready. Ich bin Player one.
Seid ihr es auch?
Klingt für mich als Spielenerd verlockend - hast du das Buch auf deutsch oder englisch gelesen bzw. weißt du, welche Fassung man bevorzugen sollte?
Ich habe es auf Deutsch gelesen. Es übersetzt technische Begriffe etc. nicht in das Deutsche. Auch werden Spieletitel unter dem Titel genannt, unter denen sie in den USA vertrieben worden sind.
Reread wird auf Englisch erfolgen.
Videospiele haben eine immense Bedeutung, aber eben vor allem die der 80er Jahre. U.a. muss der Held mehrere alte Atari-Videospiele in echt, d.h. mit seinem Avatar, durchspielen - z.B. das klassische Textadventure Zork.
clubberer1974
19.04.2012, 08:35
[QUOTE=Jackass;464406
Seid ihr es auch?[/QUOTE]
Ein einfaches "Danke" reicht da ja gar nicht....bin von Zeile zu Zeile hippeliger geworden. Kommt sofort auf meinen (großen) Wunschzettel.....klingt ein wenig auch nach "Otherland"!
Liebe Grüße
clubberer1974
MAX POWER
25.04.2012, 01:39
Bestellt!
Ich hab mir einen Kindle gekauft - geiles Teil. Für Puristen, die sich an ihrem Bücherregal ergötzen wollen, natürlich nix, aber so ein Wahnsinnsleser bin ich ja dann doch nicht.
Jetzt nur den dunklen Turm endlich irgendwie zeitlich mal gebacken kriegen...
Daniel84
30.04.2012, 12:26
Hatte den meiner Mutter gekauft, echt klasse, die Oberfläche spiegelt überhaupt nicht, auch bei praller Sonne kein Problem, und hat natürlich enorme Platzvorteile, außerdem kann man Schriftgröße, Zeilenabstand etc. einstellen, schon praktisch. Da ich aber nur im Urlaub lese und mir dann die Bücher mit meiner Frau teile lohnt sich das für mich nicht.
Ist mir hier alles zu fantasy- und nerdlastig, darum:
http://www.neues-deutschland.de/img/t/56402
Anthony Horowitz - Das Geheimnis des weißen Bandes
In den letzten drei Jahren ist ja wieder eine Art Sherlock-Holmes-Welle losgetreten worden, angefangen mit einem ordentlichen Hollywoodstreifen (http://de.wikipedia.org/wiki/Sherlock_Holmes_(2009)) und dessen wesentlich freier gehaltenen Nachfolger (http://de.wikipedia.org/wiki/Sherlock_Holmes:_Spiel_im_Schatten) und auf die Spitze getrieben durch die fantastische BBC-Serie "Sherlock". Da bleibt auch die Literatur nicht aus; zahlreiche Holmes-Adaptionen schießen sozusagen aus dem Boden. Dabei ist viel Schrott (http://www.buechertreff.de/kinder-jugendbuecher/67345-andrew-lane-young-sherlock-holmes-tod-li/), aber auch einige Adaptionen und Pastiches, die in die Originalreihe passen.
Der Holmes-Kanon von Arthur Conan Doyle besteht ja aus vier Romanen und fünf Geschichtenbänden - und im letzten Jahr hat Anthony Horowitz als erster Autor mit Genehmigung der Arthur-Conan-Doyle-Stiftung einen offiziellen Nachfolger, veröffentlicht, der den Anspruch erhebt, in den Kanon zu gehören. Dazu durfte Horowitz auch Doyles Nachlass und das zugehörige Archiv einsehen und studieren, was sicher viel zum Buch beigetragen hat.
Über den Inhalt selbst möchte ich nicht viel verraten, nur eins: Das Buch ist absolut lesenswert. Der Sprachstil ist sehr nah an den Originalromanen, das Prinzip der Geschichte auch. Bewährter Erzähler ist Dr. Watson, und am Ende schlüsselt Holmes alles auf - wie gehabt eben. Aber zwischendurch wird es viel gefährlicher, viel weitreichender und viel rasanter als in allen Originalromanen - ohne die besondere Stimmung zu verlieren. Der Akzent ist etwas gesellschaftskritischer, ein paar Dinge werden neu erklärt und der eine oder andere Anachronismus kommt vor - aber insgesamt ein tolles, spannendes Buch, das den Namen "Sherlock Holmes" zurecht führt. Lesen!
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